Horwagen ist ein Gemeindeteil des Marktes Bad Steben im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Horwagen liegt in der Gemarkung Bobengrün.
Geografie Das Dorf bildet mit Bobengrün im Nordosten eine geschlossene Siedlung. Im Ort entspringt ein namenloser rechter Zufluss des Bobengrüner Bachs. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Bobengrün zur Staatsstraße 2198 (0,8 km nordöstlich) bzw. nach Ziegelhütte (0,6 km westlich).
Marmorbruch in Horwagen mini|Marmorbruch in Horwagen (2011) 1882 nahm der Marmorsteinbruch Horwagen seinen Betrieb auf. Der Steinbruchbetrieb wurde in den frühen 1990er Jahren eingestellt. Im Juni 2005 verlieh das Bayerische Staatsministerium für Umwelt dem Marmorbruch Horwagen das Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“. Dort war bis Anfang der 1990er Jahre Flaserkalk, bekannt unter dem Handelsnamen Deutsch-Rot, abgebaut worden.
Geschichte Horwagen gehörte zur Realgemeinde Bobengrün. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Horwagen aus sechs Anwesen (4 Halbhöfe, 2 halbe Gütlein). Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Kasten- und Richteramt Lichtenberg. Das bayreuthische Kastenamt Thierbach war Grundherr sämtlicher Anwesen.M. Körner: Naila, S. 289.
Von 1797 bis 1810 unterstand Horwagen dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Horwagen dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Marxgrün und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Bobengrün zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Horwagen am 1. Mai 1978 nach Bad Steben eingemeindet.
Ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 11: Eingeschossiges, verputzt massives Kleinhaus, wohl spätes 18. Jahrhundert, mit Halbwalmdach und verputzten bzw. verschieferten Fachwerkgiebeltrapezen.K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 25. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 38 75 58 67 69 61 71 67 52 57HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 6 10 10 13 11 14 20Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 773.
Religion Horwagen ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Walburga (Untersteben) gepfarrt (seit 1910 ist die Lutherkirche (Bad Steben) die Hauptkirche).
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Bad Steben) Kategorie:Ort im Landkreis Hof