Stella Rebekka Palau (gesch. Schweigert, gesch. Hähnel; * 1972 in Berlin) ist eine deutsche ehemalige Politikerin (NPD) und freiberufliche Fotografin.
Sie war aufgrund ihrer Funktion als Bundessprecherin des Rings Nationaler Frauen beim NPD-Bundesparteitag im November 2006 und im Mai 2008 als Beisitzerin Mitglied des Bundesvorstandes der Partei. Bis 2009 war sie im NPD-Bundesvorstand für das Referat Familie tätig.
Leben Tätigkeit in rechtsextremen Organisationen Ende der 1990er Jahre wurde Stella Palau NPD-Mitglied. Als eine der Anführerinnen des „Skingirlfreundeskreises Deutschland“ (SFD) zeichnete sie für die Website des SFD verantwortlich. Nach Auflösung des SFD im Jahr 2000 wurde sie Anfang 2001 eine der Mitgründerinnen der „Gemeinschaft Deutscher Frauen“ (GDF).
Nach der Scheidung von ihrem bisherigen Ehemann, dem Berliner Neonazi Oliver Schweigert, übte sie mit ihrem neuen Lebensgefährten und späteren Ehemann, dem „nationalen Liedermacher“ Jörg Hähnel, gemeinsam den NPD-Vorsitz in Berlin-Pankow aus, wurde im Jahr 2007 im Berliner Landesvorstand der NPD als Beisitzerin sowie als Pressesprecherin des Landesverbandes tätig und veröffentlichte in der NPD-Parteizeitung Deutsche Stimme.
Zusammen mit Gitta Schüßler und Judith Rothe gründete sie im September 2006 den Ring Nationaler Frauen (RNF), eine bundesweite Unterorganisation der NPD, und wurde dessen Pressesprecherin und stellvertretende Vorsitzende. Auf dem NPD-Bundesparteitag am 11. und 12. November 2006 wurde sie als RNF-Vertreterin und zweite Frau neben Doris Zutt in den NPD-Bundesvorstand für das Referat Familie aufgenommen. Nochmals wurde Palau im Mai 2008 in ihrer Funktion als Bundessprecherin des RNF als Beisitzerin in den Bundesvorstand der NPD aufgenommen. Im Juli 2009 verursachte sie durch einen Misstrauensantrags den Rücktritt der RNF-Vorsitzenden Gitta Schüßler. Bis Mitte Oktober 2009 wurde sie zusammen mit Judith Rothe kommissarische Nachfolgerin der Vorsitzenden des RNF, Gitta Schüßler. Zur Vorsitzenden des RNF wurde Mitte Oktober Edda Schmidt gewählt.
Wie ihr Ehemann Jörg Hähnel war Palau Mitglied der Ende März 2009 verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend.
Für die Bundestagswahl 2009 kandidierte sie als Direktkandidatin der NPD im Wahlkreis 63: Dahme-Spreewald – Teltow-Fläming III – Oberspreewald-Lausitz I und bei Landtagswahl in Brandenburg 2009 auf Platz 6 der Landesliste. Bei beiden Wahlen scheiterte die NPD an der Fünf-Prozent-Hürde. Im März 2013 wurde sie Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Dahmeland, der aus den Landkreisen Teltow Fläming und Dahme-Spreewald besteht und 2014 30 Mitglieder hatte.
Für die Bundestagswahl 2013 wurde Palau von der NPD auf Platz 2 der Landesliste Brandenburg gewählt. Für die Landtagswahl in Brandenburg 2014 wurde sie auf den siebten Platz der Landesliste gewählt. Bei beiden Wahlen scheiterte die NPD an der Fünf-Prozent-Hürde. Bei den Kommunalwahlen in Brandenburg 2014 erhielt die NPD 1,4 % der Stimmen und Hähnel gelangte so in den Kreistag des Landkreises Teltow-Fläming. 2019 trat sie nicht mehr zur Kreistagswahl an.https://www.teltow-flaeming.de/files/content/pdf_aemter/01-landraetin/oeffentlichkeitsarbeit/amtsblaetter/2019/Amtsblatt%2013-2019.pdfhttps://www.maz-online.de/lokales/teltow-flaeming/das-sind-die-kandidaten-fuer-den-kreistag-in-teltow-flaeming-RGE4T345NSYUJ7HAJUDBWJUYJ4.html
Beruflicher und privater Werdegang Stella Palau ist gelernte Bankangestellte. Am 20. April 2000, dem Geburtstag Adolf Hitlers – die Wahl des Datums war als Provokation gedacht – heiratete sie in Berlin den bekannten Neonazi Oliver Schweigert. Nach ihrer Scheidung von Schweigert ging sie eine Beziehung mit dem NPD-Funktionär und „nationalen Liedermacher“ Jörg Hähnel ein, welchen sie im Dezember 2007 heiratete und dessen Nachnamen sie annahm. Auch diese Ehe wurde später geschieden. Im Frühjahr 2006 verlagerte sie ihren Lebensmittelpunkt nach Hohen Neuendorf im Brandenburger Landkreis Oberhavel, wo sie sich leitend im Familienzentrum Hohen-Neuendorf engagierte, bis sie nach Bekanntwerden ihres rechtsextremen Hintergrundes davon ausgeschlossen wurde. 2008 zog sie mit ihrer Familie vom Hohen Neuendorf im Landkreis Oberhavel in den Landkreis Teltow-Fläming. Sie lebt dort in der Gemeinde Am Mellensee und hat drei Kinder.
Seit Februar 2017 arbeitet sie als freiberufliche Fotografin unter dem Namen Stella Rebekka Fotografie in Berlin, Teltow-Fläming und Süd-Brandenburg. Seit Ende 2022 tritt sie in der Öffentlichkeit wieder unter ihrem Geburtsnamen auf.https://web.archive.org/web/20221207032801/https://stella-rebekka.de/impressum/ Im Jahr 2023 wurden von ihr erstellte Fotografien von Demenzpatientinnen innerhalb einer Wanderausstellung in verschiedenen Seniorenwohnheimen gezeigt.https://www.maz-online.de/lokales/teltow-flaeming/luckenwalde/tf-fotografin-stella-rebekka-palau-gibt-dem-thema-demenz-ein-gesicht-wanderausstellung-derzeit-in-QZKYFTDSZJBTDNGC67EROTXK2Y.htmlhttps://seniorenzentrum-luckenwalde.de/wp-content/uploads/2023/02/web_NL_174_Mrz.pdf
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