Tamil-FilmproduktionenAshish Rajadhyaksha, Paul Willemen: Encyclopaedia of Indian Cinema, Oxford University Press, New Delhi, revised edition 1999, S. 30–32 Jahr Anzahl 1931–1935 64 1936–1940 185 1941–1945 93 1946–1950 117 1951–1955 184 1956–1960 299 1961–1965 264 1966–1970 339 1971–1975 366 1976–1980 535 1981–1985 743 1986–1990 815 1991–1995 852

Der tamilische Film entsteht hauptsächlich in Chennai in Tamil Nadu. Die tamilische Filmindustrie wird in Anlehnung an ihren Entstehungsort Kodambakkam in Chennai und an die Hindi-Filmindustrie „Bollywood“ auch „Kollywood“ genannt. Die Struktur der Filme ist dem Hindi-Film zwar ähnlich, doch zeichnen sich Kollywood-Filme durch die Sprache Tamilisch und durch mehr Innovationsfreude aus. Auch spielen Kampfkunstelemente eine größere Rolle als in Bollywood-Filmen, was der tamilischen Filmindustrie in den letzten Jahren sogar gewisse Exportmöglichkeiten im ostasiatischen Raum bot (u. a. Japan). Oft werden erfolgreiche tamilische Filme in der Mumbaier Filmindustrie adaptiert und mit anderen Stars neu gedreht. Viele Regisseure und Schauspieler des tamilischen Films haben auch erfolgreiche Hindi-Filme gedreht, so Mani Ratnam, Rajinikanth, Kamal Haasan oder Madhavan. Zu den erfolgreichsten Schauspielern des tamilischen Films gehören Sivaji Ganesan und der spätere Chief Minister Tamil Nadus M. G. Ramachandran.

Literatur Theodore Baskaran: The Eye of the Serpent: An Introduction to Tamil Cinema. Madras: East West Books, 1996. Selvaraj Velayutham (Hrsg.): Tamil Cinema. The cultural politics of India's other film industry. London / New York: Routledge, 2008.

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