Prüfening ist der historische Name eines Ortes bei Regensburg, der auf das Kloster Prüfening, ein ehemaliges Benediktinerkloster in Großprüfening zurückgeht.

Heute unterteilt sich Prüfening in drei Orte:

Großprüfening, Ortsteil der Stadt Regensburg am rechten, südlichen Donauufer Kleinprüfening, Ortsteil der Gemeinde Sinzing am linken, nördlichen Donauufer Stadtteil Prüfening, der sich im Wesentlichen auf das Gebiet Äußerer Westen mit Rennplatz im Westenviertel der Stadt Regensburg erstreckt

Siehe auch: Kloster Prüfening, ehemaliges Benediktinerkloster in Großprüfening Prüfeninger Weiheinschrift, hochmittelalterliche Inschrift aus dem Jahre 1119 im Kloster Prüfening Wolfger von Prüfening, Mönch sowie Bibliothekar und Gelehrter im 12. Jahrhundert im Kloster Prüfening

Von einheimischen Prüfeningern wird der Ort Prüfling oder Priefling ausgesprochen. Das eigentliche alte Dorf Großprüfening liegt zwischen der Kreuzung der beiden Bahnlinien von Regensburg nach Nürnberg und Ingolstadt sowie der Donau. Der Bahnhof Prüfening hat Haltestellen zweier Bahnlinien, einer nach Nürnberg und einer nach Ingolstadt. Bis 1967 verkehrte auch noch das Allinger Bockerl bis zum Dorf Alling. 1985 wurde auf dieser Strecke auch der Güterverkehr eingestellt. Auf dem Gelände des ehemaligen Benediktinerklosters, das außerhalb des alten Dorfes liegt, betrieb der ehemalige Rittmeister Franz Dobs nach dem Zweiten Weltkrieg eine Reitschule, von der die Stallungen des Klosters sowie eine größere Scheune als Reithalle benützt wurden. Mitte der 50er Jahre zog die Reitschule Dobs auf das Gelände der fürstlichen Rennbahn um, auf dem eine neue größere Reithalle errichtet wurde. Als Stallungen dienten die der Rennbahn. Das Klostergelände gehört dem Fürstenhaus von Thurn und Taxis. Auf ihm befand sich auch eine kleine Sternwarte. Pater Emmeram, ein Mitglied der fürstlichen Familie, versuchte das Kloster wieder zu beleben, allerdings ohne Erfolg. Im sogenannten Herrenhaus auf dem Klostergelände waren nach dem Krieg Flüchtlinge untergebracht. Nachdem im Zweiten Weltkrieg die Kirche und die Schule Prüfenings zerstört worden waren, diente ein Raum in der Schlosswirtschaft als Grundschule. Die Klosterkirche St. Georg diente nun als Gemeindekirche. Im Dorf befanden sich zwei Gastwirtschaften und einige Handwerksbetriebe sowie landwirtschaftliche Familienbetriebe. Die Autofähre über die Donau, eine motorlose sogenannte Gierseilfähre, wurde von der Familie Hofmeister betrieben. Der Pfarrhof mit einer Taufkapelle liegt nahe der Kreuzung der Bahnlinien.