miniatur|Pierre Franckh, 2014
Pierre Franckh (* 1. Mai 1953 in Heilbronn) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Regisseur, Unternehmer und Autor.
Biografie Pierre Franckh ist der jüngste Sohn der Schauspielerin Ursula Franckh und des Schauspielers Hans Heinz Franckh. Bereits als Sechsjähriger stand er auf der Bühne. Mit zehn Jahren gab er sein Filmdebüt in dem Kinofilm Das Haus in Montevideo (1963) von Helmut Käutner. In Pepe, der Paukerschreck (1969) spielte er einen von seinem Onkel und Direktor (Theo Lingen) ans Mommsen-Gymnasium eingeschleusten Schüler-Spion, der sich aber schließlich anpasst. Seitdem wirkte er in vielen Kinofilmen mit, stand häufig auf Theaterbühnen wie dem Residenztheater München, dem Renaissance-Theater Berlin und trat in Stuttgart und Frankfurt am Main auf.
Im Fernsehen war er in über 350 Fernsehproduktionen zu sehen. In Serien wie Derrick oder Der Alte übernahm er Charakterrollen und komödiantische Rollen in zahlreichen Fernsehspielen (Der Tannenzweig, Weißblaue Geschichten, beide im ZDF). Von 1976 bis 1978 moderierte er Hit-Kwiss, die erste Popmusik-Quiz-Sendung für Jugendliche, mit Hits und Stars aus internationalen Hitparaden, die über drei Jahre erfolgreich im Ersten lief, ein Novum in der deutschen Fernsehgeschichte.Pierre Franckh als Moderator auf pierre-franckh.de, abgerufen am 22. Februar 2014. 1986 wirkte er in einer seinerzeit umstrittenen Folge Gewalt im Spiel der Erfolgsserie Die Schwarzwaldklinik mit, in der das Thema Vergewaltigung thematisiert wurde.wunschliste.de
In einigen Episoden der Fernsehreihe Tatort spielte er den Assistenten des Kommissars (z. B. Acht, neun – aus oder Verdeckte Ermittlung) und bei RTL auch den Kommissar selbst (Immer wenn sie Krimis liest). In der RTL-Serie Der Mann ohne Schatten war er neben Hans Peter Hallwachs als Ermittler zu sehen. Als Synchronsprecher lieh Franckh u. a. Martin Short in ¡Drei Amigos!, Steve Zahn in National Security und Chow Yun-Fat in Bulletproof Monk – Der kugelsichere Mönch seine Stimme.
1995 spielte er im preisgekrönten Film Der Totmacher von Romuald Karmakar an der Seite von Götz George und Jürgen Hentsch. Seit 1996 widmet sich Pierre Franckh verstärkt der Autorentätigkeit. Im April 1998 gründete er zusammen mit seiner Ehefrau Michaela Merten die Talking Stick Film Productions. Im Jahr 2000 gab er mit dem Kinofilm Und das ist erst der Anfang sein Debüt als Autor und Regisseur. Im Jahr 2002 lief Costa-Gavras’ Film Der Stellvertreter, in dem Franckh die Rolle des Pastor Wehr spielte, auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin im Wettbewerb.
Familie Pierre Franckh ist seit 1992 mit Michaela Merten verheiratet und lebt in München. 1993 kam eine gemeinsame Tochter auf die Welt. Sie sind seit 2015 gemeinsam selbstständig im Bereich Persönlichkeitsentwicklung tätig.
Filmografie (Auswahl) 1962: Peter Pan 1963: Südfrüchte 1963: Das Haus in Montevideo 1964: Lausbubengeschichten 1966: Spielplatz 1968: Sie schreiben mit – Die Chauffeursmütze 1969: Die Lümmel von der ersten Bank – Pepe, der Paukerschreck 1970: Frisch, fromm, fröhlich, frei 1970: Der Kommissar – ...wie die Wölfe 1972: Cabaret 1972: Der Kommissar – Tod eines Schulmädchens 1972: Der Kommissar – Blinde Spiele 1973: Der Kommissar – Tod eines Buchhändlers 1974: Unter Ausschluß der Öffentlichkeit (Fernsehreihe) 1974: Unser Walter (7 Episoden) 1975: Verbrechen nach Schulschluß 1975: Derrick – Hoffmanns Höllenfahrt 1976: Derrick – Pecko 1976: Bier und Spiele (Fernsehserie, 14 Folgen) 1976–1978: HIT KWISS – (Moderation, SDR 45-minütiges Musikquiz) 1977: Tatort – Spätlese 1977: Polizeiinspektion 1 – Die Reportage 1978: Polizeiinspektion 1 – Glücksspiele 1978: Ausgerissen! Was nun? 1979: Tödliche Botschaft (The Lady Vanishes) 1979: Der Alte – Der Abgrund 1979: Die Geschichte der Anna Wildermuth 1980: Derrick – Unstillbarer Hunger 1980: Grenzfälle 1980: Sonntagskinder 1981: Merlin (Fernsehserie) 1981: Derrick – Das sechste Streichholz 1981: Manni, der Libero 1982: Tatort – So ein Tag … 1982: Ein bisschen Halleluja 1982: Tatort – Tod auf dem Rastplatz 1983: Tatort – Der Schläfer 1983: Der Alte – Kahlschlag 1983: Polizeiinspektion 1 – Die Fortuna-Verkehrs-GmbH 1983: Ravioli 1984: Derrick – Tödlicher Ausweg 1984: Vor dem Sturm 1984: Tatort – Verdeckte Ermittlung 1985: Diese Drombuschs 1985: Unsere schönsten Jahre (4 Episoden) 1985: Tatort – Acht, neun - aus! 1986: Mütter und Töchter 1986: Die Schwarzwaldklinik – Gewalt im Spiel 1987: Großstadtrevier – Fotos aus Ibiza 1988: Der Alte – Freispruch 1988: Ein Heim für Tiere (Fernsehserie, eine Folge) 1989: Bodo – Eine ganz normale Familie 1989: Rivalen der Rennbahn (Fernsehserie, 7 Folgen) 1989: Tatort – Keine Tricks, Herr Bülow 1991: Tatort – Rikki 1992: Der Tanz auf dem Seil 1993: Sylter Geschichten 1993: Glückliche Reise – Puerto Rico 1993: Die Männer vom K3 – Tanz auf dem Seil 1994: Die Botschafterin 1994: Tatort – Der Rastplatzmörder 1994: Immer wenn sie Krimis liest 1994: Ihre Exzellenz, die Botschafterin (Fernsehserie, 1 Folge) 1995: Tatort – Eine mörderische Rolle 1995: Der Totmacher 1995: Der Alte – Folge 204: Am hellichten Tage 1995–1999: Aus heiterem Himmel 1996: Derrick – Bleichröder ist tot 1996: Der Alte – Folge 222: Der Tod schreibt das Ende 1997: Derrick – Pornoccio (die Hauptrolle spielt seine Frau Michaela Merten) 1997: Rosenzweigs Freiheit 1998: Frankfurter Kreuz 1998: Derrick – Anna Lakowski 1998: Derrick: Das Abschiedsgeschenk (weibl. Hauptr. Michaela Merten) 1998: Medicopter 117 – Jedes Leben zählt 1999: The Heart and the Sword 2000: Und das ist erst der Anfang (Buch und Regie) 2001: Zwei Brüder – Abschied – TV – ZDF 2001: Im Namen des Gesetzes 2002: Der Stellvertreter 2003: SOKO 5113 – Match over 2003: Edel & Starck – Knastbruder Felix 2004: Unser Charly – Gewagter Einsatz (Fernsehserie)
Synchronrollen (Auswahl) Michael Bowen 1983: als Bill Reed in Falcon Crest 1987: als Jack Harm in Ein Engel auf Erden
Filme 1974: Ekkehardt Belle als Pauli in Es war nicht die Nachtigall 1980: Christopher Atkins als Richard in Die blaue Lagune 1990: Michael Biehn als Lt. James Curran in Navy Seals – Die härteste Elitetruppe der Welt 1992: Tim Curry als Hector, Hotelconcierge in Kevin – Allein in New York 1993: Michael Jeter als Pater Ignatius in Sister Act 2 – In göttlicher Mission 2005: Bill Bailey als Wal in Per Anhalter durch die Galaxis
Serien 1981: als Verkehrspolizist in Die Märchenbraut 1993–1994: als Wusel (1. Stimme) in Als die Tiere den Wald verließen 1995: Harry Anderson als Harry „The Hat“ Gittes in Cheers
Hörspiele 1987 Geheimagent Lennet erster Auftrag 1987 Geheimagent Lennet und der Auftrag "Nebel" 1987 Geheimagent Lennet und die Astronauten
Werke Das Gesetz der Resonanz, Koha, 2008 ISBN 978-3-86728-701-2 Glücksregeln für die Liebe. Koha, Burgrain 2004 (NA. 2010), ISBN 978-3-936862-50-8: Erfolgreich wünschen: 7 Regeln wie Träume wahr werden. Koha, Burgrain 2005, ISBN 978-3-936862-66-9. Papa, erklär mir die Welt … ich erkläre dir meine mit Julia Franckh, illustriert von Eugen Stross, Pattloch, München 2005, ISBN 978-3-629-01359-0. mit Michaela Merten: Der ganz alltägliche Beziehungswahnsinn. Ariston, München 2007, ISBN 978-3-7205-4000-1. Einfach glücklich sein! 7 Schlüssel zur Leichtigkeit des Seins. Goldmann, München 2008, ISBN 978-3-442-33793-4. 365 Tage erfolgreich wünschen. arsEdition, München 2009, ISBN 978-3-7607-4970-9. 365 Tage einfach glücklich sein! arsEdition, München 2010, ISBN 978-3-7607-4411-7. Wünsch Dich schlank: 11 Schlüssel zum idealen Wunschgewicht. Koha, Burgrain 2010, ISBN 978-3-86728-114-0. Heute ist ein guter Tag, weil … Mein Glücks-Tagebuch. Südwest, München 2010, ISBN 978-3-517-08686-6. Das Geheimnis der Wunschkraft. 49 Schlüssel zur Wunschverstärkung. Königsfurt-Urania, Krummwisch 2010, ISBN 978-3-86826-716-7. Heute ist ein guter Tag – Kalender 2013. Irisiana, München 2011, ISBN 978-3-424-15153-4. Einfach erfolgreich sein – Lebe deinen Traum. Arkana, München 2011, ISBN 978-3-442-33890-0. Die 77 erfolgreichsten Wunschregeln. Koha, Burgrain 2011, ISBN 978-3-86728-143-0. 21 Wege, die Liebe zu finden Knaur, München 2011, ISBN 978-3-426-87586-5. mit Michaela Merten: Nicht ohne meinen Rettungsring : Glücksmomente für den Alltag. Südwest, München 2012, ISBN 978-3-517-08783-2. 7 Glücksregeln für die Wunschfigur. Mit 30 Schlankrezepten. Gräfe und Unzer, München 2012, ISBN 978-3-8338-2402-9. Erfülle deine Herzenswünsche. Korsch, Gilching 2018, ISBN 978-3-7827-9480-0. Finde deinen Seelenpartner: wie du dich für die Liebe deines Lebens öffnest. Gräfe und Unzer, München 2021, ISBN 978-3-8338-7792-6.
Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München, Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 254.
Weblinks
Website von Pierre Franckh
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Synchronsprecher Kategorie:Motivationstrainer Kategorie:Darstellender Künstler (Deutschland) Kategorie:Autor Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann