Ratten ist eine österreichische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Weiz in der Steiermark.

Geografie Ratten liegt etwa 25 Kilometer nördlich der Bezirkshauptstadt Weiz zwischen Pretulalpe und Joglland im oberen Feistritztal in einer Seehöhe zwischen 740 und 1656 Meter über dem Meer. Die höchsten Erhebungen sind Steinriegel () und Pretul ().

Die Gemeinde hat eine Fläche von 28,71 Quadratkilometer. Davon sind 33 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 58 Prozent Wald und 5 Prozent Almen.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Grubbauer () Kirchenviertel ()

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Grubbauer und Kirchenviertel.

Nachbargemeinden

Geschichte Der Ort wird 1340 als in der Roeten erwähnt. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Ab dem Jahr 1922 gab es den Bergbau Ratten-St. Kathrein im Ort. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark. Am 26. Juli 1944 wurde eine amerikanische Boeing B-17 von deutschen Jagdflugzeugen abgeschossen, wobei fünf Besatzungsmitglieder den Tod fanden.Absturz einer B-17 bei Ratten am 26. Juli 1944, Webseite regiowiki.at, abgerufen am 14. Dezember 2014

1945 bis 1955 war Ratten Teil der britischen Besatzungszone in Österreich. 1960 wurde der letzte Stollen, der „Friedensstollen“ geschlossen. Das ehemalige Bergwerksdorf ist heute ein Urlaubs- und Erholungsort.

Oktober 2014 wird durch eine Erweiterung auf 21 Windräder der Windpark auf der Rattener Alm / auf dem Berg Steinriegel (vor dem in Oberzeiring) zum größten in hochalpiner Lage.https://steiermark.orf.at/news/stories/2674295/ Größter hochalpiner Windpark in Betrieb, ORF.at, 17. Oktober 2014 Am Windpark Steinriegel 1 aus 2005 mit 34 Gigawattstunden Jahresstromerzeugung aus 10 Rädern ist Wienenergie zu 85 % beteiligt. Die 11 Räder des Windparks Steinriegel 2 (45 GWh/a) gehören Wienenergie zur Gänze.http://www.wienenergie.at/eportal2/ep/channelView.do?pageTypeId=67829&channelId=-48260#69350 Windpark Steinriegel, Website Wienenergie, abgerufen am 7. Juni 2015.

Bevölkerungsentwicklung

mini|hochkant|Rosenkranzkapelle

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Kirchenviertel, Pfarrkirche zum hl. Nikolaus

Katholische Pfarrkirche Ratten hl. Nikolaus Rosenkranzkapelle aus dem Jahre 1664 Museum „Bergbau Ratten“ Blasmusikmuseum Ratten

Wirtschaft und Infrastruktur Tourismusverband Die Gemeinde bildete gemeinsam mit Birkfeld, Fischbach, Miesenbach, Rettenegg, Strallegg, St. Kathrein am Hauenstein, St. Jakob im Walde, Waldbach-Mönichwald, Wenigzell und Vorau bis 2021 den Tourismusverband „Joglland-Waldheimat“. Dessen Sitz war in der Gemeinde St. Jakob im Walde.Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 307. S. 626. Im Zuge der steirischen Tourismusstrukturreform 2021 wurde der Tourismusverband Joglland – Waldheimat mit den anderen Oststeirischen Tourismusverbänden zusammengelegt.

Bildung In Ratten bestehen:Gemeinde Ratten: Bildung und Erziehung (abgerufen am 29. Mai 2015) eine Volksschule und eine Mittelschule.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat von Ratten setzt sich aus insgesamt 15 Mitgliedern zusammen. Nach der Gemeinderatswahl 2015 stellte die SPÖ erstmals die absolute Mandatsmehrheit in der Gemeinde und lag damit vor der ÖVP, die mit 35 % der Stimmen auf ihren historischen Tiefststand im ehemals traditionell bürgerlichen Dorf gefallen war. Indes konnte die FPÖ ihren Stimmenanteil von rund 5 % kaum verändern und verpasste daher zum zweiten Mal in Folge den Einzug in den Gemeinderat. + Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse: Partei20252020 2015 2010 2005 20001995Sti.%M.Sti.%M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.Sti.%M. SPÖ409559412559 518 60 10 399 45 7 397 45 7 235 29 4215254 ÖVP269365309416 302 35 5 387 43 7 421 48 7 435 54 9480569 FPÖ63913140 47 5 0 46 5 0 56 6 1 58 7 1100121 Bürgerliste Rattennicht kandidiertnicht kandidiert nicht kandidiert 58 7 1 nicht kandidiert nicht kandidiertnicht kandidiert Die Grünennicht kandidiertnicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 84 10 16471 Wahlberechtigte904950 993 997 1.007 972987 Wahlbeteiligung83 %81 % 89 % 90 % 88 % 84 %88 %

Bürgermeister Thomas Heim (SPÖ) wurde in seinem Amt als Bürgermeister wiedergewählt.Meine Woche vom 29. Mai 2015: Ratten: Bürgermeister, Vize und Kassier einstimmig gewählt (abgerufen am 29. Mai 2015)

Dem Gemeindevorstand gehören weiters die Vizebürgermeisterin Daniela Zapf (SPÖ) und der Gemeindekassier Hannes Pimeshofer (ÖVP) an.

Wappen 80px|links Mit Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung besitzt Ratten seit 1. Mai 1975 das Recht zur Führung des Gemeindewappens.Gemeinde Ratten: Das Gemeindewappen (abgerufen am 29. Mai 2015)

Wappenbeschreibung: „In einem durch Wellenschnitt von Silber zu Grün gespaltenen Schild vorn drei grüne Nadelbäume, hinten das silberne Bergwerkszeichen über drei (1:2) silbernen Kugeln.“

Das Wappen wurde vom damaligen Direktor der Hauptschule Ratten Johann Allmer entworfen. Die Wellenlinie in der Mitte des Wappens symbolisiert den Fluss Feistritz, der die Tallandschaft prägt. Die drei Nadelbäume sollen den Waldreichtum im Gemeindegebiet darstellen. Das Bergwerkszeichen erinnert an den bis 1960 erfolgten Braunkohlebergbau. Die drei Kugeln sind das Symbol für den Hl. Nikolaus, den Patron der Pfarrkirche von Ratten.

Städtepartnerschaften 25px Seit 1978 besteht eine offizielle Partnerschaft mit der Gemeinde Waldalgesheim, Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz in .

Persönlichkeiten Ehrenbürger 1964: Franz Wegart (1918–2009), LandesratKleine Zeitung (28. Juli 1964), S. 10. 1982: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann 2022: Herbert Sinz (1922) Alt.Bgm.der Partnergemeinde Waldalgesheim (Rheinland/BRD) 2025: Thomas Schnubert (1977), Vize-General der französischen Garde (Straßburg) Söhne und Töchter der Gemeinde Franz Anton Gindl (1786–1841), Bischof der Diözese Brünn 1832–1841, Bischof der Diözese Gurk 1841 Maria Mosbacher (* 1953), Politikerin (SPÖ) Erich Buchebner (* 1954), MusikerErich Buchebner auf der Seite von Wolfgang Ambros

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1340 Kategorie:Joglland