rechts|mini|Keramik der Srubna-Kultur rechts|mini|Bronzene Äxte der Srubna-Kultur rechts|mini|Rekonstruiertes Grubenhaus der Srubna-Kultur Die Srubna- oder Balkengrab-Kultur (, ) war eine spätbronzezeitliche Kultur des 20. bis 12. vorchristlichen Jahrhunderts. Sie ist eine Nachfolgerin der späten Katakombengrab-Kultur sowie der Poltavka-, Potapovka- und Pokrovsk-Gruppen.Ludmila Koryakova, Andrej Vladimirovich Epimakhov: The Urals and Western Siberia in the Bronze and Iron Ages. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2007, ISBN 978-0-521-82928-1, TABLE 0.4. Die Bezeichnung wurde bei der Erstbeschreibung 1901 nach der typischen Überbauung der Gräber durch Blockhütten (russisch , Adjektiv ) geprägt.Die deutsche und englische Namensbildung Srubna-Kultur geschah in Unkenntnis der russischen Sprache, da es dort das Wort srubna nicht gibt, sondern es eine Verstümmlung des weiblichen Adjektivs srubnaja ist. Im Ukrainischen ist es in der Transkription die korrekte adjektivische Form. Die korrekte deutsche Form wäre Srub-Kultur oder die Übersetzung Balken(grab)-Kultur.

Die Srubna-Kultur existierte nördlich des Schwarzen Meeres ab dem Dnepr ostwärts, nördlich des Kaukasus, die Wolga überschreitend bis zur Nordküste des Kaspischen Meeres, wo sie an die etwa gleichzeitige und verwandte Andronowo-Kultur grenzte.

Die Träger der Srubna-Kultur ernährten sich von Ackerbau und Viehhaltung. Den Begräbnissen wurden auch Tierteile beigegeben.

Genetik Alle bisherigen Analysen der Y-Haplogruppe ergaben ausschließlich R1a bzw. dessen Derivate, oft auf R-Z93 weisend.

Der Srubna-Kultur schlossen sich im ersten vorchristlichen Jahrtausend Kulturen an, die schon dem Umfeld der historisch erstmals fassbaren Kimmerer angehörten.

Anmerkungen

Literatur James P. Mallory: Srubna Culture. In: James P. Mallory, Douglas Q. Adams (Hrsg.): Encyclopedia of Indo-European Culture. Fitzroy Dearborn, London u. a. 1997, ISBN 1-884964-98-2. Henri-Paul Francfort: The Archaeology of Protohistoric Central Asia and the Problems of Identifying Indo-European and Uralic-Speaking Populations. In: Christian Carpelan, Asko Parpola, Petteri Koskikallio (Hrsg.): Early Contacts between Uralic and Indo-European. Linguistic and Archaeological considerations (= Suomalais-Ugrilaisen Seuran Toimituksia. Band 242). Papers presented at an international Symposium held at the Tvärminne Research Station of the University of Helsinki, 8–10 January, 1999. Suomalais-Ugrilainen Seura, Helsinki 2001, ISBN 952-5150-59-3, S. 151–168.

Weblinks Marion Linska, Andrea Handl, Gabriele Rasuly-Paleczek: (PDF; 619 kB; 129 S.) Vorlesungsskriptum, Wien Jänner 2003 (abgerufen am 16. Juni 2013).

Einzelnachweise

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