Der Grün-Gold-Club e. V. Bremen ist ein Tanzsportverein in Bremen. Der Club wurde 1932 gegründet. Das Clubheim befindet sich seit 2019 im Bremer Ortsteil Hastedt und verfügt dort gemeinsam mit der Tanzschule Tanzarena über mehrere Tanzsäle. Darüber hinaus verfügt der Verein, der rund 500 Mitglieder hat, auch über die Möglichkeit, Räumlichkeiten in der Bremer Innenstadt zu nutzen.
Der Verein, dessen Schwerpunkt heute auf dem Formationstanzen Latein liegt, verfügt auch über Einzelpaare Standard und Latein, die auf Turniersportebene starten, sowie über eine Sparte für Jazz- und Modern Dance. 2012 wurde eine Standardformation neu gegründet. Der Tanzsportverein verfügt auch über eine Breitensportabteilung mit entsprechenden Tanzkreisen für Standard und Latein.
Geschichte Der Verein wurde 1932 gegründet. Am 29. November 1932 erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister, zunächst als Tanz Club Grün-Gold. Der Tanzclub befand sich anfangs in der Tanzschule von Gertrud Ehlers in der Bremer Innenstadt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein am 5. Februar 1948 in Grün-Gold-Club e. V. Bremen umbenannt. Nach mehreren Ortswechseln bezog der Grün-Gold-Club Bremen am 2. Juni 1962 ein Clubheim in Oberneuland. 2019 wurden der Standort in Oberneuland aufgegeben und Räumlichkeiten in Hastedt bezogen.
1964 gründete der Grün-Gold-Club Bremen zusammen mit dem TTK Grün-Weiß Vegesack den Landestanzsportverband Bremen.
Am 9. Januar 2002 schlossen sich der Grün-Gold-Club Bremen und der TSC Schwarz-Silber Bremen zusammen. Der Name des Grün-Gold-Clubs blieb dabei erhalten. Vom Zusammenschluss konnten beide Partner profitieren: Zwei Lateinformationen des TSC Schwarz-Silber starteten in der 2. Bundesliga, die Einzelpaare des Clubs tanzten erfolgreich auf den Landesmeisterschaften. Der Grün-Gold-Club wiederum führte bereits seit mehreren Jahrzehnten immer wieder Großveranstaltungen durch und arbeitete dadurch eng mit Sponsoren zusammen. Dies erlaubte insbesondere für die Formationen des TSC Schwarz-Silber eine langfristige sportliche Planung, während für den Grün-Gold-Club Bremen auch der Nachwuchs des TSC Schwarz-Silber, den dieser durch die zentrale Lage und die Zusammenarbeit mit der Tanzschule Stölting leichter rekrutieren konnte, interessant war.
Mit dem Zusammenschluss der beiden Tanzclubs bekam das Formationstanzen beim Grün-Gold-Club einen höheren Stellenwert. Das Hauptaugenmerk des TSC Schwarz-Silber Bremen, der am 11. November 1975 gegründet wurde und aus dem Tanzclub Schwarz-Silber der Tanzschule Klug hervorging, lag auf dem Formationstanz.
Heute arbeitet der Grün-Gold-Club Bremen eng mit der Tanzarena, einer Tanzschule in der Bremer Innenstadt, zusammen. Die Tanzschule läuft unter der Leitung von Roberto Albanese, Uta Albanese und Ute Logemann. Sie fördert den Nachwuchs für den Verein.
Turniere
Seit Mitte der 1960er-Jahre ist der Grün-Gold-Club Bremen Ausrichter bedeutender Tanzsportturniere, darunter
1965 Europameisterschaft Standard 1978 Europameisterschaft Latein 1984 Weltmeisterschaft der Formationen 1986 Weltmeisterschaft der Formationen 1991 Weltmeisterschaft Standard 1992 Deutsche Meisterschaft über 10 Tänze 1997 IDSF-Weltranglistenturnier der Amateure Latein 1998 IDSF-Weltranglistenturnier der Amateure Latein 1999 IDSF-Weltranglistenturnier Latein 2000 IDSF-Weltranglistenturnier Latein 2003 Deutsche Meisterschaft S-Latein 2004 Deutsche Meisterschaft der Senioren I S 2018 Deutsche Meisterschaft S-Latein Dance Sport Festival: 2019, 2022, 2023, 2024 Deutsche Meisterschaft der Formationen: 1988, 1990, 1997, 2002, 2005, 2008, 2011, 2015, 2017, 2022, 2025 Europameisterschaft der Formationen Latein: 2004, 2005, 2007, 2010 Weltmeisterschaft der Formationen Latein: 2006, 2009, 2012, 2013, 2014, 2016, 2019, 2021, 2026
Erfolge der Einzelpaare 1950er-Jahre In den 1950er-Jahren gewannen Detlef Hegemann und Ursula Kämmerer insgesamt sechsmal in Folge die Deutsche Meisterschaft im Standardtanzen (1952–1957), nachdem sie 1950 und 1951 jeweils Zweite der Deutschen Meisterschaft Standard waren. 1954 und 1955 gewann das Paar außerdem die Europameisterschaften im Standardtanzen. 1955 wurden Alf und Thea Pflüger Dritte der Deutschen Meisterschaft Standard, 1959 errangen Günter und Anneliese Meinen den zweiten Platz der Deutschen Meisterschaft Standard, Hubert Wiesner und Martha Peters wurden Dritte der Deutschen Meisterschaft Latein. 1960 wurden Günter und Anneliese Meinen Zweite der Deutschen Meisterschaft Standard. 1960er-Jahre Werner und Renate Renz erreichten 1963 bis 1965 jeweils den vierten Platz der Deutschen Meisterschaft Standard. 1964 errangen sie darüber hinaus auch den vierten Platz der Deutschen Meisterschaft Latein und den dritten Platz der Deutschen Meisterschaft über 10 Tänze. 1965 belegten sie den zweiten Platz der Deutschen Meisterschaft Latein. 1966 gewannen Werner und Renate Renz die Deutsche Meisterschaft über 10 Tänze und wurden Zweite der Deutschen Meisterschaft Standard sowie Dritte der Deutschen Meisterschaft Latein. 1967 wurden sie Zweite der Deutschen Meisterschaft Latein. 1970er-Jahre 1972 wurden Peter und Frauke Forstmann Zweite der Deutschen Meisterschaft der Senioren Standard. 1973 gewannen sie die Deutsche Meisterschaft der Senioren Standard, Adolf und Elisabeth Dippel belegten den dritten Platz. 1974 und 1975 wurden Peter und Frauke Forstmann jeweils Zweite der Deutschen Meisterschaft der Senioren. 1976 wurden William und Edda Hsu Dritte der Deutschen Meisterschaft über 10 Tänze und erreichten den vierten Platz der Deutschen Meisterschaft Latein. 1977 und 1978 wurden Peter und Frauke Forstmann Fünfte der Deutschen Meisterschaft der Senioren Standard und 1978 Norbert und Anita Willems Vierte der Deutschen Meisterschaft der Senioren Standard. 1979 wurden Peter und Frauke Forstmann Vierte und 1980 Dritte der Deutschen Meisterschaft der Senioren Standard. Norbert und Anita Willems wurden 1980 Vierte bei den Deutschen Meisterschaft der Senioren Standard. 1980er-Jahre Norbert und Anita Willems erreichten 1982 den dritten Platz, 1983 den vierten Platz, 1984 den fünften Platz und 1985 den sechsten Platz der Deutschen Meisterschaft der Senioren Standard. 1989 belegten Dirk Rosenbrock und Claudia Jarré den vierten Platz der Deutschen Meisterschaft über 10 Tänze. 1990er-Jahre 1991 Sebastian Seufert-Lins und Eva Wartjes wurden 1991 Dritte der Deutschen Meisterschaft Junioren Latein. 1994 erreichten sie den zweiten Platz, 1995 gewannen sie die Deutschen Meisterschaften Junioren Latein. Vierter Platz für Dirk Rosenbrock und Claudia Jarré bei der Deutschen Meisterschaft S-Kombination Dirk und Sabine Rosenbrock erreichten 1997 den vierten Platz der Deutschen Meisterschaft Senioren I S-Standard. 1998 werden sie Siebte, 2000 Fünfte der Deutschen Meisterschaft Senioren I S-Standard. Wilhelm und Gerda Dietz gewannen im Jahre 2000 den Deutschland-Pokal Senioren II S-Standard und den Deutschland-Pokal Senioren III S-Standard 2000er-Jahre 2001 errangen Dirk und Sabine Rosenbrock den dritten Platz der Deutschen Meisterschaft Senioren I S-Standard, Wilhelm und Gerda Dietz wurden Zweite des Deutschland-Pokal Senioren II S-Standard und gewannen erneut den Deutschland-Pokal Senioren III S-Standard. 2002 wurden Dirk und Sabine Rosenbrock Vierte der Deutschen Meisterschaft Senioren I S-Standard, Wilhelm und Gerda Dietz wurden Dritte des Deutschland-Pokal Senioren II S-Standard und gewannen wieder den Deutschland-Pokal Senioren III S-Standard. 2003 wurden Dirk und Sabine Rosenbrock Vierte der Deutschen Meisterschaft Senioren I S-Standard, Wilhelm und Gerda Dietz gewannen den Deutschland-Pokal Senioren III S-Standard. 2004 erreichten Dirk und Sabine Rosenbrock den dritten Platz der Deutschen Meisterschaft Senioren I S-Standard. 2010er-Jahre 2011 gewannen Anton Skuratov und Alona Uehlin die Deutsche Meisterschaft Kombinationen. 2014 belegten Jan Dvoracek und Malika Dzumaev den dritten Platz der Deutschen Meisterschaft S-Latein. 2018 und 2019 wurden Timur Imametdinov und Nina Bezzubova jeweils zweite der Deutschen Meisterschaft S-Latein sowie dritte der Europa- und der Weltmeisterschaft Latein. 2020er-Jahre 2020 ertanzten sich Evgeny Vinokurov und Nina Bezzubova den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft S-Latein, Zsolt Sándor Cseke und Malika Dzumaev wurden Vierte. 2021 wurden Zsolt Sandor Cseke und Malika Dzumaev Vierte bei der Deutschen Meisterschaft S Latein. 2021 ertanzten sich Daniel Dingis und Alessia Allegra Gigli Platz fünf bei der Deutschen Meisterschaft S Latein. 2022: Daniel Dingis und Alessia Allegra Gigli ertanzten sich bei der Deutschen Meisterschaft S Latein einen vierten Platz und wurden beim WDSF European Cup Dritte. Drei Titel ertanzten sich Dimitrii Kalistov und Luna Maria Albanese: Deutsche Meisterschaft Junioren II Latein, DSE European Grand Prix Junioren II B Latein und die Weltmeisterschaft Junioren II B Latein. Bei der Deutschen Meisterschaft Jugend A Latein (eine höhere Altersklasse) belegten die beiden Platz fünf. Yigit Bayraktar und Lukrecija Kuraite wurden Sieger des Deutschland Pokal Junioren I B Standard, Deutsche Meister Junioren II Standard, Deutsche Meisterschaft Junioren II Kombination, sowie 6. Platz bei der Weltmeisterschaft Junioren II Kombination, fünfter Platz bei der Deutschen Meisterschaft Junioren II Latein, Bronze beim Deutschland-Pokal Junioren I Latein. 2023: Benjamin Eiermann und Tina Zettelmeier wurden Deutsche Meisterschaft Masters II S Latein. Daniel Dingis und Alessia-Allegra Gigli wurden Vierte bei der Deutsche Meisterschaft S Latein. Dmytrii Forostianov und / Sofiia Valeeva ertanzen sich Bronze bei der Deutsche Meisterschaft Jugend A Kombination. Deutsche und Weltmeister bei den Junioren II Kombination sowie Fünfte bei der Deutschen Meisterschaft Junioren II Latein wurden Yigit Bayraktar und Lukrecija Kuraite.
Standardformation 2012 wurde im Verein eine Standardformation gegründet, die ab der Saison 2012/13 in der Regionalliga Nord Standard zu Ligawettkämpfen antrat.
2018 rückte die Mannschaft auf einen freigewordenen Startplatz in der 2. Bundesliga Standard nach.Roland von Heu: Nachnominierungen zur 2. Bundesliga Standard, Deutscher Tanzsportverband, 27. Juli 2018. Abgerufen am 30. Juli 2018. Musikalisches Thema war nun „Anastasia“. In der Saison 2019/20 trat die Mannschaft nicht an und löste sich schließlich auf.
Trainer der Mannschaft waren zuletzt Michael Wenger und Franziska Wetjen.
Lateinformationen A-Team mini|A-Team bei der Deutschen Meisterschaft der Formationen 2016 in Bamberg mini|Das A-Team bei der Deutschen Meisterschaft der Formationen 2009 in Braunschweig Das A-Team der Lateinformationen des Grün-Gold-Club startete vor dem Zusammenschluss des Grün-Gold-Club Bremen mit dem TSC Schwarz-Silber Bremen für den TSC Schwarz-Silber. Die Formation wurde 1987 gegründet. Seit 1994 wird sie von Roberto Albanese trainiert. Damals startete sie in der Oberliga Nord. Am Ende der Saison, in der die Choreografie zum musikalischen Thema „Tom Jones“ getanzt wurde, stieg die Formation 1995 in die Regionalliga Nord auf.
In den folgenden drei Saisons wurde das A-Team Norddeutscher Meister in der Regionalliga Nord, in der ersten Saison nochmal zum, allerdings überarbeiteten, musikalischen Thema „Tom Jones“ und mit veränderter Choreographie, die beiden folgenden Saisons dann zum musikalischen Thema „Gloria Estefan“, wobei Musik und Choreographie sich in beiden Saisons unterschieden.
Am 6. Juni 1998 schaffte das A-Team des TSC Schwarz-Silber Bremen im Relegationsturnier mit einem Sieg den Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Bis 2002 tanzte die Formation dann mit wechselnden Choreografien in der 2. Bundesliga: 1998/99 zur Musik aus Tanz der Vampire 1999/00 war das musikalische Thema „The Best Way To Dance Latin“ 2000/01 zur Musik von Barry Manilow 2001/02 zum musikalischen Thema „Salsa Caliente“