Der Begriff Glas-Wasser-Theorie (, transkr. teorija stakana wody; transl. ) ist eine abwertende Bezeichnung Lenins für die von der russischen Kommunistin und Frauenrechtlerin Alexandra Kollontai propagierte Sexualmoral im Sozialismus.

Kurz nach der Oktoberrevolution von 1917 war „Glas-Wasser-Theorie“ das Schlagwort. Laut dieser Theorie sollte der Umgang mit Sex genauso selbstverständlich sein wie das Trinken eines Glases mit Wasser. Mit ihrer Verteidigung der freien Liebe stand Kollontai im krassen Gegensatz zur damaligen bürgerlichen Moral. Angeblich hatte sie empfohlen, Sexualität wie ein Glas Wasser zu konsumieren. Lenin äußerte sich nach Clara Zetkin (Erinnerungen an Lenin, 1925) folgendermaßen darüber:

Laut Lenin sollte die Jugend ihre Energie auf die Revolution konzentrieren. Indirekt macht er Kollontai dafür verantwortlich, dass die Jugend durch die Theorie ganz wild geworden sei.

Literatur Clara Zetkin: Erinnerungen an Lenin.

Weblinks Teresa L. Ebert: Alexandra Kollontai und die Rote Liebe bei SoZ – Sozialistische Zeitung, April 2002 Teresa L. Ebert: Alexandra Kollontai and Red Love. solidarity-us.org

Einzelnachweise

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