Die unbewohnten griechischen Christiana-Inseln ( ) bestehen aus drei Felseninseln und einigen Felsen in der südlichen Ägäis. Administrativ gehören die Christiana-Inseln zur Gemeinde Thira, die meist Santorin genannt wird, in der Region Südliche Ägäis ().
Geographie Die Felseninseln liegen etwa 23 km südwestlich von Santorin, nach Größe von Nordwest nach Südost: Christiani, Askania und Eschati.
Die einzelnen Inseln Name griechischer Name Flächekm² HöheSeekarte, (BSH), G1091_9, Nisides Christiana, 1:50.000, 2001. Christiani 1,188 285 Askania 0,257 160 Eschati 0,001Fläche geschätzt vom Satellitenbild (NASA World Wind) 15
Geologie Die Christiana-Inseln sind vulkanischen Ursprungs und liegen wie Methana, Milos und Nisyros auf dem Ägäischen Inselbogen. Sie stellen das südwestliche Ende einer Vulkankette dar, die sich nach Nordosten über die Vulkaninsel Santorin, den Unterwasservulkan Kolumbos und die Kolumbos-Vulkankette erstreckt. Dieses circa 60 km lange Vulkanfeld ist in vier Phasen entstanden, die im späten Pliozän mit der Entstehung Christianas ihren Anfang nahmen. Seismische Studien zeigen, dass der Vulkanismus Christianas vor circa 1,6 Millionen Jahren erloschen ist.
Geschichte mini|links Bereits während der Bronzezeit war Christiani besiedelt. Darauf weisen runde Gebäudestrukturen sowie umfangreiche Keramikfunde der Kykladenkultur hin. Einige Funde wurden der Keros-Syros-Kultur (FK II) zugeordnet. Andere könnten die Lücke nach dem Abbruch der Siedlungskontinuität am Ende der Kastri-Kultur (FK III) um etwa 2200 v. Chr. zur mittelkykladischen Phylakopi-Kultur schließen. Im Museum von Thira auf Santorin sind einige Fundstücke ausgestellt.
Einziges Zeugnis heutiger menschlicher Zivilisation ist die kleine Kapelle „Agios Vasilios“ im Norden von Christiani.
Natur Ganzjährig auftretende starke Winde in Kombination mit rauer See beeinflussen das Landschaftsbild der Vulkaninseln. Aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage und von tiefem Meer umgeben, sind die Inseln ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel sowie Brutgebiet für Seevögel und stellen ein bedeutendes terrestrisches Ökosystem dar.
Flora Die Vegetation der Küstenregion wird von obligaten Halophyten bestimmt, die an den Salzstandort der Küstenregion angepasst sind. Im Inneren der größeren Inseln bestimmen Phrygana-Vertreter wie Dorn-Bibernelle (Sarcopoterium spinosum), und Flockenblumen (Centaurea raphanina ssp. mixta) sowie die Winde Convolvulus pentapetaloides und Hartlaubgewächse das Landschaftsbild.
Fauna Neben Ägäischen Nacktfingern (Mesodactylus kotschyi) existiert auf den Inseln eine Population der Europäischen Katzennatter (Telescopus fallax).
Die Inseln sind ein Brutgebiet von Eleonorenfalken.
Naturschutz Zusammen mit anderen unbewohnten Felseninseln bilden die Christiana-Inseln in der südlichen Ägäis das Natura-2000-Gebiet GR 4210011 Vrachonisia Egeou: Velopoula, Falkonera, Ananes, Christiana, Pachia, Fteno, Makra, Astakidonisia, Syrna Gyro Nisia (),Natura-2000-Gebiet GR4220011, griechisch: und zugleich sind sie als Special Protection Area GR4220022 Nisoi ChristianaEuropäische Umweltagentur: GR4220022 Nisoi Christiana und Important Bird Area GR 158 Christiana Islets ()GR 158 Christiana Islets BirdLife, griechisch eingestuft.
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