mini|Matt Harding im Yoyogi-Park, Tokio (2007) Where The Hell Is Matt? ist eine Serie kurzer Videoclips. Zu sehen ist Matt Harding, ein junger Mann, der an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt tanzt. Im Internet erlangten die Filme Kultstatus.

Person

mini|hochkant|Matt Harding in Köln (2007) Matthew „Matt“ Harding (* 27. September 1976) ist ein US-Amerikaner aus Westport, Connecticut. Vor seinen Reisen arbeitete er in der Computerspiel-Branche für die Pandemic Studios. Nachdem er ein Konzept für ein kinder- und familienorientiertes Spiel entwickelt hatte, das seine Chefs auf der Grundlage von Marktforschungsergebnissen ablehnten, machte er den sarkastischen Vorschlag, ein Spiel, in dem Aliens die Menschen vernichten, zu entwickeln.Christian Putsch: Der Weltreisende Hampelmann, Welt Online, 29. Januar 2007. Als die Idee begeistert aufgegriffen wurde und Destroy All Humans! entstand, kündigte Harding im Februar 2003.

Von seinen Ersparnissen begab er sich auf Weltreise und ließ sich dabei – auf Anregung von einem Kollegen – an den unterschiedlichsten Orten bei einem vergleichsweise simplen Tanz filmen, den er selbst als „Tanz wie bei Dreijährigen, die unbedarft trippeln und mit den Armen zappeln“ beschreibt. „Ich habe das von diesem Alter an nicht mehr weiterentwickelt.“ Als seine Ersparnisse nach einem halben Jahr aufgebraucht waren, kehrte er nach Seattle zurück, schnitt aus den kurzen Videoszenen einen Film und veröffentlichte ihn 2005 auf seiner Website. Der Kaugummihersteller Stride Gum sponserte ihm im Jahr 2006 daraufhin eine weitere Reise.

Im folgenden Jahr erklärte Harding dem Unternehmen, dass sein „schlechter Tanz im Grunde gar nicht so interessant ist und andere Leute viel besser schlecht darin [sc. im Tanzen] sind.“ Er schlug daher vor, noch einmal um die Welt zu reisen und all die Leute, die ihm in der Zwischenzeit geschrieben hatten, einzuladen, gemeinsam mit ihm zu tanzen. Stride Gum ließ sich darauf ein und finanzierte auch diese Reise, so dass Harding 2008 ein drittes Video veröffentlichen konnte. Am 22. Juli 2008 war „Where the Hell is Matt? 2008“ das „Astronomy Picture of the Day“ der NASA.APOD: 2008 July 22 - Happy People Dancing on Planet Earth. Website der NASA am 22. Juli 2008.

Matt lebt 2009 mit seiner Freundin Melissa Nixon in Seattle, Washington. Am 20. April 2009 kündigte er sein Buch Where The Hell Is Matt – Dancing Badly Around the World an, das am 2. Juni 2009 erschienen ist.Eintrag auf wherethellismatt.com vom 20. April 2009.

In Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 entstand das vierte Video mit Schauplätzen ausschließlich in Südafrika. Im Juni 2012, vier Jahre nach seinem dritten Video, erschien „Where the Hell is Matt? 2012“, sein fünftes Video. In diesem Video tanzen Matt Harding und viele andere Tänzer an 71 Orten in 55 Ländern und 11 US-amerikanischen Staaten. Für dieses Video komponierte Garry Schyman den Hintergrundsong „Trip the Light“, der von Alicia Lemke eingesungen wurde. Am 10. Juli 2012 wurde „Where the Hell is Matt? 2012“ wie bereits das Video von 2008 das „Astronomy Picture of the Day“ der NASA.APOD: 2012 July 10 - Happy People Dancing on Planet Earth. Website der NASA am 10. Juli 2012.

Authentizität

In Anbetracht des großen Aufwandes und der benötigten finanziellen Mittel wird die Authentizität der Videoclips regelmäßig angezweifelt. In den FAQ seiner Website findet sich folgender, mehrdeutiger Eintrag:

Auch in dem von ihm veröffentlichten YouTube-Clip Outtakes hat Harding das Thema aufgegriffen und Aufnahmen rund um die Ausschnitte des bekannten Videoclips gezeigt, die Bluescreen-Aufnahmen widerlegen sollen. Für die Echtheit der Videos spricht zudem der Umstand, dass das Unternehmen Stride zwei seiner Reisen finanziert hat und inzwischen namhafte Zeitungen über seine Reisen berichtet haben, darunter etwa die New York Times, die ihm am 8. Juli 2008 einen längeren Artikel widmete.Vgl. Charles McGrath: A Private Dance? Four Million Web Fans Say No, New York Times, 8. Juli 2008.

Auf der Konferenz Entertainment Gathering hat Harding im Dezember 2008 erklärt, dass die Videos eine Fälschung seien, er kein Spieledesigner, sondern Schauspieler sei und die Videos mit Robotern und aufwendiger Videobearbeitung entstanden seien., FORA.tv, 11. Dezember 2008. Auf seiner Website erklärte er anschließend, dass gerade diese Erklärung der Scherz sei und er natürlich sämtliche Reisen unternommen habe.Eintrag auf wherethehellismatt.com vom 6. Januar 2009. Auf der MacWorld Expo zeigte er seine satirische Präsentation, die als offensichtlicher Hoax gedacht war und typische Elemente von Verschwörungstheorien parodierte, jedoch von einigen Privatleuten und Journalisten missverstanden wurde.David Pogue/Paul Kent: Matt Reveals the Hoax is a Hoax at MacWorld, 2009

Musik

In den ersten beiden Videoclips ist der Song Sweet Lullaby von der Band Deep Forest zu hören, im zweiten Video allerdings in einer modifizierten, inoffiziellen Version. Der Originaltext stammt laut einem anderen von Matt Harding aufgenommenen Video aus einem Lied namens Rorogwela, das ein Musikologe 1971 in einem Dorf auf den Salomon-Inseln nahe Neuguinea aufgenommen hat; es wurde von einer Frau namens Afunakwa gesungen.

Die Musik Praan zum Videoclip aus dem Jahre 2008 wurde exklusiv für das Video von Garry Schyman geschrieben und von der 17-jährigen Palbasha Siddique gesungen. Der Text ist Bengalisch und beruht auf dem Gedicht Stream of Life (Strom des Lebens) von Rabindranath Tagore aus seinem Werk Gitanjali.

Vermarktung 2012 sind folgende Videos und Songs im Handel erhältlich: der Titelsong „Praan“ von 2010 Das Hintergrundlied „Trip the light“ zum Video von 2012 das Outtakes Video zum Video von 2012, das viele Szenen und Orte zeigt, die im Original ausgeschnitten wurden,wherethehellismatt.com/about.

Videoschauplätze

Erstes Video (2005) Peking, China Hanoi, Vietnam Delhi, Indien Moskau, Russland Bangkok, Thailand Agra, Indien Prag, Tschechien Angkor Wat, Kambodscha Bengal Jungle, Indien Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten Süchbaatar-Aimag, Mongolei Kilimandscharo, Tansania Sibirien, Russland Monte Albán, Mexiko Tsavo, Kenia Impenetrable Forest, Uganda Yangon, Myanmar Westport, Connecticut, Vereinigte Staaten Seattle, Washington, Vereinigte Staaten New York, New York, Vereinigte Staaten

Drittes Video (2008)

Mumbai, Indien Paro, Bhutan Giant’s Causeway, Nordirland Stone Town, Sansibar Lancelin, Australien Lisse, Niederlande Weihnachtsinsel, Australien Kuwait, Kuwait Teotihuacán, Mexiko Seljalandsfoss, Island Zwischensequenz Dublin, Irland Boston, Massachusetts, Vereinigte Staaten Toronto, Ontario, Kanada Atomium, Brüssel, Belgien Praça do Comércio, Lissabon, Portugal Vancouver, British Columbia, Kanada Paris, Frankreich San Francisco, Kalifornien, Vereinigte Staaten Melbourne, Victoria, Australien Washington, D.C., Vereinigte Staaten Chicago, Illinois, Vereinigte Staaten Madrid, Spanien Antseranana, Madagaskar Brisbane, Australien Dublin, Irland Buenos Aires, Argentinien Chakachino, Sambia Istanbul, Türkei Wainivilase, Fidschi London, England Stockholm, Schweden Auki, Salomonen Sanaa, Jemen Ala-Artscha-Schlucht, Kirgisistan Tagaytay, Philippinen Demilitarisierte Zone, Korea Timbuktu, Mali Warschau, Polen Austin, Texas Tokio, Japan Poria, Papua-Neuguinea Miami, Florida München, Deutschland Tongatapu, Tonga Chicago, Illinois, Vereinigte Staaten Thimphu, Bhutan Gurgaon, Indien Sydney, New South Wales, Australien Lissabon, Portugal Seoul, Südkorea Soweto, Südafrika New York, New York, Vereinigte Staaten Tokio, Japan Vava'u, Tonga Kap der Guten Hoffnung, Südafrika Panamakanal, Panama Wadi Rum, Jordanien Lemur Island, Madagaskar Auckland, Neuseeland Batik, Marokko Amsterdam, Niederlande Atlanta, Georgia, Vereinigte Staaten Mexiko-Stadt, Mexiko Brüssel, Belgien San Francisco, Kalifornien Taipeh, Taiwan Vancouver, British Columbia, Kanada Washington, D.C., Vereinigte Staaten Rio de Janeiro, Brasilien Köln, Deutschland Singapur Alhambra, Kalifornien Tel Aviv, Israel Ostjerusalem, Westjordanland Paris, Frankreich Montreal, Québec, Kanada Nellis Airspace, Nevada, Vereinigte Staaten Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten São Paulo, Brasilien Seattle, Washington, Vereinigte Staaten Zweites Video (2006)

Salar de Uyuni, Bolivien Petra, Jordanien Machu Picchu, Peru Venedig, Italien Tokio, Japan Galapagosinseln, Ecuador Brisbane, Australien Luang Prabang, Laos Bandar Seri Begawan, Brunei Area 51, Nevada, Vereinigte Staaten Tikal, Guatemala Half Moon Caye, Belize Sossusvlei, Namibia Routeburn Track, Neuseeland Monument Valley, Arizona, Vereinigte Staaten Südliche Shetlandinseln Chuuk, Föderierte Staaten von Mikronesien London, England Very Large Array, New Mexico Abu Simbel, Ägypten Osterinsel, Chile Haute-Picardie, Frankreich Ephesos, Türkei New York, New York Mutianyu, China Guam Mokolodi Nature Reserve, Botswana Berlin, Deutschland Sydney, Australien Dubai, Vereinigte Arabische Emirate Chelbacheb-Inseln, Palau Mulindi, Ruanda Neko Harbour, Antarktis Kjerag, Norwegen San Francisco, Kalifornien, Vereinigte Staaten Seattle, Washington, Vereinigte Staaten

Viertes Video (2010)

In Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 entstand das vierte Video mit Schauplätzen ausschließlich in Südafrika.

Nelson Mandela Square, Sandton, Johannesburg The Pinnacle, Mossel Bay Hout Bay, Kapstadt Tafelberg, Kapstadt Kapstadt-Stadion, Kapstadt Mbombela-Stadion, Nelspruit South African Airways Boulders Beach, in der Nähe von Kapstadt Soweto Cooling Towers, Soweto. Johannesburg Robben Island Soccer City, Soweto, Johannesburg Tafelberg, Kapstadt Kap der Guten Hoffnung Camp Jabulani, Hoedspruit Blyde River Canyon, Mpumalanga Nelson Mandela Square, Sandton, Johannesburg Bourke’s Luck Potholes, Blyde River Canyon, Mpumalanga Soweto Cooling Towers, Soweto. Johannesburg Hout Bay, Kapstadt Nelson Mandela Square, Sandton, Johannesburg Mac Mac Pools, in der Nähe von Mac-Mac Falls, Mpumalanga Lesedi Cultural Village, in der Nähe von Johannesburg Camp Jabulani, Hoedspruit Bourke’s Luck Potholes, Blyde River Canyon, Mpumalanga Lesedi Cultural Village, in der Nähe von Johannesburg Soccer City, Soweto, Johannesburg Tafelberg, Kapstadt Johannesburg Boulders Beach, in der Nähe von Kapstadt The Pinnacle, Mossel Bay Nelson Mandela Square, Sandton, Johannesburg Soccer City, Soweto, Johannesburg South African Airways

Fünftes Video (2012) Kigali, Ruanda Sevilla, Spanien Wien, Österreich Schuykill Haven, Pennsylvania Damaskus, Syrien Poria, Papua-Neuguinea Pjöngjang, Nordkorea Beirut, Libanon Athen, Griechenland Lesedi, Südafrika Kapong, Thailand Caracas, Venezuela Bali, Indonesien League City, Texas, Vereinigte Staaten Great Barrier Reef, Australien Al-Muzahmiyya, Saudi-Arabien Oakland, Kalifornien, Vereinigte Staaten Detroit, Michigan, Vereinigte Staaten Terelj, Mongolei Rangali Island, Malediven Ruwa, Simbabwe Budapest, Ungarn Port-au-Prince, Haiti Erbil, Irak Maui, Hawaii, Vereinigte Staaten New Orleans, Louisiana, Vereinigte Staaten Quezon City, Philippinen Kabul, Afghanistan Toulon, Frankreich Peking, China Jerusalem, Israel Opuwo, Namibia San Juan, Puerto Rico Belgrad, Serbien Boise, Idaho, Vereinigte Staaten Edinburgh, Schottland Philadelphia, Pennsylvania, Vereinigte Staaten Robben Island, Südafrika Toronto, Kanada Dresden, Deutschland Lyon, Frankreich Abraham Lincoln, Pazifischer Ozean Houston, Texas, Vereinigte Staaten Bratislava, Slowakei Melbourne, Australien Kairo, Ägypten Hongkong, Volksrepublik China Tallinn, Estland Helsinki, Finnland Kyōto, Japan Cleveland, Ohio, Vereinigte Staaten Kalafasia, Salomonen Medellín, Kolumbien Barcelona, Spanien Manchester, England Karatschi, Pakistan Prag, Tschechien Zürich, Schweiz