Beharrlichkeit bezeichnet in der ontologischen Philosophie einen Modus der Zeit.

Griechische Antike Aristoteles verstand unter Beharrlichkeit den Zustand von Dingen, die sich entweder nicht oder regelmäßig – d. h. nicht zufällig – ändern. ()

Erkenntnistheorie Im erkenntnistheoretischen Kontext ist Beharrlichkeit nach Immanuel Kant ein Modus der Zeit, durch den das Schema der Kategorie der Substanz zu bilden ist. „Das Schema der Substanz“, so sagt Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft, „ist die Beharrlichkeit des Realen in der Zeit, das ist die Vorstellung desselben, als eines Substratum der empirischen Zeitbestimmung überhaupt, welches also bleibt, indem alles andere wechselt.“Kritik der reinen Vernunft. Riga 1781/1787, A144/183B. Etwas später definiert Kant Beharrlichkeit als „ein Dasein zu aller Zeit“.Kritik der reinen Vernunft. A242/B300.

Siehe auch Dialektik I Ging

Literatur Beharrlichkeit. In: Heinrich Schmidt (Begr.), Martin Gessmann (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch. 23. Auflage. Kröner, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-520-01323-1.

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