Der FK BATE Baryssau (; /FK BATE Borissow, auch unter der englischen Schreibweise BATE Borisov bekannt) ist ein Fußballverein aus Baryssau, Belarus (). Die Initialen BATE stehen für Baryssau Automobil- und Traktor-Elektrik.FC BATE Borisov Der aktuelle Pokalsieger und Meister von 2018 ist mit fünfzehn Meistertiteln vor Dinamo Minsk die erfolgreichste Vereinsmannschaft im belarussischen Fußball.

Geschichte

Anfänge (1973–1997) Der Klub wurde 1973 unter dem Namen Beresina Baryssau als Werksmannschaft der BATE-Fabrik gegründet. Nachdem man in der Ära der Sowjetunion eine Zeit lang auf regionaler Ebene vorne mitgespielt und 1974, 1976 sowie 1979 den regionalen Meistertitel errungen hatte, musste man ab 1985 unterklassig spielen. Somit startete der Verein nach der Loslösung von Belarus von der Sowjetunion in der dritten belarussischen Liga.

1993 beschloss der Verein, sich in Fomalgaut Baryssau umzubenennen. In der Saison 1994/95 gelang der Mannschaft der Aufstieg in die zweite Liga. Nachdem der Klub sich 1996 seinen heutigen Namen gab, schaffte er es 1997, sich als Tabellenzweiter für die erste Liga zu qualifizieren.

Erste Meisterschaften und internationale Auftritte (1998–2005) In der ersten Saison im Oberhaus gelang auf Anhieb der zweite Platz, somit war die Mannschaft berechtigt in der Qualifikation zum UEFA-Pokal zu starten. Bei ihrem ersten internationalen Auftritt stand die Mannschaft dem Team von Lokomotive Moskau gegenüber. Das Hinspiel vor heimischem Publikum wurde 1:7, das Rückspiel 0:5 verloren. In der folgenden Saison wurde der Klub zum ersten Mal belarussischer Meister, wobei er im gesamten Saisonverlauf nur eine Niederlage hinnehmen musste. Diese gab es am 6. Juli 1999 gegen FK Dinamo Minsk, als die Mannschaft mit 0:1 verlor. auf fcbate.by Mit dem Erfolg war die erste Teilnahme zur Qualifikation zur Champions League erreicht. Dort war in der ersten Qualirunde der FC Schirak Gjumri Gegner der Belarussen. Mit einem 1:1 im Hinspiel und einem 2:1-Heimsieg wurde die erste Hürde zur Teilnahme an der Endrunde überwunden. Allerdings kam die Mannschaft nicht über Helsingborgs IF in der zweiten Runde der Qualifikation hinaus, verlor dabei erst 0:3 und spielte anschließend 0:0.

Im Jahr 2000 wurde man erneut Vizemeister, anschließend gelang mit zwei Siegen von 2:1 und 4:0 über Dinamo Tiflis die Qualifikation zum UEFA-Pokal. Doch gleich im ersten Spiel war gegen die italienische AC Mailand Schluss. Nachdem das Hinspiel mit 0:2 verloren wurde, wurde das Team auf italienischem Rasen deutlich mit 0:4 besiegt. Da man 2001 nur Dritter in der Liga wurde, war die Mannschaft auf den Intertoto Cup angewiesen, um sich im großen internationalen Geschäft präsentieren zu können. Dabei kam es nach zwei Siegen von 1:0 und 2:0 über AB Gladsaxe zur ersten Auseinandersetzung mit einem deutschen Verein, dem TSV 1860 München. Am 7. Juli 2002 avancierte Kantsavy zum Mann des Tages. Schon in der 8. Minute für Biahanski eingewechselt, hatte er in der 23. Minute die Möglichkeit, durch einen Elfmeter sein Team auf die Siegerstraße zu führen, scheiterte allerdings an Simon Jentzsch. Allerdings überwand er diesen dann in der 74. Minute und schoss zum 1:0 aus Sicht seiner Mannschaft ein. Noch vor Spielende wurde Kantsavy wieder ausgewechselt. Das Ergebnis wurde über die Zeit gerettet. auf fussballdaten.de Das Rückspiel gestaltete sich deutlicher. BATE sicherte sich dabei durch Tore von Molash, Meronchyk, Shmihera und Aleh Strachanowitsch den 4:0-Erfolg über die Münchener. In der dritten Runde unterlag man jedoch dem FC Bologna mit 0:2 und 0:0.

Im Folgejahr qualifizierte sich BATE als Tabellenführer für das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft, in dem der Tabellenzweite Njoman Hrodna mit 1:0 nach Verlängerung besiegt wurde. BATE war dadurch zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Dort unterlag man jedoch in der ersten Runde den Bohemians Dublin trotz 1:0-Hinspielsieg mit 0:3 im Rückspiel. 2003 wurde man Vizemeister und spielte in der Qualifikation zum UEFA-Pokal 2004/05. In der ersten Runde verlor man jedoch beide Spiele gegen Dinamo Tiflis mit 2:3 sowie 0:1. Es folgte im Jahr 2004 eine erneute Vizemeisterschaft und die erneute Chance, sich für den UEFA-Pokal zu qualifizieren. Nachdem man gegen Torpedo Kutaissi deutlich mit 1:0 und 5:0 siegte, unterlag man in der zweiten Qualifikationsrunde jedoch Krylja Sowetow Samara doppelt mit 0:2. Im Jahr 2005 verpasste man als Fünftplatzierter das internationale Geschäft gänzlich.

Serienmeister und Auftritte in der Champions League (2006–2018) Zur Saison 2006 gelang BATE Baryssau das erste Double aus Meisterschaft und Pokal. Nachdem man in den Saisons 2001/02 sowie 2004/05 jeweils im Finale unterlag, holte man sich den ersten Pokalsieg mit einem 3:1 nach Verlängerung über Schachzjor Salihorsk. Die Verteidigung des Meistertitels gelang im Folgejahr, im Pokalfinale scheiterte man aber erneut. Durch den Meistertitel von 2006 nahm der Klub an der Qualifikation zur UEFA Champions League 2007/08 teil. Nachdem man APOEL Nikosia und FH Hafnarfjörður überwand, scheiterte man in der abschließenden dritten Runde an Steaua Bukarest. Die Mannschaft nahm nichtsdestotrotz am UEFA-Pokal teil, unterlag aber in der ersten Runde dem FC Villarreal deutlich mit 1:4 sowie 0:2.

In der Saison 2008/09 gelang BATE über Valur Reykjavík, RSC Anderlecht und Lewski Sofia der erstmalige Einzug in die Gruppenphase der Champions League. In der dritten Qualifikationsrunde genügte dazu nach einem 1:0-Hinspielsieg beim bulgarischen Meister im Rückspiel zu Hause ein 1:1-Unentschieden. Dies war der bis dahin größte Erfolg des Vereins und zugleich der größte Erfolg einer belarussischen Fußball-Vereinsmannschaft seit der Unabhängigkeit des Landes. Mit Real Madrid, Juventus Turin und Zenit St. Petersburg vervollständigte BATE die Gruppe H des Wettbewerbs. Im ersten Gruppenspiel gegen den spanischen Hauptstadtverein verlor der Verein mit 0:2. Aufhorchen ließ das Team am 30. September 2008, als ihm ein 2:2 gegen Juventus Turin gelang. Neben den ersten beiden Toren in ihrer Champions-League-Geschichte war es auch der erste Punktgewinn im laufenden Wettbewerb. Die Tore erzielten Sergey Krivets und Igor Stasevich. Dabei ging die Mannschaft bis zur 23. Minute mit 2:0 in Führung, ehe Vincenzo Iaquinta mit einem Doppelschlag ausgleichen konnte.Spielstatistik BATE Baryssau - Juventus Turin 2:2 (2:2) vom 30. September 2008 auf fussballdaten.de Gegen den UEFA-Cup-Sieger des Vorjahres aus St. Petersburg holten die Belarussen den nächsten Punkt. Wieder lag die Mannschaft durch einen Treffer von Pawel Njachajtschyk in Führung, konnte diese bis zur 80. Minute halten, musste dann aber den Ausgleich durch Fatih Tekke hinnehmen.Spielstatistik Zenit St. Petersburg - BATE Baryssau 1:1 (0:0) vom 21. Oktober 2008 auf fussballdaten.de Den letzten Punktgewinn gab es am letzten Spieltag, dem 10. Dezember 2008. Wieder war es Juventus Turin, das den Außenseiter nicht besiegen konnte. Mit drei Unentschieden, drei Niederlagen und einem Torverhältnis von 3:8 schied die Mannschaft nach sechs Spielen als Tabellenletzter aus dem Turnier aus.

Obwohl die Mannschaft sich vom internationalen Geschäft verabschiedete, hatte sie zuvor im November die nationale Meisterschaft verteidigen und den dritten Titel in Folge gewinnen können. Dabei sicherte sich das Team durch einen 2:1-Sieg gegen Torpedo Schodsina zwei Spieltage vor Saisonschluss den Titel.Borisov holt Meistertitel vom 1. November 2008 auf transfermarkt.de In 30 Begegnungen holte die Mannschaft 67 Punkte und verlor nur eine Partie. Mit zehn Unentschieden hatte sie doppelt so viele wie der zweitplatzierte FK Dinamo Minsk. auf fcbate.by Mit jeweils 16 Treffern waren Henads Blisnjuk und Wital Radsiwonau die Toptorschützen ihrer Mannschaft sowie ihrer Liga. auf fcbate.by Es folgten zwei weitere Meistertitel in den Jahren 2009 und 2010, sowie der Sieg im Pokal der Saison 2009/10 und der erste Sieg im belarussischen Supercup. Die Champions-League-Qualifikation gelang aber vorerst nicht. Nach einem deutlichen Durchkommen gegen Makedonija Skopje, scheiterte man in der dritten Runde aufgrund der Auswärtstorregel am lettischen FK Ventspils. In der Europa League – dem Nachfolger des UEFA-Pokals – unterlag man in der Playoff-Runde Litex Lowetsch mit 0:1 im Hinspiel, siegte jedoch im Rückspiel mit 4:0 und qualifizierte sich so für die Gruppenphase. Dort wurde man in eine sehr schwierige Gruppe I mit Benfica Lissabon, dem FC Everton und AEK Athen geschleust. Gegen Benfica blieb man ohne Erfolg, die anderen beiden Vereine konnten jeweils einmal geschlagen werden. Gegen die Athener setzte es zudem ein Remis. Als Drittplatzierter mit sieben Punkten schied man jedoch aus.

Auch in der Saison 2010/11 gelang die Qualifikation zur Champions League nicht. Erneut besiegte man FH Hafnarfjörður deutlich mit 5:1 und 1:0, unterlag jedoch in der dritten Runde dem FC Kopenhagen nach einem 0:0 mit 2:3. Gegen Marítimo Funchal konnte man sich mit 3:0 und 2:1 aber zumindest die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League sichern. Zusammen mit Dynamo Kiew, AZ Alkmaar und Sheriff Tiraspol ging es für BATE in die Gruppe E. Dort holte man zehn Punkte und wurde hinter dem ukrainischen Hauptstadtverein Zweiter. Der Einzug in die K.O.-Runde war der nächste größte Erfolg eines belarussischen Vereins, der durch BATE erzielt wurde. Im Sechzehntelfinale traf man auf Paris Saint-Germain, gegen das es zwei Remis von 2:2 und 0:0 gab. Aufgrund der Auswärtstorregel schieden die Belarussen aber aus.

In der Saison 2011/12 kämpfte BATE, nachdem der nordirische Linfield FC und Ekranas Panevėžys aus Litauen in den Qualifikationsrunden bezwungen worden waren, gegen den SK Sturm Graz in der Play-off-Runde um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Das Hinspiel in Minsk endete mit 1:1 unentschieden; das Rückspiel in Graz konnte BATE mit 2:0 für sich entscheiden. Die Gegner in der Gruppe H waren der FC Barcelona, die AC Mailand und Viktoria Pilsen. Lediglich am ersten Spieltag in Pilsen (1:1) sowie am vierten Spieltag gegen Mailand (1:1) gelangen Punktgewinne, die restlichen Spiele wurden verloren, und BATE schied mit nur zwei Zählern aus sechs Spielen als Gruppenletzter aus.Gruppenspiele und Abschlusstabelle der Gruppe H, Champions League 2011/2012 auf kicker.de Im November 2011 sicherte sich der Verein seinen sechsten Meistertitel am Stück und in weiterer Folge seinen dritten Supercup-Titel.