Die Österreichische Fußballmeisterschaft 1975/76 wurde vom Österreichischen Fußball-Bund ausgerichtet. Als Unterbau zur Bundesliga diente die eingleisig geführte Nationalliga. Als dritte Leistungsstufe fungierten die Regionalliga Ost (Wien, Niederösterreich, Burgenland) sowie die Landesligen von Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark.

Erste Leistungsstufe – Bundesliga Allgemeines Die Meisterschaft in der Bundesliga wurde mit 10 Mannschaften bestritten, die während des gesamten Spieljahres je viermal aufeinander trafen. Die Spielgemeinschaft zwischen Austria und WAC konnte erstmals gemeinsam Österreichischer Fußballmeister werden; beide Vereine hatten bereits zuvor den Titel gewinnen können. Als Österreichischer Meister konnte man sich zudem für den Europacup der Landesmeister 1977 qualifizieren, wo die Spielgemeinschaft allerdings in der ersten Runde ausschied. Cupsieger Rapid durfte am Europacup der Cupsieger 1977 teilnehmen, wo die Mannschaft ebenso in der ersten Runde ausschied. Der Vorjahresmeister, die Spielgemeinschaft zwischen Wattens und Wacker Innsbruck, sowie SV Austria Salzburg vertraten Österreichs Fußball im UEFA-Cup 1977; beide erreichten das Sechzehntelfinale.

Mit Austria Klagenfurt musste der Letztplatzierte der Meisterschaft absteigen. Er wurde mit der Vienna durch den Meister der zweitklassigen Nationalliga in der kommenden Saison ersetzt.

Abschlusstabelle

(M) Österreichischer Meister 1974/75 (C) ÖFB-Cup-Sieger 1974/75 (N) Neuaufsteiger der Saison 1974/75

Aufsteiger Nationalliga: First Vienna FC 1894

Torschützenliste

siehe auch Liste der besten Torschützen Österreichs

Meistermannschaft Hubert Baumgartner, Erich Schreitl – Erich Obermayer, Günther Pospischil, Herbert Prohaska, Felix Gasselich, Wilhelm Pöll, Johann Samer, Julio César Morales, Alberto Martínez, Robert Sara, Josef Sara, Karl Daxbacher – Hans Pirkner, Friedrich Drazan, Kurt Leitner, Heinz Hengster, Ernst Baumeister – Trainer: Karl Stotz

Zweite Leistungsstufe – Nationalliga Allgemeines Die Meisterschaft in der Nationalliga wurde mit 16 Mannschaften bestritten, die während des gesamten Spieljahres je zweimal aufeinander trafen. Der Meister der Nationalliga, die Vienna, stieg in die Bundesliga auf, die drei Letztplatzierten ab. Rapid Lienz musste den Gang in die Kärntner Landesliga antreten, Rätia Bludenz musste in die Vorarlberger Landesliga und der Kapfenberger SV in die steirische Landesliga absteigen. Der Aufstieg in die Nationalliga war komplizierter geregelt, da in dieser Saison eine asymmetrische dritte Leistungsstufe bestand: Der Meister der Regionalliga Ost, Kremser SC, stieg direkt auf, in Ausscheidungsspielen ermittelten die sechs Landesmeister weitere zwei Aufsteiger: SC Amateure St. Veit/Glan (Gruppe Mitte) und SC Schwarz-Weiß Bregenz (Gruppe West).

Abschlusstabelle

(A) Absteiger der Saison 1974/75 (N) Neuaufsteiger der Saison 1974/75 (RG) Gewinner der Relegation der Saison 1975/76

Aufsteiger Regionalliga Ost: Kremser SC

Qualifiziert über die Relegation Gruppe Mitte (Landesliga Kärnten, Oberösterreich, Steiermark): SC Amateure St. Veit/Glan (Relegation zur 2. Division) Gruppe West (Salzburger Liga, Landesliga Tirol, Landesliga Vorarlberg): SC Schwarz-Weiß Bregenz (Relegation zur 2. Division)

Dritte Leistungsstufe Regionalliga Ost In der Regionalliga Ost fixierte der Kremser SC die Meisterschaft.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger der Saison 1974/75 (N) Neuaufsteiger der Saison 1974/75

Aufsteiger Landesliga Burgenland: SC Neusiedl am See Landesliga Niederösterreich: FC Waidhofen/Ybbs Wiener Liga: SV Wienerberg

Landesliga Kärnten In Kärnten sicherte sich der SC Amateure St. Veit/Glan die Meisterschaft und ist für die Relegationsspiele in der Gruppe Mitte für die Nationalliga berechtigt. Leider liegen keine Informationen über den Tabellenendstand dieser Saison vor.

1. Landesliga Oberösterreich In Oberösterreich errang der SK Amateure Steyr den Meistertitel.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger der Saison 1974/75 (N) Neuaufsteiger der Saison 1974/75 (RV) Verlierer der Relegation der Saison 1974/75

Aufsteiger SV Ried

Salzburger Liga In Salzburg konnte der 1. Halleiner SK den Meistertitel sichern.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger der Saison 1974/75 (N) Aufsteiger der Saison 1974/75

Aufsteiger: SC Tamsweg

Landesliga Steiermark In der Steiermark feierte der WSV Liezen den Meistertitel und ist für die Relegationsspiele in der Gruppe Mitte für die Nationalliga berechtigt.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger der Saison 1974/75 (N) Neuaufsteiger der Saison 1974/75 (RV) Verlierer der Relegation der Saison 1974/75

Aufsteiger WSV Judenburg Frohnleiten

Landesliga Tirol In Tirol erspielte die WSG Wattens den Meistertitel.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger der Saison 1974/75 (N) Neuaufsteiger der Saison 1974/75 (RV) Verlierer der Relegation der Saison 1974/75

Aufsteiger SV Hall

Landesliga Vorarlberg In Vorarlberg wurde die Schwarz-Weiß Bregenz Meister.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger der Saison 1974/75 (N) Neuaufsteiger der Saison 1974/75 (RV) Verlierer der Relegation der Saison 1974/75

Aufsteiger: FC Götzis und FC Koblach

Relegation Relegation zur 2. Division

Gruppe Mitte Qualifikationsrunde Entscheidungsrunde Legende: (K): Landesliga Kärnten, (O): Landesliga Oberösterreich, (St): Landesliga Steiermark

Gruppe West Entscheidungsrunde

Abschlusstabelle

Legende: (S): Salzburger Liga, (T): Landesliga Tirol, (V): Landesliga Vorarlberg

Literatur Anton Egger, Kurt Kaiser: Österreichs Fußball-Bundesliga von A-Z, Chronik ab 1974. Verlag Anton Egger, Fohnsdorf 1995. Josef Huber: Tagebuch des Jahrhunderts, Fußball-Österreich von 1901 bis 2000. Verlag Wolfgang Drabesch, Wien 2000.

Weblinks Saison 1975/76 bei austriasoccer.at Saison 1975/76 bei rsssf.org

Einzelnachweise

Osterreichische Fussballmeisterschaft 1975/76 #1975/76