mini|Das Logo der X850 Die Radeon-X-Serie ist eine Serie von Desktop-Grafikchips der Marke ATI Technologies und wurde in den Jahren 2004 und 2005 als Nachfolger der Radeon-9000-Serie veröffentlicht. Sie ist damit die vierte Generation der Grafikprozessoren mit dem Namen ATI Radeon. Abgelöst wurde sie von der Radeon-X1000-Serie. Hauptkonkurrent war die Nvidia-GeForce-6-Serie.

Grafikprozessoren Quads Die verwendeten Grafikchips bestehen aus sogenannten „Quads“. Damit wird hauptsächlich die Anzahl der verwendeten Rendering-Pipelines und die damit verbundenen Pixelshader gekennzeichnet, aber auch die Anzahl an VPUs ist davon abhängig. Pro Quad erhöht sich die Anzahl der Rendering-Pipelines und der Pixelshader um vier, ab dem dritten Quad wird auch die Anzahl der VPUs um je zwei erhöht.

Grafikprozessoren Innerhalb der Radeon-X-Serie kommen verschiedene Grafikprozessoren zum Einsatz, die sich hinsichtlich der Fertigungstechnik und der 3D-Fähigkeiten unterscheiden. Im Gegensatz zu ihrer Konkurrenzserie von Nvidia beherrscht die X-Serie von ATI noch keinen Pixelshader 3.0, der für neue Effekte genutzt werden kann. Mit Pixelshader 2.0b sind weniger Effekte möglich. Ein Großteil der Grafikprozessoren der Radeon-X-Serie wurde für PCI-Express entwickelt, mit Hilfe des Rialto-Chips von ATI können diese Grafikprozessoren jedoch auch an AGP angebunden werden.

Grafik-Chip Fertigung Render-Pipelines DirectX/OpenGL-Version Schnitt-stelle Prozess Transi-storen Die-Fläche Quad-Anzahl Pipes ×TMU × VPU RV370 110 nm 75 Mio. 74 mm² 1 Quad 4 × 1 × 2 9.0b / 2.0 PCIe RV380 130 nm 92 mm² RV410 110 nm 120 Mio. 156 mm² 2 Quads 8 × 1 × 2 R420 130 nm 160 Mio. 281 mm² 4 Quads 16 × 1 × 6 AGP 8x R423 289 mm² PCIe R430 110 nm 240 mm² R480 130 nm 297 mm² R481 AGP 8x

Namensgebung mini|ATI Radeon X850XT Platinum Edition mini|ATI X700 mini|hochkant|Radeon X550 GPU Alle Grafikchips werden mit einer dreistelligen Nummer bezeichnet, die generell mit einem „X“, also die römische Ziffer für 10, beginnen. Die erste Ziffer teilt die Familie in verschiedene Marktsegmente auf. Die zweite und dritte Ziffer dienen zu einer weiteren Diversifizierung. Diese Modelle sind nochmals in verschiedene Varianten unterteilt, die mit einem entsprechenden Kürzel hinter der Modellnummer gekennzeichnet werden. Das führt zu einer insgesamt sehr großen Vielfalt von Modellbezeichnungen.

Aufteilung X3xx / X5xx: Low-Cost X6xx / X7xx: Mainstream X8xx: High-End

Buchstabenkürzel CF – Crossfire-Masterkarte SE – abgeschwächte Standard-Version, das langsamste Modell eines Segmentes LE – leicht abgeschwächte Standard-Version GT – Budgetversion eines Chips mit deaktivierten Quads, langsamer als die „Standard“-Version [kein Suffix] – „Standard“-Version Pro – Budgetversion eines Chips, leistungsfähiger als die „Standard“-Version GTO – Chip im High-End-Segment, ein Quad deaktiviert, leistungsschwächere XL-Version XL – Leistungsfähigerer Chip im High-End-Segment, alle Quads sind aktiviert, jedoch etwas leistungsschwächer als die XT-Version XT – Leistungsfähigerer Chip in allen Segmenten, alle Quads sind aktiviert XT PE (PE: Platinum Edition) – Der leistungsfähigste Einkernchip im High-End-Segment

Weitere Kürzel wie „RX“, „GTO2“, „XXL“, „Ultimate“, „Silentpipe“ oder „Performance Edition“ sind keine offiziellen Bezeichnungen von ATI, sondern Marketingnamen einzelner Grafikkartenhersteller, mit denen auf besondere Eigenschaften hingewiesen werden soll.

Modelldaten Modell OffiziellerLaunch Grafikprozessor (GPU) Grafikspeicher Typ AktivierteQuads Taktin MHz FüllrateMT/s Größein MB Taktin MHz Typ Speicher-interface Bandbreitein GB/s Radeon X300 SE Aug. 2004 RV370 1 Quad 325 1300 64128256 200 DDR 64 Bit 3,2 Radeon X300 64128 128 Bit 6,4 Radeon X550 Jul. 2005 400 1600 128256 250 64 Bit 4,0 128 Bit 8,0 Radeon X600 Pro Jul. 2004 RV380 300 9,6 Radeon X600 XT 500 2000 370 11,8 Radeon X700 SE Sep. 2004 RV410 2 Quads 400 3200 256 250 8,0 Radeon X700 350 11,2 Radeon X700 Pro Okt. 2004 425 3400 430 GDDR3 13,8 Radeon X700 XT fand nie statt 475 3800 525 16,8 Radeon X800 SE Okt. 2004 R420R423 425 3400 400 256 Bit 25,6 Radeon X800 GT Aug. 2005 R420R423R430R480R481 475 3800 128256 490 31,4 Radeon X800 Dez. 2004 R420R430 3 Quads 400 4800 350 22,4 Radeon X800 Pro Jun. 2004 R420R423 475 5700 256 450 28,8 Radeon X800 GTO Sep. 2005 R423R430R480R481 400 4800 128256512 490 31,4 Radeon X800 XL Dez. 2004 R430 4 Quads 6400 256512 500 32,0 Radeon X800 XT Jun. 2004 R420R423R480R481 500 8000 256 Radeon X800 XT PE R420R423R481 520 8320 560 35,8 Radeon X850 Pro Mrz. 2005 R430R480R481 3 Quads 500 6000 500 33,3 Radeon X850 XT R480R481 4 Quads 520 8320 540 34,6 Radeon X850 XT PE Dez. 2004 540 8640 590 37,8

Hinweise Die angegebenen Taktraten sind die von AMD empfohlenen oder festgelegten. Allerdings liegt die finale Festlegung der Taktraten in den Händen der jeweiligen Grafikkarten-Hersteller. Daher ist es durchaus möglich, dass es Grafikkarten-Modelle gibt oder geben wird, die abweichende Taktraten besitzen.

Auch obliegt es den Herstellern, ob die finale Grafikkarte einen PCIe- oder einen AGP-Anschluss aufweist, denn GPUs mit nativer PCIe-Schnittstelle lassen sich mit Hilfe eines Brückenchips auch für AGP-Grafikkarten nutzen. Die obige Tabelle enthält keine ATI All-in-Wonder-Grafikkarten mit Radeon-Chips (AIW). Trotz zum Teil gleichlautender Namensgebung (außer dem „All-in-Wonder“ statt Radeon) werden teilweise andere Chips verwendet.

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