mini|hochkant|Sandra Studer, 2025 Sandra Studer, verheiratete Müller (* 10. Februar 1969 in Zürich) ist eine Schweizer Fernsehmoderatorin und Sängerin.
Leben und Wirken Die Tochter eines Schweizers und einer Spanierin wuchs im Zollikerberg auf.Moderatorin Sandra Studer: «Ich besuchte mit meinem Vater jedes Heimspiel des ZSC. Dass ich die meisten Spiele durchgestrickt habe, war ihm nicht peinlich», NZZ (18. September 2021) Nach einer Ballett- und Klavierausbildung machte sie als 17-Jährige erste Erfahrungen als Sängerin. Sie studierte Germanistik und Musikwissenschaften an der Universität Zürich. Erste Tonaufnahmen entstanden 1987. 1989 war sie Backgroundsängerin von DJ BoBo bei dem Song «I Love You».
Sie war Moderatorin der TV-Sendungen «Takito», «Traumziel» und «Country Roads». Von 2002 bis 2012 moderierte Studer jährlich die Gala für den SwissAward. In der Fernsehshow The Masked Singer Switzerland belegte sie in der Verkleidung eines Pfaus 2021 den zweiten Platz.
Neben ihrer Arbeit als Moderatorin bildet das Theater ein weiteres Standbein in Sandra Studers Schaffen. Ihren Einstand auf der Bühne feierte sie 1993 im Musical Keep Cool. Seit 2012 ist sie regelmässiger Gast am Zürcher Theater Rigiblick, wo sie in Produktionen wie Ds Lied vo de Bahnhöf zu sehen ist. Zudem wirkt sie seit 2013 in verschiedenen Musicals der Shake Company mit, wobei sie in Sister Äct und Mamma Mia Hauptrollen übernahm.
1997 heiratete Studer den späteren Rechtsanwalt Luka Müller. Sie ist vierfache Mutter und lebt im zürcherischen Meilen.
Eurovision Song Contest und Concours Eurovision 1989 trat Studer erstmals beim Schweizer Vorentscheid zum Concours Eurovision 1989 an. Sie sang als Backgroundsängerin zum deutschsprachigen Beitrag «Wege in der Nacht» von Ann Lomar, die den fünften Platz unter den zehn Teilnehmern erreichte. Sie versuchte ihr Glück erneut beim Vorentscheid zum Concours Eurovision 1990. Sie trat unter dem Namen Sandra Simó mit dem italienischsprachigen Lied «Lo so» an und belegte damit Platz acht von acht. Bei der nationalen Vorentscheidung zum Concours Eurovision 1991 gelang ihr dann der Sieg als Sandra Simó mit dem Titel «Canzone per te». Sandra Studer fuhr für die Schweiz zum Eurovision Song Contest nach Rom. Dort belegte sie Rang 5 mit 118 Punkten, wobei sie zwei Höchstwertungen aus Belgien und Luxemburg erhielt.
Studer gab beim ESC 1994 die Punkte der Schweizer Jury durch und sprach beim Eurovision Song Contest in den Jahren 1996, 1999, 2000, 2001, 2002, 2005 und 2006 die deutschsprachigen Kommentare für das Schweizer Fernsehen. Sie moderierte an der Seite von Axel Bulthaupt zudem die deutsche Vorentscheidung zum ESC 1999.
Beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel moderierte sie zusammen mit Hazel Brugger die beiden Halbfinals. Im Final wurden die beiden durch Michelle Hunziker unterstützt. Ausserdem führte sie einen Teil von «Canzone per te» als Showeinlage im Final auf.
Moderationen (Schweizer Fernsehen) 1991: Fera-TV. Moderationspremiere anlässlich der Schweizerischen Radio- und Fernseh-Ausstellung Fera 1992: Country Roads. Erste Primetime-Show 1993–1996: Traumziel. TV-Reisemagazin 1996–1998: Takito. Musiksendung 1996–2006: Concours Eurovision / ESC: Deutschsprachiger Kommentar für das Schweizer Fernsehen 2002–2012: Swiss Awards 2003–2005: Einfachluxuriös − Zwei Frauen unterwegs. Reisesendung 2005–2006: Ein roter Teppich für… Peoplesendung 2007–2009: Klanghotel. Kultursendung 2008–2021: Sports Awards. Zusammen mit Rainer Maria Salzgeber 2018–2020: Darf ich bitten? Tanzshow 2025: ESC Basel, Moderation: Zusammen mit Hazel Brugger und Michelle Hunziker
Bühne (Musicals, Theater) Die Liste führt die Produktionen mit Jahreszahl auf, an denen Sandra Studer erstmals mitwirkte. Einige Stücke wurden später wieder aufgenommen oder stehen bis heute regelmässig auf dem Spielplan. 1993: Keep Cool. Musical von Marco Rima 2003: Walterli Tell. Mit Viktor Giacobbo 2005: Drei Bräute für ein Halleluja. Theaterstück mit Gardi Hutter und Sue Mathys 2012: Ds Lied vo de Bahnhöf. Hommage an Mani Matter im Theater Rigiblick 2013: Spamalot. Monty‑Python‑Musical. Rolle: „Fee aus dem See“ 2014: Wanderful. Revue mit Michael von der Heide und Gardi Hutter 2015: Mein Leben mit Frank Sinatra. Im Theater Rigiblick mit dem Zurich Jazz Orchestra 2017: Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band. Tribute-Show im Theater Rigiblick 2018: Supermarkt Ladies. Das Mitmach-Musical, Das Zelt 2022: Yesterday − Tribute to Paul McCartney. Hommage an das Gründungsmitglied der Beatles im Theater Rigiblick 2022: Sister Äct. Schweizerdeutsche Fassung in der Maag-Halle. Rolle: Mutter Oberin 2026: Mamma Mia! Schweizerdeutsche Fassung in der Maag-Halle. Rolle: Donna
Dokumentation Die Sandra Studer Story. In: SRF, 9. Mai 2026 (84 Min.).
Weblinks
Tondokumente mit Sandra Studer in der Schweizerischen Nationalphonothek Website von Sandra Studer
Einzelnachweise
Kategorie:Interpret eines schweizerischen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Schlagersänger Kategorie:Fernsehmoderator (Schweiz) Kategorie:Teilnehmer bei The Masked Singer Switzerland Kategorie:Moderator des Eurovision Song Contest Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1969 Kategorie:Frau