mini|Blick vom Mühlenberg auf Koisdorf mini|hochkant|St. Wendelinuskapelle Koisdorf ist ein Ortsbezirk von Sinzig im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler.
Geographie Zu Koisdorf gehören die Wohnplätze Heinrichshof und Wendelinushof.
Geschichte 1192 als „Connesdorp“ im Zusammenhang mit einer Schenkung des Aachener Liebfrauenstiftes und des St. Adalbert-Stiftes ebenda erstmals erwähnt. Mitte des 19. Jahrhunderts zählte der Ort 42 Häuser mit 233 Einwohnern.Rheinischer Antiquarius, Mittelrhein, III. Abt., 9. Bd., Koblenz 1862, S. 48 1301 ist erstmals die Kapelle St. Wendelinus bezeugt, damals noch St. Sebastian geweiht.Horst Müller: Die St. Wendelinus-Kapelle zu Koisdorf, in: HJbKAhrweiler 1992, S. 101.Haffke, Geschichte von Koisdorf, S. 513 Von 1560 an gehörte Koisdorf zum jülischen Amt Sinzig-Remagen. 1834 wurde die Braunkohlengrube „Gerechtigkeit“ südlich von Koisdorf auf rund 200 Hektar konzessioniert.Amtsblatt der Preussischen Regierung zu Koblenz, Nr. 54 vom 1. Oktober 1834 Die dort gewonnene Braunkohle wurde zu Klütten für den Hausbrand geformt und zum Verkauf angeboten.
Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich der Ortsname mehrmals. Bis 1750 lautete er unter anderem „Connesdorp“, ab 1750 „Costroff“, um 1830 „Coisdorff“ und ab dem 6. Dezember 1935 nannte sich der Ort „Koisdorf“.Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939, S. 267. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden zeitweise amerikanische Besatzungstruppen in Koisdorf untergebracht. Die Eingemeindung nach Sinzig erfolgte am 7. Juni 1969.
Politik Ortsbezirk Koisdorf ist einer von sechs Ortsbezirken der Stadt Sinzig und umfasst das Gebiet der ehemals selbstständigen Gemeinde. Der Stadtteil wird von einem Ortsbeirat sowie einem Ortsvorsteher politisch vertreten.
Ortsbeirat Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Ortsbeirat: Wahl SPD CDU Grüne FDP FWG Gesamt 2024 – 3 1 1 0 5 Sitze 2019 – 3 1 – 1 5 Sitze 2014 – 3 1 – 1 5 Sitze 2009 1 3 1 – – 5 Sitze FWG = Freie Wähler – Bürgerliste Sinzig e. V.
Ortsvorsteher Karl-Heinz Arzdorf (CDU) wurde bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 mit einem Stimmenanteil von 79,47 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt als Ortsvorsteher bestätigt. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 setzte er sich mit 50,4 % knapp gegen einen Mitbewerber durch.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Das Wahrzeichen von Koisdorf ist die Filialkirche St. Wendelin mit einem Bleiglasfenster aus dem 13. Jahrhundert, das eine Kreuzigungsgruppe darstellt. Sie steht am neu gestalteten Dorfplatz mit dem Gemeindehaus. 2006 wurde auf dem Dorfplatz ein von Bürgern selbst errichteter Dorfbrunnen eingeweiht. Im Zuge eines Neuausbaus der Ahrentaler Straße im Jahr 2008, wurde die Bäuerin mit Käskömpschen an einer Kreuzung platziert.
Regelmäßige Veranstaltungen Zu den regelmäßigen Festen in Koisdorf zählen die St. Wendelinus Kirmes Sportfest der Sportfreunde Koisdorf Möhneklaaf des Möhneclubs Koisdorf Karnevalssitzung der Sportfreunde Koisdorf Maiball/Maiumzug des Junggesellenvereins Koisdorf Käskömpchefest der Chorgemeinschaft und der Feuerwehr Koisdorf
Literatur Günter Haffke: Geschichte von Koisdorf. In: Jürgen Haffke, Bernhard Koll (Hrsg.): Sinzig und seine Stadtteile – gestern und heute. Sinzig 1983.
Weblinks
Geschichtliche Informationen zu Koisdorf bei regionalgeschichte.net
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Ahrweiler Kategorie:Geographie (Sinzig) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ahrweiler) Kategorie:Ersterwähnung 1192 Kategorie:Gemeindeauflösung 1969 Kategorie:Ortsbezirk von Sinzig