Șaeș (veraltet Șaieș, Șaeșiu; , siebenbürgisch-sächsisch Schåss, ) ist ein Dorf in der Region Siebenbürgen in Rumänien. Es gehört administrativ zur Gemeinde Apold (Trappold).

Geographische Lage mini|links|Schaasz in der Josephinischen Landaufnahme von 1769 bis 1773. mini|Veranstaltungssaal und evangelische Kirche in Schaas Șaeș liegt etwa sieben Kilometer südlich von Sighișoara (Schäßburg) an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 106, die in weiterer Folge über Apold (Sitz der Gemeindeverwaltung) und das Harbachtal nach Hermannstadt führt.

Geschichte Das Dorf wurde 1302 erstmals urkundlich erwähnt. Bedingt durch die geografische Nähe war das Geschehen in Schaas durch die Jahrhunderte meist auf das Engste mit jenem in Schäßburg verbunden.

Bis in die 1960er Jahre führte die Schmalspurlinie „Wusch“ durch Șaeș und verband den Ort mit dem Eisenbahnnetz der CFR.

Bevölkerung Die Bevölkerung in Șaeș entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 1004 240 - 563 201 1941 1371 364 5 685 317 1977 1370 317 8 512 533 1992 1112 861 14 82 155 2002 1196 1117 19 10 50 2011Varga E. Árpád: Volkszählungen 1852–2011 in Rumänien (jetzt După Hulă) bei nepszamlalas.adatbank.ro (ungarisch). 1271 1183 22 8 58 Seit 1850 wurde in Șaeș die höchste Einwohnerzahl und die der Rumäniendeutschen 1941 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen wurde 2002, die der Magyaren (24) 1900 und die der Roma 1977 registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).

Persönlichkeiten

Josef Haltrich (1822–1886), österreichisch-ungarischer Lehrer, Pfarrer und siebenbürgisch-sächsischer Volkskundler, gestorben in Schaas

Sehenswürdigkeiten Die Evangelische Kirche wird urkundlich 1347 erwähnt. Anfang der 1500er Jahre wird die Kirche in eine Wehrkirche, mit Wehrmauer und -türmen umringt, ausgebaut. 1802 stürzt das Kirchengewölbe ein, sodass die Kirche 1818 abgetragen und von 1820 bis 1832 die heutige errichtet wird. Die Kirchenburg steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Die Orthodoxe Kirche Schimbarea la Față von 1805 bis 1821 aufgebaut und die ehemalige Haltestelle der Wusch, im 19. Jahrhundert errichtet stehen unter Denkmalschutz.

Siehe auch Liste deutscher und ungarischer Bezeichnungen rumänischer Orte

Weblinks

Schaas auf siebenbuerger.de

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1302