mini|hochkant|Kirche St. Martin Xocourt ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins.

Geographie Xocourt liegt in der Landschaft Saulnois, 34 Kilometer südlich von Metz, 16 Kilometer nordwestlich von Château-Salins und zweieinhalb Kilometer nordwestlich von Delme auf einer Höhe zwischen 224 und 400 m über dem Meeresspiegel, die mittlere Höhe beträgt 300 m. Das Gemeindegebiet umfasst 4,88 km². Das Dorf erstreckt sich an Osthang des schmalen, bis 400 m Höhe erreichenden Höhenzuges Côte de Delme. Der Höhenzug ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen (Réserve Naturelle de la Côte de Delme).

Geschichte Das kleine Dorf gehörte früher zum Bistum MetzEugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 505 (books.google.de). und wurde 1661 von Frankreich annektiert. Ältere Ortsbezeichnungen sind Xowolcourt (15. Jh.), Xevocourt (1566) und Xocourt, Chocourt (1719).Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 1046 (books.google.de).

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins, Bezirk Lothringen, im Reichsland Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Feldfrüchte-, Obst- und Weinanbau. Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags an Frankreich abgetreten werden. Während des Zweiten Weltkriegs war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.

1915–1919 trug das Dorf den eingedeutschten Namen Schollhofen bzw. 1940–1944 Schellhofen.

Wappen Das Gemeindewappen zeigt das Emblem des Kapitels der Kathedrale von Metz, das in Xocourt begütert war. Die Dreiecksform symbolisiert den Mantel ala Attribut des Heiligen Martins, des Schutzpatrons von Xocourt.Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019Einwohner 63 62 53 46 40 49 74 98

Sehenswürdigkeiten Kirche St. Martin

Literatur Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 178 (books.google.de).

Belege

Weblinks

Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Ehemaliger Weinbauort in Frankreich