miniatur|Renée Adorée (ca. 1922) Renée Adorée, geborene Jeanne de la Fonte, (* 30. September 1898 in Lille, Frankreich; † 5. Oktober 1933 in Tujunga, Kalifornien, USA) war eine französische Schauspielerin.
Leben Als Tochter eines Zirkusartistenpaares trat sie schon mit fünf Jahren in der Manege auf und tourte als Teenager mit verschiedenen Theatergruppen durch Europa.
Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges war sie auf Tournee in Russland. Von dort floh sie über London in die USA nach New York City und fand dort mit dem aufstrebenden Filmbusiness ein neues Betätigungsfeld. Ihren Künstlernamen Renée Adorée erhielt sie von dem Filmstudio, für welches sie ihre erste Filmrolle spielte. Durch kommerziell sehr erfolgreiche Filme wie Die große Parade (1925), die Rolle der Musette in La Bohème (1926) und Die Dame hinterm Vorhang (1928) wurde sie einem breiten Publikum bekannt.
Im Jahr 1921 heiratete sie den Schauspieler Tom Moore, mit dem sie auch den Film Made in Heaven drehte, nach nur sechs Wochen Bekanntschaft in Beverly Hills, doch die Ehe hielt nur drei Jahre. 1927 heiratete sie William Sherman Gill, aber auch diese Ehe scheiterte früh und wurde nach zwei Jahren geschieden. bei walkofame.com. Abgerufen am 1. April 2024.
1930 erkrankte Renée Adorée an Tuberkulose. Sie ließ sich in einem Sanatorium in Prescott, Arizona behandeln und verließ dieses 1933, als sie auf dem Weg der Besserung war, um wieder vor die Kamera zu treten. Doch ihr gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich kurz darauf rapide und sie verstarb am 5. Oktober 1933 in Tujunga, Kalifornien kurz nach ihrem 35. Geburtstag.
Am 1. Februar 1960 wurde ihr ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (1601 Vine Street) gewidmet.
Filmographie (Auswahl) 1918: 500 Pounds Reward 1920: The Strongest 1921: Made in Heaven 1922: A Self–Made Man 1922: West of Chicago 1922: Honor First 1922: Der Graf von Monte Christo (Monte Cristo) 1922: Mixed Faces 1922: Donnerwetter – Buster Keaton! (Day Dreams) (Kurzfilm) 1923: The Six–Fifty (verschollener Film) 1923: The Eternal Struggle 1924: Women Who Give 1924: A Man’s Mate 1924: Defying the Law 1924: The Bandolero (verschollener Film) 1925: Zwei Personen suchen einen Pastor (Excuse Me) 1925: Man and Maid (Film Verschollen) 1925: Parisian Nights 1925: Exchange of Wives 1925: Die große Parade (The Big Parade) 1926: Der Rabe von London (The Blackbird) 1926: Exquisite Sinner 1926: Tin Gods (Film Verschollen) 1926: Blarney 1926: Der brennende Wald (The Flaming Forest) 1926: La Bohème (La Bohème) 1927: Praterleut' (The Show) 1927: Heaven on Earth 1927: Mr. Wu (Mr. Wu) 1927: On Ze Boulevard 1927: Back to God’s Country 1928: Die Dame hinterm Vorhang (A Certain Young Man) 1928: Verbotene Stunden (Forbidden Hours) 1928: Die Kosaken (The Cossacks) 1928: The Michigan Kid 1928: The Mating Call 1928: Es tut sich was in Hollywood (Show People) 1928: The Spieler 1929: Goldjäger in Kalifornien (Tide of Empire) 1929: Das Lied der Südsee (The Pagan) 1930: Jenseits des Lebens (Redemption) 1930: Der Sänger von Sevilla (Call of the Flesh)
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: A – C. Erik Aaes – Jack Carson. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 34.
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