mini|300px|Gedenktafel am Geburtshaus vom Oskar Loew in Marktredwitz Oskar Loew (* 2. April 1844 in Marktredwitz; † 26. Januar 1941 in Berlin) war ein deutscher Chemiker.
Arbeit Loew war der letzte Schüler von Justus von Liebig. 1909 veröffentlichte er eine Arbeit über den Kalkfaktor, in der er aufzeigte, dass für das optimale Wachstum der Pflanzen ein bestimmtes Verhältnis von Calcium zu Magnesium im Boden vorhanden sein muss.O. Loew: Grundsätze bei Düngung mit Kalk und Magnesia. (PDF; 432 kB). In: Prakt. Blätter für Pflanzenbau und Pflanzenschutz. Band VII, 1909, S. 77. Zu seinen weiteren Arbeitsgebieten gehört die Synthese von Formaldehyd aus Methanol und die Wirkung kleiner Giftmengen.
Loew ging 1893 auf Einladung der Landwirtschaftlichen Abteilung der Universität Tokio nach Japan und lehrte dort Agrikulturchemie, hochgeschätzt als Lehrer und Praktiker, bis zum Ausscheiden 1907.Siehe Ramming: Japan-Handbuch. Berlin 1941. Er führte die Arbeit von Oskar Kellner weiter und hatte viele Schüler, darunter Suzuki Umetarō.S. Noma (Hrsg.): Loew, Oscar. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 901.
Loew wurde auf dem Parkfriedhof Lichterfelde beigesetzt.
Ehrungen und Mitgliedschaften Oskar Loew ist Ehrenbürger von Marktredwitz. Im Jahr 1891 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.
Schriften Der Kalkbedarf des Menschen, 1916 Das Calcium im Leben der Haustiere, 1939 Ein natürliches System der Gift-Wirkungen Wolff & Lüneburg, München 1893.
Literatur
M. Kinkowski: Oscar Loew. 1844–1941. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. Band 74, 1941, S. 901.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Tokio) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert) Kategorie:Ehrenbürger von Marktredwitz Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1844 Kategorie:Gestorben 1941 Kategorie:Mann