mini|Franz Hermann Troschel Franz Hermann Troschel (* 10. Oktober 1810 in Spandau [heute zu Berlin]; † 4. November 1882 in Bonn) war ein deutscher Zoologe.
Leben
Troschel studierte seit 1831 in Berlin Mathematik und Naturwissenschaft. 1844 wurde er an der Universität Berlin als Privatdozent für Zoologie habilitiert. Seit 1840 war er unter dem Direktor Martin Lichtenstein Kustos am Zoologischen Museum in Berlin. 1849 wurde er Professor der Zoologie und der allgemeinen Naturwissenschaft an der Universität Bonn. 1860/61 amtierte er als Rektor der Universität. Er war Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte.Mitglieder der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte 1857
Troschel verstarb im Alter von 72 Jahren und wurde auf dem Alten Friedhof Bonn beigesetzt.
Ehrungen 1851 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt. miniatur|Drei Varianten der nach ihm benannten Papageifischart mini|Gedenkstein für den Zoologen Professor Franz Hermann Troschel
Ihm zu Ehren wurden benannt: Die Papageifischart Chlorurus troschelii Die Troschelstraße im Bonner Ortsteil Poppelsdorf Im Bonner Melbtal, in der Nähe des Melbgartens, befindet sich außerdem der sogenannte Troschelstein, den der „Bonner Verschönerungsverein“, in dem er sich über viele Jahre sehr engagiert hatte, 1884 in einem Festakt enthüllt hat.
Erstbeschreibungen Ordnung: Ophiurida MÜLLER & TROSCHEL 1840
Schriften Mit Johannes Müller: Über die Gattungen der Ophiuren. In: Archiv für Naturgeschichte, 6, Berlin 1840, S. 327–330 Mit Johannes Müller: System der Asteriden, 1842 Über die Bedeutsamkeit des naturgeschichtlichen Unterrichts. Berlin 1845 Mit Johannes Müller: Horae ichthyologicae. Berlin 1845–1849, 3 Hefte Ueber die fossilen Fische aus der Braunkohle des Siebengebirges. In: Verhandlungen des Naturhistorischen Vereins der Preussischen Rheinlande, 11, 1854, S. 1–28, Tafel I–II (Digitalisat) Handbuch der Zoologie. Berlin 1848/1853/1859/1864/1871 (Troschel bearbeitete die 3. bis 7. Auflage des davor von Arend Friedrich August Wiegmann und Johann Friedrich Ruthe herausgegebenen Handbuchs) 6. Aufl. Lüderitz, Berlin 1864 (Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf) Das Gebiß der Schnecken zur Begründung einer natürlichen Klassifikation. Berlin 1856–1879, 2 Bde. (ab 1866 fortgeführt von Johannes Thiele) mini|hochkant=0.4|links|Grabstätte auf dem Alten Friedhof Bonn Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Zoologe Kategorie:Rektor (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums für Naturkunde Berlin Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1810 Kategorie:Gestorben 1882 Kategorie:Mann