Biesingen ist ein Dorf in Baden-Württemberg in Deutschland, gelegen im Schwarzwald-Baar-Kreis und heute der kleinste Stadtteil von Bad Dürrheim.

Geographie Biesingen liegt auf in der Baar und hat 427 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2018).

Geschichte

Biesingen wurde im Jahr 759/60 erstmals in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen erwähnt;Die beiden ältesten Urkunden zur Geschichte von Biesingen aus dem Mittellateinischen von Thomas H. T. Wieners, in: 1250 Jahre Gemeinde Biesingen 760–2010, hrsg. v. der Ortsverwaltung Biesingen, Donaueschingen 2010, S. 58–61, hier S. 58. im frühen Mittelalter gehörte der Ort gemeinsam mit Aasen zur Urmark Heidenhofen.Thomas H. T. Wieners: Zur Ersterwähnung von Biesingen und zum bisher unentdeckten Biesinger Königsgut, in: 1250 Jahre Gemeinde Biesingen 760–2010, hrsg. v. der Ortsverwaltung Biesingen, Donaueschingen 2010, S. 8–14, hier S. 10. In den 1410er Jahren wurde Biesingen im Verlauf der Lupfener Fehde schwer in Mitleidenschaft gezogen.Biesingen – Altgemeinde~Teilort bei leo-bw.de. Im Grenzvertrag zwischen Württemberg und Baden 1810 wird der Ort dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Am 1. September 1971 wurde es in die Stadt Bad Dürrheim eingemeindet und wechselte somit vom Landkreis Donaueschingen in den Landkreis Villingen, aus dem später der heutige Schwarzwald-Baar-Kreis entstand.

Politik Liste der Bürgermeister (1839–1971) 1839–1841: Johannes SchnekenburgerWolfgang Kaiser: Kommunale Politik – vom selbstständigen Dorf zum Teilort, in: 1250 Jahre Gemeinde Biesingen (760–2010), Donaueschingen 2010, S. 47–51, hier S. 51. 1842–1847: Martin Held 1848–1861: Johann Graf 1862–1872: Johann Martin Schnekenburger 1872–1878: Johann Georg Schnekenburger 1879–1890: Martin Mönch 1891–1909: Johann Martin Schnekenburger 1910–1911: Reinhold Strom 1912–1926: Christian Schnekenburger 1926–1945: Karl Held 1945–1968: Erhard Schnekenburger 1969–1971: Ernst Strom

Liste der Ortsvorsteher (seit 1971) 1971–1987: Ernst Strom 1987–1996: Willi Schnekenburger 1996–2009: Wolfgang Kaiser 2009–2019: Stephan Klemens 2019–2024: Armin Wehrle seit 2024: Tatjana Tröster

Wappen

Gemeindepartnerschaft Biesingen, Stadtteil von Blieskastel im Saarpfalz-Kreis im Saarland

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Evangelische Kirche Biesingen Der kleinste Stadtteil Bad Dürrheims mit einer gewachsenen Tradition von Landwirtschaft und Handwerk, 300 ha Gemarkungsfläche und einem herausgeputzten Ortskern rund um die malerische, evangelische Kirche hat am Modellversuch „Aufblühende Dörfer“ der Evangelischen Akademie Bad Boll teilgenommen.

Seit 2008 ist Biesingen das Dorf, das im Schwarzwald-Baar-Kreis am meisten Solarenergie pro Einwohner produziert. Im Landesvergleich Baden-Württembergs liegt es in der gleichen Kategorie auf Platz 10 und im Bundesvergleich auf Platz 47.Südwest Presse, 28. Oktober 2008. Im ehemaligen Gasthaus Löwen wurde 2015 eine Betreuungseinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit 17 Plätzen eingerichtet, die von der privaten Organisation „Soziale Kompetenz“ (Geschäftsführer: Alex Fetzer) getragen wird. In einem weiteren ehemaligen Gasthaus hat das Kinderhaus am Buchberg (Hüfingen-Behla) eine Außenwohngruppe eingerichtet.

Sehenswürdigkeiten Sehenswert ist die neugotische Kirche in der Dorfmitte und der Altvogtshof mit dem 1987 neugestalteten Dorfplatz.

Literatur Karl Reil: Biesingen. Gottes kleine Lehen. Ettlingen 1987, ISBN 3-926198-03-6. Gemeinde Biesingen – 1250 Jahre (760–2010). Festschrift zum Jubiläum 8. + 9. Mai 2010. Hrsg. v. der Ortsverwaltung Biesingen, Donaueschingen 2010.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Schwarzwald-Baar-Kreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Schwarzwald-Baar-Kreis) Kategorie:Geographie (Bad Dürrheim) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung im 8. Jahrhundert

Weblinks