rahmenlos|rechts|hochkant|Wappen derer von Apian-Bennewitz Apian-Bennewitz, auch Apian von Bennewitz oder Apianus von Bennewitz ist der Name einer deutschen Adelsfamilie. Der ursprüngliche Name Bennewitz bzw. Bienewitz („Biene-witz“ im Sinne von „Bienen-dorf“) wurde dabei zu Apian übertragen: Apianus stellt die latinisierte Form dar (: „Biene“).

Geschichte Die vier Brüder Peter Apian, Gregor, Niklas und Georg, die am 20. Juli 1541 von Kaiser Karl V. in den Reichsadelsstand erhoben wurden, waren Söhne der Gertrud und des Martin Bennewitz, der in Leisnig am Markt ein Haus und zudem das Bauerngut Tautendorf besaß.

Im Adlesdipolm heißt es unter anderem:

Wappen

Das Wappen zeigt in Gold innerhalb eines Kranzes blau–silberner Wolken den doppelköpfigen schwarzen Reichsadler. Auf dem gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Helmdecken das Schildbild.Gustav Adelbert Seyler, J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, VI. Band, 1. Abteilung, 1. Teil; Abgestorbener Bayrischer Adel, 1884, S. 8, Tafl 6.

Angehörige

Georg Apian († um 1548), auch Georg Apianus sowie Georg Bienewitz oder Bennewitz, deutscher Buchdrucker und Verleger des 16. Jahrhunderts, der auch als Formschneider und Visierer tätig war. Er immatrikulierte sich am 24. Mai 1522 als „G. Benebitz von Leißnick“ in Ingolstadt und war vermutlich der Werkführer der Apianusdruckerei in Ingolstadt. Martin Apianus († um 1570) übernahm 1548 die Druckerei seines Vaters Niklas oder Nikolas Apian Gregor Apian Peter Apian (21. April 1501 – 21. April 1552), auch Peter oder Petrus Apianus sowie Peter Bienewitz oder Bennewitz, deutscher Renaissancegelehrter ⚭ 1526 mit Katharina († 6. Juli 1574), einer Tochter des Landshuter Ratsherrn Mosner. Das Paar hatte 14 Kinder, 9 Söhne und 5 Töchter, von denen vermutlich einige jung starben. Philippus I. Apian (†) Theodor oder Theodorus Apian († 1613) studierte die Rechte und wurde am 6. September 1566 als Assessor am Reichskammergericht zu Speyer vereidigt. Timotheus Apian († 1562), deutscher Landvermesser des 16. Jahrhunderts Philipp Apian (1531–1589), auch Philipp Apianus, deutscher Mathematiker, Arzt und Kartograph Sabina Apian ⚭ Sigismund Durfeld Carolus oder Karl Apian († 9. Mai 1600), auch Carolus Apianus von und zu Ittlhoven, Grundherr der Hofmark Ittelhofen ⚭ Ursula (geborene. Castner; † 1. Mai 1601). Claudius Apian oder Claudius Apianus von und zu Ittelhoven († 30. August 1590). Corona Apian Regina Apien

sowie: Carl Gottlob Friedrich Apian-Bennewitz (1793–1847), Stadtrat in Zschopau/Sachsen Paul Otto Apian-Bennewitz (1847–1892), Organist und Lehrer, Begründer des Musikinstrumenten-Museums Markneukirchen Paul Georg Apianus Bennewitz (* 12. September 1849) Chemiker Maximus Valerius Apianus von Bennewitz († 1914) war bis zu seinem Tod der Inhaber der Firma M. Apian-Bennewitz, Papierwarenfabrik in Leipzig. Frieda Margarethe Apian-Bennewitz (verehelichte Heydecke, geschiedene Uhlmann), übernahm 1914 die Firma M. Apian-Bennewitz, die im Jahr 2010 erloschen ist.

Rezeption Johann Georg Theodor Grässe Das Wappen der Bienewitze. In: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 1. S. 310 (Volltext [Wikisource]). Krater Apianus (26° 9' S, 7° 9' O) auf dem Erdmond, benannt nach Peter Apian Asteroid (19139) Apian, benannt nach Peter Apian

Literatur Adelsdiplom der Familie Apian von Bennewitz. und Zur 400jährigen Geburtstagsfeier Apian von Bennewitz. In: Der Wappensammler. 1, 1900/1901, S. 145–155 () 184–186 (). Karl Schottenloher: Die Landshuter Buchdrucker des 16. Jahrhunderts mit einem Anhang: Die Apianusdruckerei in Ingolstadt. Verlag der Gutenberg-Gesellschaft, Mainz 1930.

Weblinks Wappen der „Apianer“ in Siebmachers Wappenbuch von 1701, Band 5, „Speyrische am Kaiserl: Cammergericht“: Tafel 212 Wappen der Apian-Bennewitz am Haus Nr. 2 in Annaberg-Buchholz:

Einzelnachweise

Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht