Die san-marinesischen Euromünzen sind die in San Marino in Umlauf gebrachten Euromünzen der gemeinsamen europäischen Währung Euro.
Rechtsgrundlage und Umfang der Prägerechte San Marino ist zwar kein Mitglied in der Europäischen Union, befindet sich aber seit den ersten Verträgen mit dem neu gegründeten Italienischen Königreich vom 22. März 1862 (siehe Geschichte San Marinos) in einer Währungsunion mit Italien. Zur Einführung des Euro schloss Italien im Namen der EU am 29. November 2000 einen Vertrag mit San Marino., abgerufen am 15. April 2014. Doch dies war nur der formelle Abschluss: Schon am 16. Dezember 1998 wurde in San Marino das Gesetz erlassen, das die Einführung zum 1. Januar 1999 regelte. Die Einführung des Bargeldes erfolgte genauso wie in Italien. Prägungskontingente für san-marinesische Euromünzen werden von Italien abgezogen.
Eine Neufassung der Währungsvereinbarung wurde am 27. März 2012 unterzeichnet. Abgerufen am 14. April 2014. Darin wird festgelegt, dass die wertmäßige Obergrenze für die jährliche Ausgabe von Euro-Münzen durch die Republik San Marino von einem Gemischten Ausschuss berechnet wird als Summe aus
einem festen Anteil, dessen anfänglicher Betrag für das erste Jahr nach dem Inkrafttreten der Vereinbarung auf 2.600.000 Euro festgesetzt wird. Der Gemischte Ausschuss kann den festen Anteil jährlich neu bestimmen, um sowohl der Inflation Italiens als auch etwaigen signifikanten Entwicklungen auf dem Markt für Euro-Sammlermünzen Rechnung zu tragen;
einem variablen Anteil, der der in den letzten zwölf Monaten in Italien pro Kopf ausgegebenen durchschnittlichen Anzahl von Münzen, multipliziert mit der Einwohnerzahl der Republik San Marino, entspricht.
San Marino hat weiterhin das Recht, auf Scudo lautende Goldmünzen auszugeben, die jedoch außerhalb des Staatsgebiets nicht den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels haben. Diese beschränkte Gültigkeit gilt auch für alle Sondermünzen auf Euro, die einen anderen Nennwert als den der Umlaufmünzen haben.
Umlaufmünzen Erste Prägeserie (2002–2016) Die Münzen wurden vom Hamburger Bildhauer František Chochola entworfen, sie haben die Geschichte und die Baudenkmäler San Marinos zum Inhalt. Daher findet sich auf jeder Münze das Signet des Künstlers Ch.Signet von František Chochola, abgerufen am 22. September 2014. Dargestellt sind:
1 Cent: Festungsturm „Il Montale“ (13. Jahrhundert) 2 Cent: Freiheitsstatue von Stefano Galletti (1883–1905) auf der „Piazza della Libertà“, dem Platz vor dem Regierungspalast 5 Cent: Festungsturm „La Guaita“ (10./11. Jahrhundert) 10 Cent: „Basilica del Santo“ (Basilika des Hl. Marinus), 1826 im Stil des Klassizismus erbaut 20 Cent: Der heilige Marinus, nach einem Gemälde Bartolomeo Gennaris (1594–1661), abgerufen am 27. Juni 2017. 50 Cent: Die drei Festungstürme San Marinos („La Guaita“, „Cesta“, „Il Montale“) 1 Euro: Wappen San Marinos 2 Euro: Palazzo Pubblico, 1884–1894 erbauter Regierungspalast (und zugleich Rathaus)
Auf jeder Münze stehen der Schriftzug SAN MARINO und der Buchstabe R für die Prägestätte Rom. Rechts unten auf den Münzen finden sich die Initialen des Graveurs, ELF (Ettore Lorenzo Frapiccini), und die Abkürzung INC (für incidit: graviert von).
Die ab 2007 neu gestaltete Vorderseite der Euromünzen (neue Europakarte) wurde in San Marino erst 2008 eingeführt.
+ Abbildungen der san-marinesischen Euromünzen | Nationale Seite 0,01 € 0,02 € 0,05 € 106px|1 Cent 121px|2 Cent 137px|5 Cent Festungsturm Montale Freiheitsstatue Festungsturm Guaita 0,10 € 0,20 € 0,50 € 128px|10 Cent 144px|20 Cent 157px|50 Cent Basilika von San Marino Der heilige Marinus Die drei Türme Guaita,Cesta und Montale 1,00 € 2,00 € Rand der 2-€-Münze 150px|1 Euro 169px|2 Euro 200px Wappen der RepublikSan Marino Regierungspalast(Palazzo Pubblico) Sechsmal abwechselnd die Zahl„2“ und „★“ (ein Stern), abwechselndaufrecht und um 180° gedreht.
Zweite Prägeserie (ab 2017) Folgende Motive sind dargestellt: 1 Cent: Wappen San Marinos, entworfen von Antonella Napolione („A.N.“) und graviert von Maria Grazia Urbani („U“). Alle anderen Nominale wurden entworfen vom Designer Arno LudwigArno und Vera Ludwig, Münzdesigner, abgerufen am 26. Juni 2017. („AL“): 2 Cent: Porta San Francesco, während der Kreuzzüge im 13. Jahrhundert als Schutz gegen die Armee der Malatesta erbautes Stadttor, modelliert von Ettore Lorenzo Frapiccini („E.L.F.“) 5 Cent: Kapuzinerkirche St. Quirino, erbaut 1549,St. Quirino, San Marino, abgerufen am 13. Februar 2017. mit dem 1928 von Edoardo Collamarini (1863–1928) errichteten Denkmal Franz von Assisis, dessen Skulptur Silverio Montaguti (1870–1947) schuf, modelliert von Maria Angela Cassol („M.A.C.“) 10 Cent: Fassade der 1361 erbauten Klosterkirche Chiesa di San Francesco, modelliert von Maria Carmela Colaneri („M.C.C.“) 20 Cent: Die drei Festungstürme San Marinos („Il Montale“, „Cesta“, „La Guaita“), modelliert von Claudia Momoni („MOMONI“) 50 Cent: Der heilige Marinus, Detail eines 1894 geschaffenen Gemäldes von Emilio Retrosi (1858–1911), im Saal des Regierungspalastes Palazzo PubblicoL’apparizione di San Marino al suo popolo, Gemälde von Emilio Retrosi, 1894, abgerufen am 27. Juni 2017., modelliert von Uliana Pernazza (lignierte Initialen („UP“)) 1 Euro: Festungsturm „Cesta“ (13. Jahrhundert), modelliert von Luciana De Simoni (lignierte Initialen „LDS“) 2 Euro: Der heilige Marinus, nach einem 1640 von Giovan Battista Urbinelli (1605–1663) geschaffenen AltarbildMarinus, Altarbild von Giovan Battista Urbinelli, San Marino. aus dem Kloster Santa Chiara (heute im Staatsmuseum San Marino), modelliert von Silvia Petrassi (lignierte Initialen „SP“)
Auf jeder Münze stehen der Schriftzug SAN MARINO und der Buchstabe R für die Prägestätte Rom.
+ Abbildungen der san-marinesischen Euromünzen | Nationale Seite 0,01 € 0,02 € 0,05 € 106px|1 Cent 121px|2 Cent 137px|5 Cent Wappen San Marinos Porta San Francesco St. Quirino 0,10 € 0,20 € 0,50 € 128px|10 Cent 144px|20 Cent 157px|50 Cent Chiesa di San Francesco Festungstürme „Il Montale“,„Cesta“ und „La Guaita“ Hl. Marinus 1,00 € 2,00 € Rand der 2-€-Münze 150px|1 Euro 169px|2 Euro 200px Festungsturm „Cesta“ Hl. Marinus Sechsmal abwechselnd die Zahl„2“ und „★“ (ein Stern), abwechselndaufrecht und um 180° gedreht.
2-Euro-Gedenkmünzen