Die Felsengarnelen (Palaemoninae) waren als Unterfamilie der Familie der Felsen- und Partnergarnelen (Palaemonidae) zugeordnet. Nach molekularbiologischen Untersuchungen konnte der Status einer Unterfamilie allerdings nicht mehr aufrechterhalten werden. Alle Gattungen wurden ohne weitere Gruppierung der Familie Felsen- und Partnergarnelen zugeordnet.

Lebensweise Die Unterfamilie enthielt etwa neun Gattungen mit mehreren Hundert Arten, wovon ungefähr 270 Arten allein auf die Gattung der Großarmgarnelen (Macrobrachium) entfallen. Ihr Rostrum ist lang und unten und oben gesägt.

Felsengarnelen kommen weltweit im Meer, vor allem in kalten und gemäßigten Regionen, im Brackwasser und Süßwasser vor. Im Gegensatz zu den Partnergarnelen (Pontoniinae) leben sie nicht als Kommensalen in Symbiose mit anderen wirbellosen Tieren. Einige Arten aus der Gattung Urocardiella putzen jedoch ähnlich wie die Putzergarnelen Fische. Viele Arten leben räuberisch.

Gattungen Die Unterfamilie umfasste mehr als 20 Gattungen (Stand: 2015)Palaemoninae bei WoRMS World Register of Marine Species, abgerufen am 20. Januar 2016., wobei einige früher akzeptierte Gattungen nach neuerer Analyse synonymisiert werden mussten.Sammy de Grave & Christopher W. Ashelby (2013): A re-appraisal of the systematic status of selected genera in Palaemoninae (Crustacea: Decapoda: Palaemonidae). Zootaxa 3734 (3): 331–344.

Auswahl: Brachycarpus , 1888 Leander , 1849 Leptocarpus , 1950 Großarmgarnelen (Macrobrachium , 1868) Nematopalaemon , 1950 Felsengarnelen (Palaemon , 1795) Urocaridella , 1915

Literatur Helmut Debelius: Krebsführer. Jahr Verlag, 2000, ISBN 3-86132-504-7

Einzelnachweise S. De Grave, C. H. Fransen, T. J. Page: Let's be pals again: major systematic changes in Palaemonidae (Crustacea: Decapoda). PeerJ, 3, e1167, 2015. .

Weblinks

[ ITIS Report Palaemoninae]

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