Die 2. Liga, medial oft Liga Zwa genannt, ist die semiprofessionell geführte zweithöchste Spielklasse im österreichischen Fußball unterhalb der Fußball-Bundesliga. Von 2002 bis 2018 hieß die Liga – meist mit Titelsponsor – Erste Liga. Ausrichter und Trägerverein ist der Verein Österreichische Fußball-Bundesliga, seit 1. Dezember 1991 das zehnte Ordentliche Mitglied des ÖFB.
In der bundesweit ausgetragenen Liga werden der Aufsteiger (beziehungsweise ein möglicher Relegationsteilnehmer) für die Bundesliga sowie seit der Saison 2026/27 zwei sportliche Absteiger in die Regionalligen ermittelt.
Modus Aktueller Modus
Seit der Saison 2018/19 spielen 16 Vereine in der 2. Liga. Jede Mannschaft trifft in einer Hin- und Rückrunde zweimal auf jede andere Mannschaft, womit die Meisterschaft 30 Runden umfasst.
Der Meister steigt direkt in die Bundesliga auf, sofern er die dafür notwendige Lizenz besitzt und aufstiegsberechtigt ist. Ist dies beim Meister nicht der Fall, kann der bestplatzierte aufstiegsberechtigte Verein auf den Plätzen zwei bis vier in zwei Relegationsspielen gegen den Letzten der Bundesliga um den Aufstieg spielen. Befindet sich unter den ersten vier Mannschaften kein aufstiegsberechtigter Verein, verbleibt der Tabellenletzte der Bundesliga in der höchsten Spielklasse. Bei Punktegleichheit entscheidet zunächst das direkte Duell, anschließend die Tordifferenz.
Mit der Saison 2026/27 wurde die dritte Leistungsstufe von drei auf vier Regionalligen erweitert. Sie besteht seither aus den Regionalligen Ost, Nord, Süd und West. Die jeweils bestplatzierten aufstiegsberechtigten Vereine der vier Regionalligen ermitteln in zwei Play-off-Duellen mit Hin- und Rückspiel zwei Aufsteiger in die 2. Liga. Entsprechend gibt es grundsätzlich zwei sportliche Absteiger aus der 2. Liga.
Amateurmannschaften An der 2. Liga dürfen auch Amateurmannschaften von Vereinen der Bundesliga teilnehmen. Ihre Zahl ist auf maximal drei beschränkt; ein Aufstieg dieser Mannschaften in die Bundesliga ist ausgeschlossen. Steigt die erste Mannschaft eines Vereins aus der Bundesliga in die 2. Liga ab, muss dessen Amateurmannschaft die 2. Liga verlassen.
Eine Sonderregel gilt, wenn bereits drei Amateurmannschaften in der 2. Liga verbleiben würden und sich aus der dritten Leistungsstufe eine weitere Amateurmannschaft sportlich für den Aufstieg qualifiziert. In diesem Fall bestreitet die bestplatzierte aufstiegsberechtigte Amateurmannschaft aus der dritten Leistungsstufe gegen die schlechtestplatzierte Amateurmannschaft der 2. Liga ein Play-off mit Hin- und Rückspiel. Der Sieger spielt in der folgenden Saison in der 2. Liga, der Verlierer in der dritten Leistungsstufe. Verliert dabei die bisherige Zweitligamannschaft, kann sie somit auch außerhalb der regulären Abstiegsplätze absteigen; die Zahl der übrigen Absteiger aus der 2. Liga reduziert sich entsprechend.
Ausrichtung Die Österreichische Fußball-Bundesliga (ÖFBL) trägt die Verantwortung und ist Ausrichter beziehungsweise Veranstalter für die Meisterschaften der beiden höchsten Spielklassen, das sind die Bundesliga und die 2. Liga, in Österreich (siehe auch Ausrichtung).
Für die Teilnahme an der 2. Liga benötigen die Vereine keine Lizenz im Sinne des Lizenzierungsverfahrens der Fußball-Bundesliga (Österreich), sondern eine jährlich zu erteilende Zulassung. Diese setzt neben der sportlichen Qualifikation die Erfüllung sportlicher, infrastruktureller, personeller, administrativer, rechtlicher und finanzieller Kriterien voraus. Vereine der 2. Liga, die in die Bundesliga aufsteigen wollen, müssen hingegen zusätzlich eine Lizenz für die höchste Spielklasse beantragen und erhalten. Es kommt regelmäßig vor, dass Vereine zwar eine Zulassung für die 2. Liga, aber keine Lizenz für die Bundesliga erhalten.
Namenshistorie Mit der Wiedereinführung einer gemeinsamen nationalen zweiten Spielklasse im Jahr 1974 übernahm diese den Namen Nationalliga von der ersten Spielklasse, welche ab diesem Zeitpunkt Bundesliga genannt wurde. Dieser Name hielt sich jedoch nur für eine Saison und die Liga wurde schließlich in 2. Division umbenannt. Im Zuge der Abschaffung des Play-off-Modus und der Einführung der Bundesliga als höchste Spielklasse im Jahr 1993 wurde der Name auf 2. Division der Bundesliga erweitert. Zu dieser Zeit wurde die Liga umgangssprachlich auch 2. Bundesliga genannt. Die zweite Spielklasse wurde schließlich im Jahr 1998 einer Reform unterzogen, wodurch sich der Name in Erste Division änderte. Im Jahr 2002 konnte die österreichische Elektro-Kette Red Zac als Ligasponsor gewonnen werden, sodass ab der Saison 2002/03 die bis dahin als Erste Division bezeichnete Spielklasse den Namen Red Zac-Erste Liga trug. Im Frühjahr 2008 wurde die österreichische Handelskette ADEG als Bewerbssponsor gewonnen, und die Erste Liga mit der Saison 2008/09 in ADEG Erste Liga umbenannt. Von der Saison 2010/11 bis zur Saison 2013/14 gab es keinen Titelsponsor und die Liga trug den Namen „Heute für Morgen“ Erste Liga. Zur Spielzeit 2014/15 wurde Sky Österreich neuer Bewerbssponsor und die Liga firmierte als Sky Go Erste Liga.bundesliga.at: , 10. Juli 2014 Seit der Reform der Bundesliga in der Saison 2018/19 heißt die Liga 2. Liga, bundesliga.at, am 20. Februar 2018, abgerufen am 20. Februar 2018 mit dem Sponsornamen HPYBET 2. Liga,HPYBET neuer Bewerbssponsor der 2. Liga laola1.at, am Februar 2019, abgerufen am 27. Februar 2019 ehe zur Saison 2021/22 das Wettunternehmen Admiral den Posten des Bewerbssponsors übernahm.Wettanbieter Admiral wird neuer Bewerbssponsor kurier.at, am 14. Dezember 2020, abgerufen am 10. Juli 2021
Namensänderungen seit der Wiedereinführung: 1974/75 Nationalliga 1975/76 2. Division 1993/94 2. Division der Bundesliga 1998/99 Erste Division 2002/03 Red Zac-Erste Liga 2008/09 ADEG Erste Liga 2010/11 „Heute für Morgen“ Erste Liga 2014/15 Sky Go Erste Liga 2018/19 HPYBet 2. Liga 2021/22 ADMIRAL 2. Liga
Historie des Liga-Logos:
Geschichte Erste Vorläufer Historisch gesehen ist die Erste Liga keine neue Idee, sie hatte bereits bei der Einführung der österreichischen Fußball-Meisterschaft 1911 durch den ÖFV als eingleisige Zweite Klasse bestanden und wurde 1924 in die professionelle II. Liga umgewandelt. Damals war die österreichische Fußball-Meisterschaft allerdings auf das Wiener Gebiet beschränkt.
Saison Meister Staatsliga B 1950/51 x21px|zentriert|Simmeringer SC 1. Simmeringer SC Mit der Einführung einer gesamtösterreichischen Fußball-Meisterschaft wurde in der Saison 1949/50, am Ende der einzelnen Meisterschaften in den Bundesländern wurde eine Aufstiegsrelegation zwischen den Landesmeistern aus Burgenland, Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark, Vorrundenrelegation der Landesmeister aus Tirol oder Vorarlberg und der Tauernliga (Kärnten und Salzburg) in zwei Dreier-Gruppen gespielt. Der Erstplatzierte aus diesen Dreier-Gruppen war für die Staatsliga A qualifiziert, der Zweitplatzierte für die Staatsliga B und der letzte musste wieder in seiner Landesliga spielen. Der Meister der Wiener Liga war direkt aufstiegsberechtigt. In der folgenden Übergangssaison 1950/51 wurde die Liga B (auch Staatsliga B) geschaffen. Diese erstreckte sich geografisch auf Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Wien, Vereine der aus Kärnten, Salzburg und Vorarlberg konnten sich nicht qualifizieren. Nachdem das System einer eingleisigen professionellen Liga 1959 endgültig zu Gunsten der Regionalliga gekippt wurde, diskutierte man später lange Zeit über eine Wiedereinführung.
Wiedereinführung als 15-/16-Liga Saison Meister Nationalliga 1974/75 x21px|zentriert|Grazer AK Grazer AK 2. Division 1975/76 x21px|zentriert|First Vienna FC 1894 First Vienna FC 1894 1976/77 x21px|zentriert|Wiener Sport-Club Wiener Sport-Club 1977/78 x21px|zentriert|SV Austria Salzburg SV Austria Salzburg 1978/79 LASK 1979/80 x21px|zentriert|SC Eisenstadt SC Eisenstadt 1980/81 x21px|zentriert|SSW Innsbruck SSW Innsbruck 1981/82 SK Austria Klagenfurt 1982/83 SV St. Veit/Glan 1983/84 SV Spittal/Drau 1984/85 x21px|zentriert|Salzburger AK 1914 Salzburger AK 1914 Letztlich wurde die entscheidende Liga-Reform am 21. April 1974 beschlossen und mit der Saison 1974/75 eingeführt: Die neue Nationalliga startete mit 14 Vereinen, die sich aus gleichen Teilen aus sieben Absteigern und sieben Regionalligisten zusammensetzte. Dabei handelte es sich nur um eine Übergangssaison, mit nur einem Absteiger und den drei Aufsteigern aus den Regionalliga erreichte man eine Aufstockung auf 16 Teams, die nun als solche bis 1985 bestand, ehe das Ligensystem wieder komplett reformiert wurde. Gleich elf Absteiger aus der 2. Division, drei Aufsteiger aus den Regionalligen sowie fünf Absteiger aus der 1. Division brachte eine recht neue Zusammensetzung für eine Zwölferliga als 2. Division, die gemeinsam mit der 1. Division zu einem Play-off-Modus verschmolzen wurde.
Zeit der Play-off-Ligen Saison Meister Mittleres Playoff 1985/86 x21px|zentriert|First Vienna FC 1894 First Vienna FC 1894 1986/87 x21px|zentriert|VfB Mödling VfB Mödling 1987/88 VSE St. Pölten 1988/89 x21px|zentriert|SV Austria Salzburg SV Austria Salzburg 1989/90 Donawitzer SV Alpine 1990/91 x21px|zentriert|SK VÖEST Linz FC VOEST Linz 1991/92 x21px|zentriert|VfB Mödling VfB Mödling 1992/93 x21px|zentriert|Grazer AK Grazer AK Die Play-off-Ligen wurden 1985 eingeführt und hatten bis zur Saison 1992/93 Bestand.
Rückkehr zur 16er-Liga Saison Meister 2. Division der Bundesliga 1993/94 LASK 1994/95 x21px|zentriert|Grazer AK Grazer AK 1995/96 x21px|zentriert|FC Linz FC Linz 1996/97 x21px|zentriert|SC Austria Lustenau SC Austria Lustenau 1997/98 x21px|zentriert|SK Vorwärts Steyr SK Vorwärts Steyr 1993 feierte die 2. Division als Sechzehnerliga ihre Rückkehr, die allerdings bereits in der Spielzeit 1998/99 unter dem neuen Namen Erste Division radikal auf zehn Teams zurückgestuft wurde. Dies brachte sieben Absteiger in der Saison 1997/98.
Einführung der Zehnerliga Saison Meister Erste Division 1998/99 x21px|zentriert|SC Schwarz-Weiß Bregenz SC Schwarz-Weiß Bregenz 1999/2000 x21px|zentriert|VfB Admira Wacker Mödling VfB Admira Wacker Mödling 2000/01 x21px|zentriert|FC Kärnten FC Kärnten 2001/02 x21px|zentriert|ASKÖ Pasching ASKÖ Pasching Red Zac-Erste Liga 2002/03 x21px|zentriert|SV Mattersburg SV Mattersburg 2003/04 x21px|zentriert|FC Wacker Tirol FC Wacker Tirol 2004/05 x21px|zentriert|SV Ried SV Ried 2005/06 x21px|zentriert|SCR Altach SCR Altach Ab 1998 umfasste bis zur Saison 2005/06 zehn Vereine.
Relegationsspiele von 1998 bis 2004 Mit der Einführung der Ersten Division als Zehnerliga wurde auch eine Relegation eingeführt. Dabei spielten die Meister der Regionalligen und der Neuntplatzierte der Zehnerliga um zwei Plätze in der zweithöchsten Spielstufe. In der Saison 04/05 wurde die Relegation zugunsten eines Direktaufstiegs der Regionalliga-Meister wieder abgeschafft. Jahr Hinspiel Rückspiel Ergebnis 1998 SC Untersiebenbrunn – FC Austria/VSV Kärnten 2:1 0:2 2:3 SV Wörgl – VSE St. Pölten 1:0 0:1 n. V., 6:5 n. E. 1:1 n. V., 6:5 n. E. 1999 TSV Hartberg – WSG Wattens 0:2 2:3 2:5 SV Spittal/Drau – SC Untersiebenbrunn 1:1 0:0 1:1 (A) 2000 FC Lustenau 07 – SV Mattersburg 1:1 0:5 1:6 BSV Bad Bleiberg – FC Niederösterreich St. Pölten 2001 ASK Kottingbrunn – ASKÖ Pasching 0:1 2:2 2:3 FC Lustenau 07 – First Vienna FC 1894 3:0 3:3 6:3 2002 FC Hard – SV Kapfenberg 2:0 1:5 3:5 Wiener Sportklub – FC Lustenau 07 0:0 0:4 0:4 2003 FC Wacker Tirol – SV Schwechat 0:0 3:2 3:2 BSV Bad Bleiberg – FC Blau-Weiß Linz 0:2 4:2 4:4 (A) 2004 FC Lustenau 07 – SCR Altach 2:3 2:3 4:6 ESV Parndorf – FC Gratkorn 1:1 0:0 1:1 (A)
Zeit als Zwölferliga Saison Meister Erste Division 2006/07 LASK 2007/08 Kapfenberger SV ADEG Erste Liga 2008/09 x21px|zentriert|SC Wiener Neustadt SC Wiener Neustadt 2009/10 x21px|zentriert|FC Wacker Innsbruck FC Wacker Innsbruck