Gandrange (deutsch Gandringen, lothringisch Guedléng oder Gandréngen) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen).

Geografie Die Gemeinde Gandrange liegt etwa zwölf Kilometer südlich von Thionville und 20 Kilometer nördlich von Metz, nahe der Mündung der Orne in die Mosel. Zusammen mit den Gemeinden Amnéville, Hagondange, Mondelange, Talange und Richemont bildet Gandrange ein geschlossenes Siedlungsgebiet.

Geschichte Der Ort wurde erstmals 848 als Goderingas erwähnt, als Gaudrange im Jahr 1793, seit 1659 zu Frankreich gehörend. Zur Gemeinde Gandrange gehört seit 1812 der Weiler Boussange, der erstmals im Jahre 1115 als Bolsingen erwähnt wurde. Dann Bolsanges/Bolsenges (1128), Bolsingen (1515), Bolsinga (1544), Bussingen (17. Jahrhundert), Bolsinguen (1686), Bolzange (1801), Bolzingen (19. Jh.)Duclos - dictionnaire général de la France (1851), Bussingen (1871–1918 und 1940–1944). Auch während der Zeit der Zugehörigkeit zum Deutschen Reich (1871–1918) blieb Französisch Amts- und Umgangssprache. Der Ort wurde im Zweiten Weltkrieg abermals von den Deutschen besetzt, die im November 1940 einen Teil der Einwohner vertrieben; am 6. September 1944 wurde der Ort wieder befreit. Von 1790 bis 1902 gehörte auch Amnéville zur Gemeinde Gandrange.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019Einwohner 1475 2706 2579 2296 2370 2542 2634 3028

Sehenswürdigkeiten ehemalige Kirche Saint-Hubert ehemalige Kirche Saint-Pierre neue Kirche Saint-Pierre Reformierte Kirche

Verkehr Der Bahnhof Gandrange-Amnéville liegt an der Bahnstrecke Saint-Hilaire-au-Temple–Hagondange.

Persönlichkeiten Charles Nicolas Abel (1824–1895), Jurist, Weinbergbesitzer und Mitglied des deutschen Reichstags

Weblinks

Fotodokumentation Stahlwerk Gandrange

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Ersterwähnung 848 Kategorie:Weinbauort in Frankreich