Golden Gloves ist ein jährlich stattfindendes traditionsreiches US-amerikanisches Amateurboxturnier.

Der Begriff bezeichnet in der Regel die nationale Endrunde, wird aber auch für regionale Turniere wie zum Beispiel Intercity Golden Gloves, Chicago Golden Gloves oder New York Golden Gloves verwendet. Im Gegensatz zu vielen anderen renommierten Amateurturnieren findet die Veranstaltung an einem jährlich neu ausgewählten Austragungsort statt.

Teilnahmeberechtigt sind Amateurboxer im Alter von mindestens 16 Jahren, für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre gibt es ein ähnliches Turnier mit der Bezeichnung Silver Gloves.

Geschichte Arch Ward, Redakteur des Sportteils der Chicago Tribune, konzipierte 1923 ein städtisches Boxturnier für Amateure. Die Gewinner erhielten als Trophäe eine goldene Boxhandschuhminiatur, die dem Turnier seinen Namen gab. 1924 wurde Boxen in Illinois verboten und so schien das Turnier eine einmalige Veranstaltung zu bleiben.

1927 gründete der Sportredakteur der New York Daily News Paul Gallico ein ähnliches Turnier und gab ihm den Namen Golden Gloves. Im selben Jahr wurde das Boxverbot in Illinois aufgehoben und infolgedessen auch das Turnier in Chicago wiederbelebt. Man vereinbarte ein Treffen der jeweiligen Turniersieger, um den nationalen Golden Gloves Champion zu krönen.

1932 wurde das Turnier erweitert, um auch Teilnehmer aus anderen Städten die Möglichkeit zur Beteiligung zu geben. Im ersten Jahr nahmen daraufhin 38 Mannschaften teil. Heute wird der Wettbewerb von der Golden Gloves Association of America veranstaltet.

Bekannte Turniersieger Chris Arreola – 2001 Duane Bobick – 1972 Calvin Brock – 1998 Michael Carbajal – 1986 Ezzard Charles – 1939 Cassius Clay – 1959, 1960 DeMarcus Corley – 1995 Steve Cunningham – 1998 Donald Curry – 1980 Óscar de la Hoya – 1989 Michael Dokes – 1976 Larry Donald – 1989, 1990 Jimmy Ellis – 1961 Marvis Frazier – 1979 Allan Green – 2002 Dominick Guinn – 1997, 1999 William Guthrie – 1985 Anthony Hanshaw – 1998 Demetrius Hopkins – 1999 Thomas Hearns – 1977 Virgil Hill – 1984 Evander Holyfield – 1984 Derrick Jefferson – 1994 Roy Jones Jr. – 1986, 1987 Sugar Ray Leonard – 1973, 1974 Frank Liles – 1986 Sonny Liston – 1952 Joe Louis – 1934 Orlando Maldonado – 1977 Joey Maxim – 1940 Floyd Mayweather Jr. – 1993, 1994, 1996 Mike McCallum – 1977, 1979 Wilbert McClure – 1958 Byron Mitchell – 1996 Orlin Norris – 1986 Fres Oquendo – 1993 Greg Page – 1978 Sechew Powell – 2000 Aaron Pryor – 1975, 1976 Jerry Quarry – 1965 Barney Ross – 1929 Ed Sanders – 1952 Cory Spinks – 1997 Michael Spinks – 1974, 1976 Johnny Tapia – 1983, 1985 Antonio Tarver – 1994 Jermain Taylor – 1998, 1999 Meldrick Taylor – 1982 Ernie Terrell – 1957 Anthony Thompson – 2000 Mike Tyson – 1984 Brian Viloria – 1999 Travis Walker – 2003 Lance Whitaker – 1993 Jeremy Williams – 1991 Chazz Witherspoon – 2004 DaVarryl Williamson – 1996, 1999

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