Der Deutsche Schulpreis ist eine Auszeichnung, die von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung zusammen mit der ARD und Die Zeit Verlagsgruppe (ehemals mit dem ZDF und dem Magazin stern) an Schulen mit hervorragender pädagogischer Praxis verliehen wird. Für die Bewertung werden anspruchsvolle Kriterien herangezogen, die die Schule als leistungsorientierten Ort ansehen, aber auch als demokratischen Lebens- und Lernort.

Geschichte Der Preis wird jährlich vergeben. Jedes Jahr werden bis zu 15 Schulen für den Preis nominiert. Im Rahmen einer Preisverleihung werden die sechs Preisträger bekanntgegeben: Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, fünf weitere Preise mit je 25.000 Euro. Ferner gibt es seit einigen Jahren auch für jene Schulen, die zwar nominiert, aber nicht ausgezeichnet wurden, Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro.

Der Preis war 2006 und 2007 mit 50.000 Euro für den Hauptpreisträger und mit jeweils 10.000 Euro für vier weitere Schulen dotiert. Seit der Verleihung 2008 wurde die Dotierung auf 100.000 bzw. 25.000 Euro angehoben und zusätzlich mit je 15.000 Euro dotiert ein „Preis der Jury“ und ein „Preis der Akademie“ ausgelobt. Seit 2012 gibt es keinen „Preis der Akademie“ mehr, dafür beträgt die Preissumme des „Preises der Jury“ 25.000 Euro.

Erstmals verliehen wurde der Preis im Jahr 2006. Er hat unter Bildungspreisen den höchsten Stellenwert in Deutschland. So wird er fast immer vom Bundespräsidenten oder dem Bundeskanzler vergeben; die Verleihungen, die in der Regel in Berlin stattfinden, werden im Fernsehen übertragen (bisher meist auf Phoenix).

2015 haben die Träger des Deutschen Schulpreises die Deutsche Schulakademie ins Leben gerufen und auch den Schulpreis selbst weiterentwickelt. So kamen 2017 ein Schulentwicklungsprogramm und ein Forschungsprogramm dazu.

Neben dem Hauptpreis wurden 2019 fünf Schulen mit 25.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Die übrigen neun Schulen aus der Endauswahl bekamen Trostpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro.

Preisgelder Preisgeber sind: Robert Bosch Stiftung, Heidehof Stiftung, ARD und Die Zeit Verlagsgruppe.

Jahr Hauptpreis Nebenpreise besondere Preise Bemerkungen 2006–2007 50.000 10.000 - 1 Haupt-, 4 Nebenpreise. 2008–2011 100.000 25.000 15.000 1 Haupt-, 4 Nebenpreise, 1 Preis der Jury, 1 Preis der Akademie. 2012–2018 100.000 25.000 25.000 1 Haupt-, 4 Nebenpreise, 1 Preis der Jury. 2019– 100.000 25.000 5.000 1 Haupt-, 5 Neben-, 9 Nominierungspreise.

Qualitätsbereiche Die sechs Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises sind auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung und der Praxis der Preisträgerschulen definiert worden und werden ständig überprüft und aktualisiert. Die Qualitätsbereiche stellen Anforderungen in diesen Bereichen.

Leistung Umgang mit Vielfalt Unterrichtsqualität Verantwortung Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner Schule als lernende Institution

Jury Das Auswahlgremien besteht aus einer Jury. Dem Gremium gehören Fachleute aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Politik an.

Preisverleihungen In den folgenden Tabellen sind alle Schulen aufgeführt, die bei den jeweiligen Preisverleihungen dabei waren. Ferner ist die damalige Schulform angegeben, unter anderem bedingt durch Schulreformen auf Landesebene hat sich bei einigen Schulen der Status mittlerweile geändert.

2006 Insgesamt bewarben sich in diesem Jahr 481 Schulen. (PDF; 45 kB), 11. Dezember 2006 Der Hauptpreis wurde vom damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler überreicht. Schule Schulart Gemeinde Bundesland AnmerkungGrundschule Kleine KielstraßeGrundschuleDortmundNordrhein-WestfalenHauptpreisträgerIntegrierte Gesamtschule Franzsches FeldGesamtschuleBraunschweigNiedersachsenPreisträgerMax-Brauer-SchuleGesamtschuleHamburg-AltonaHamburgPreisträgerStaatliche Jenaplan-SchuleGrund- und Regelschule mit gymnasialer OberstufeJenaThüringenPreisträgerOffene Schule WaldauGesamtschuleKassel-WaldauHessenPreisträgerBodensee-Schule St. MartinGrund-, Haupt- und WerkrealschuleFriedrichshafenBaden-WürttembergKasper-Hauser-SchuleFörderschuleÜberlingenBaden-WürttembergStephen-Hawking-SchuleHeimsonderschuleNeckargemündBaden-WürttembergLeopold-Ullstein-RealschuleRealschuleFürthBayernJean-Piaget-OberschuleHauptschuleBerlin-HellersdorfBerlinWerner-Stephan-OberschuleHauptschuleBerlin-TempelhofBerlinHumboldt-GymnasiumGymnasiumPotsdamBrandenburgGrundschule am Pfälzer WegGrundschuleBremen-OsterholzBremenClara-Grunwald-SchuleGrundschuleHamburg-AllermöheHamburgGrundschule HarmonieGrundschuleEitorfNordrhein-WestfalenFreiherr-vom-Stein-GymnasiumGymnasiumBündeNordrhein-WestfalenChemnitzer SchulmodellGrund- und MittelschuleChemnitzSachsenLobdeburgschuleRegelschuleJena-LobedaThüringen

2007 Insgesamt nahmen 2007 170 Schulen teil, davon wurden 40 Schulen zur Weitergabe an die erste Jurysitzung ausgewählt, davon vierzehn Schulen von Juryteams besucht und in einer zweiten Jurysitzung noch zehn nominiert. Den Hauptpreis überreichten die damalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der Sprecher der Familie Bosch, Christof Bosch. Schule Schulart Gemeinde Bundesland AnmerkungRobert-Bosch-GesamtschuleIntegrierte GesamtschuleHildesheimNiedersachsenHauptpreisträgerHelene-Lange-SchuleIntegrierte GesamtschuleWiesbadenHessenPreisträgerFriedrich-Schiller-GymnasiumGymnasiumMarbach am NeckarBaden-WürttembergPreisträgerCarl-von-Linné-SchuleFörderschuleBerlin-LichtenbergBerlinPreisträgerMontessori-OberschuleOberschule mit integrierter PrimarstufePotsdamBrandenburgPreisträgerDer RavensbergBerufliches GymnasiumKiel-RavensbergSchleswig-HolsteinGymnasium NeckartenzlingenGymnasiumNeckartenzlingenBaden-WürttembergIGS Hannover-ListIntegrierte GesamtschuleHannover-ListNiedersachsenLaagbergschuleGrundschuleWolfsburg-LaagbergNiedersachsenWaldhofschuleGrund- und FörderschuleTemplinBrandenburg

2008 Insgesamt nahmen 250 Schulen an diesem Wettbewerb teil. In einem mehrstufigen Verfahren wurden zunächst 50 Schulen in einer Vorrunde ausgewählt. 20 Schulen von ihnen wurden von einer Expertenkommission besucht und anschließend aus diesen 14 Finalisten ausgewählt. Unter den Bewerbern waren 63 Grundschulen, 52 Gymnasien, 48 Schulen mit kombinierten Schularten, 35 Förderschulen, 27 Gesamtschulen, 15 Realschulen und 10 Hauptschulen. Mit 49 bzw. 43 Schulen bewarben sich aus Nordrhein-Westfalen und Bayern die meisten Schulen. Mit etwas Abstand folgt mit 25 Schulen Baden-Württemberg auf Platz 3.Dem Lernen Flügel verleihen Den Hauptpreis überreichten Horst Köhler und Christof Bosch, weitere Laudatoren waren Herbert Knaup, Eberhard Brandes, Clueso, Matthias Steiner, Thomas Bellut und Thomas Osterkorn. Schule Schulart Gemeinde Bundesland AnmerkungWartburg-GrundschuleGrundschuleMünsterNordrhein-WestfalenHauptpreisträgerIntegrierte Gesamtschule Bonn-BeuelIntegrierte GesamtschuleBonn-BeuelNordrhein-WestfalenPreisträgerSchule am VoßbargFörderschuleRastedeNiedersachsenPreisträgerGrund- und Hauptschule mit Werkrealschule AltingenGrund-, Haupt- und WerkrealschuleAmmerbuch-AltingenBaden-WürttembergPreisträgerGymnasium Schloß NeuhausGymnasiumPaderborn-Schloß NeuhausNordrhein-WestfalenPreisträgerWerkstattschule BremerhavenWerkstattschuleBremerhavenBremenPreis der JuryGrundschule im GrünenGrundschuleBerlin-MalchowBerlinPreis der AkademieBodensee-Schule St. MartinGrund-, Haupt- und WerkrealschuleFriedrichshafenBaden-Württembergzum zweiten Mal nominiertErich-Kästner-GesamtschuleGrundschule und Integrierte GesamtschuleHamburg-Farmsen-BerneHamburgErika-Mann-GrundschuleGrundschuleBerlin-WeddingBerlinIntegrierte Gesamtschule FlensburgIntegrierte GesamtschuleFlensburg-FruerlundSchleswig-HolsteinGesamtschule WinterhudeGrundschule und Integrierte GesamtschuleHamburg-WinterhudeHamburgOscar-Paret-SchuleHaupt-, Werkreal-, Realschule und GymnasiumFreiberg am NeckarBaden-WürttembergPeter-Paul-Cahensly-SchuleBerufliches GymnasiumLimburg an der LahnHessen

2010 Die Ausschreibung für den deutschen Schulpreis 2010 begann am 15. Mai 2009 und endete zum 30. September 2009. (PDF; 37 kB) Insgesamt bewarben sich 162 Schulen. (PDF; 48 kB), Planet Schule Erstmals überreichte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Hauptpreis. Schule Schulart Gemeinde Bundesland AnmerkungSophie-Scholl-SchuleFörderzentrum und Schule für KrankeBad HindelangBayernHauptpreisträgerOberstufen-KollegGymnasiale OberstufeBielefeldNordrhein-WestfalenPreisträgerRealschule am EuropakanalRealschuleErlangenBayernPreisträgerGrundschule SüdGrundschuleLandau in der PfalzRheinland-PfalzPreisträgerWaldhofschule TemplinGrundschuleTemplinBrandenburgPreisträger; zum zweiten Mal nominiertSchule Am ParkGrund-, Förder- und Regionale SchuleBehrenhoffMecklenburg-VorpommernPreis der JuryFirstwald-GymnasiumGymnasiumMössingenBaden-WürttembergPreis der AkademieAlbert-Schweitzer-GymnasiumGymnasiumMarlNordrhein-WestfalenEgbert-Gymnasium der BenediktinerGymnasiumSchwarzach am Main-MünsterschwarzachBayernErich-Kästner-RealschuleRealschuleGladbeckNordrhein-WestfalenGesamtschule KaiserplatzIntegrierte GesamtschuleKrefeldNordrhein-WestfalenGrundschule am OrdensgutGrundschuleSaarbrückenSaarlandGrundschule im DorfGrundschuleHerdeckeNordrhein-WestfalenGymnasium Neuhaus am RennwegGymnasiumNeuhaus am RennwegThüringenHauptschule Wiesentfelser StraßeHauptschuleMünchen-NeuaubingBayern

2011 In der Endauswahl waren 119 Schulen., Robert Bosch Stiftung, Robert Bosch StiftungDer Deutsche Schulpreis geht an die IGS Göttingen, Deutschlandfunk: Campus und Karriere vom 10. Juni 2011 Der Hauptpreis wurde vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff überreicht. Schule Schulart Gemeinde Bundesland AnmerkungGeorg-Christoph-Lichtenberg-GesamtschuleIntegrierte GesamtschuleGöttingen-GeismarNiedersachsenHauptpreisträgerGanztagsschule Johannes GutenbergSekundarschuleWolmirstedtSachsen-AnhaltPreisträgerGemeinschaftsschule HackenbergGrundschuleRemscheid-HackenbergNordrhein-WestfalenPreisträgerJohann-Schöner-GymnasiumGymnasiumKarlstadtBayernPreisträgerMarktschule BremerhavenGrundschuleBremerhavenBremenPreisträgerHeinz-Brandt-SchuleIntegrierte SekundarschuleBerlin-WeißenseeBerlinPreis der AkademieGenoveva-GymnasiumGymnasiumKölnNordrhein-WestfalenPreis der JuryDon Bosco Berufsschule zur sonderpädagogischen FörderungBerufliche FörderschuleWürzburgBayernMartin-Kneidl-VolksschuleGrundschuleGrünwaldBayernGanztagsgrundschule BorchshöheGrundschuleBremen-VegesackBremenSchule An der GartenstadtGrundschuleHamburg-WandsbekHamburgEduard-Dietrich-SchuleGrundschuleRatingenNordrhein-WestfalenErich-Gutenberg-BerufskollegBerufliches GymnasiumBündeNordrhein-WestfalenGesamtschule FriedenstalGesamtschuleHerfordNordrhein-WestfalenGeschwister-Scholl-GesamtschuleGesamtschuleDortmund-BrackelNordrhein-Westfalen

2012 Beworben hatten sich insgesamt 122 Schulen. Der Hauptpreis wurde dieses Jahr von Bundespräsident a. D. Roman Herzog überreicht, womit zum ersten Mal kein amtierender Politiker diese Aufgabe übernahm.