William „Bill“ Sylvester (* 31. Januar 1922 in Oakland, Kalifornien; † 25. Januar 1995 in Sacramento, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler.
Leben und Karriere William Sylvester wurde als Sohn des italienischen Einwanderers Joseph Silvester (1899–1941) und der Amerikanerin Gertrude Bailey (1898–1957) im kalifornischen Oakland geboren. Dort gab er auch 1941 sein Debüt als Theaterschauspieler. Nach einem Einsatz bei der United States Navy im Zweiten Weltkrieg ließ sich der junge Mann ab 1947 dauerhaft in Großbritannien nieder, wo er Schauspiel an der Royal Academy of Dramatic Art studierte. Sein Filmdebüt machte Sylvester unter Regie von Edward Dmytryk in Haus der Sehnsucht aus dem Jahre 1949.
Sylvester verbrachte weite Teile seiner Schauspielkarriere in Großbritannien; mit seinem amerikanischen Akzent besetzte er im britischen Film und Fernsehen eine Nische, indem er oftmals Rollen als Amerikaner übernahm. In der Welle an britischen Kriegsfilmen während der 1950er-Jahre war er beispielsweise mehrfach in Rollen als amerikanischer Soldat zu sehen. Zudem kam Sylvester in dieser Zeit zu einigen Hauptrollen in Low-Budget-Produktionen, darunter in Maurice Elveys Thriller House of Blackmail (1953) sowie an der Seite von Paulette Goddard in Terence Fishers Film noir A Stranger Came Home (1954). In den 1960er-Jahren hatte er Hauptrollen in vier Horrorfilmen: Gorgo, Devil Doll, Die Gruft der toten Frauen und Der Todesengel. Seinen wahrscheinlich berühmtesten Filmauftritt hatte er im Jahr 1968: In Stanley Kubricks Filmklassiker 2001: Odyssee im Weltraum verkörperte er den amerikanischen Raumfahrtfunktionär Dr. Heywood Floyd, welcher Protagonist des zweiten der insgesamt vier Teile des Science-Fiction-Filmes ist.
Bald nach der Premiere von 2001 zog Sylvester in die Vereinigten Staaten zurück, musste sich dort jedoch überwiegend mit Auftritten als Gastdarsteller in Fernsehserien wie Bonanza oder Der Sechs Millionen Dollar Mann begnügen. In Kinofilmen spielte er lediglich noch kleinere Rollen, beispielsweise als ein deutscher Offizier zu Beginn des Films Die Hindenburg (1975). Im Jahr 1976 hatte er eine feste Rolle in der wenig erfolgreichen Science-Fiction-Serie Gemini Man, die nach einer Staffel eingestellt wurde. Zuletzt stand er 1983 als Gastdarsteller für die Krimiserie Quincy vor der Kamera, insgesamt umfasst Sylvesters filmisches Schaffen über 85 Film- und Fernsehproduktionen. Er verbrachte seinen Lebensabend in Kalifornien, wo er 1995 kurz vor seinem 73. Geburtstag starb. In zweiter Ehe war er von 1955 bis zur Scheidung 1964 mit der britischen Schauspielerin Veronica Hurst (1931–2022) verheiratet, mit der er drei Söhne hatte.
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Einzelnachweise
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