mini|Bosse 2025 Axel Bosse, auch genannt Aki Bosse (* 22. Februar 1980 in Braunschweig), ist ein deutscher Popmusiker.
Leben Axel Bosse wuchs im Cremlinger Ortsteil Hemkenrode in Niedersachsen auf. Er ging auf das Gymnasium Kleine Burg in Braunschweig, verließ dieses aber vor dem Abitur. Er ist mit der Schauspielerin Ayşe Bosse verheiratet, mit der er eine Tochter hat.
Musik mini|Bosse Live 2025 Anfänge Im Alter von 17 Jahren unterschrieb Bosse mit seiner damaligen Band Hyperchild den ersten Plattenvertrag beim Major-Label Sony Music Entertainment. Bereits die erste Single konnte sich in den Charts platzieren, dennoch löste sich die Band nach zwei Jahren wegen kreativer Differenzen auf. Als Sänger von Hyperchild hatte er sein erstes Fernsehinterview mit Mola Adebisi auf VIVA.
2003–2005: Gründung von Bosse und erstes Album „Kamikazeherz“ Nach Auflösung der Band startete er eine Solokarriere und nannte sich ab dem Jahr 2003 nur noch Bosse. Zu diesem Zeitpunkt stießen der Schlagzeuger Björn Krüger, der Gitarrist Thorsten Sala und der Bassist Theofilos Fotiadis (Ex-Mitglieder von Uncle Ho und Heyday) dazu und bildeten den Kern von Bosses Live-Band.
Später bestand die Besetzung aus Thorsten Sala (Gitarre), Theofilos Fotiadis (Bass, Bass-Ukulele), Stefan Lenkeit (Keyboards), Chris Heiny (Schlagzeug, Percussion), Niklas Hardt (Cello), Martin Wenk (Trompete, Waldhorn, Gitarre)Thomas Bunjes: Vereint in einer Feier des Lebens. In: Segeberger Zeitung. 5. September 2022, S. 13. und Maxime Shakir (Backing Vocals, Keyboards). Bis zum Herbst 2021 war Valentine Romanski (Backing Vocals, Keyboards) Teil der Besetzung. Nach ihrem Austritt und bis zum Eintritt von Maxime Shakir trat die Sängerin Boviy als Unterstützung bei den Backing Vocals und am Keyboard auf.
2005 erschien bei dem Label EMI das Debütalbum Kamikazeherz und Bosse spielte mit seiner Band als Vorgruppe von Such a Surge, Madsen und Mando Diao.Bosse. Großstadtromantiker, spielt im Postbahnhof. In: Tagesspiegel. 9. März 2009, S. 11. Die Single Kraft erreichte die deutschen Single-Charts.
Ebenfalls 2005 war Bosse mit dem Song Warum geht es mir so dreckig auf dem Rio Reiser Tribute Sampler vertreten. Die Compilation ehrte den verstorbenen Musiker Rio Reiser und versammelte Beiträge verschiedener Künstler, die sich auf unterschiedliche Weise mit dessen musikalischem Erbe auseinandersetzten.Martin Weber: Roths grünes Gesäusel. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 3. Dezember 2005.Andreas Rosenfelder: Und wir mögen ihn hier. Sportfreund Spinner: Der Braunschweiger Bosse stellt in Köln sein Zweitalbum vor. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 7. August 2006, Nr. 181, S. 33.
2006: Zweites Album „Guten Morgen Spinner“ 2006 veröffentlichte Bosse sein zweites Studioalbum mit dem Titel Guten Morgen Spinner. Die Aufnahmen fanden unter der Leitung des Produzenten Moses Schneider statt und wurden in nur sieben Tagen eingespielt. Im folgenden Jahr trennte sich Bosse von dem Label EMI.Alexander Nickel-Hopfengart: Der lange Weg zum Musikstar. In: Main-Post. 22. November 2011.
Im selben Jahr trat Bosse beim Musikfestival Rock am Ring auf.
2009–2010: Drittes Album „Taxi“ Anfang 2009 veröffentlichte er das Album Taxi, in Kooperation mit seinem Management Scoop Music und dem Vertrieb von Rough Trade Distribution, selbst.Bosse kommt mit Taxi zu Hause an. In: Rhein-Zeitung. 16. März 2009. Für dieses Album war Pianist Tobias Philippen (PeterLicht) Teil der Bosse Live-Band. Aus der Zusammenarbeit mit Jochen Naaf (PeterLicht, Polarkreis 18) wurden drei Singles ausgekoppelt. Im Anschluss arbeitete Bosse mit dem Elektro-DJ Oliver Koletzki zusammen. Der Song U-Bahn wurde 2009 auf Koletzkis Plattenlabel Stil vor Talent veröffentlicht.Andreas Hartmann: Techno Together. In: Die Tageszeitung. 9. September 2009, S. 28.
Zur Promotion des Albums Taxi absolvierte Bosse im März 2009 eine Tournee durch Deutschland.Bochum Total. In: Westdeutsche Zeitung. 29. Juni 2009. Ebenfalls 2009 war Bosse mit seiner Band auf mehreren Sommerfestivals zu sehen, darunter Auftritte beim Hurricane Festival,Tino Lange, Birgit Reuther: Hurricane Festival: Trotz strömenden Regens hüpfen, klatschen und singen die Fans zum Start der Konzertsause. Der Donner grollte mit den Bands um die Wette. In: Die Welt. 20. Juni 2009, Nr. 141, S. 8. dem Open FlairBosse, Cro und die Donots sind beim Open Flair dabei. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 2. November 2022. sowie beim Bochum Total.
Seit diesem Album ist Bosse regelmäßig im Festivalprogramm deutschsprachiger Musikveranstaltungen vertreten und parallel dazu nahm die Anzahl seiner Clubkonzerte zu.Florian Dobenecker: Bosse, Beatstakes, Dylan. In: Ostthüringer Zeitung. 2. Oktober 2024, S. 25. Zeitungen wie die Westdeutsche Zeitung berichteten zu dieser Zeit zudem über ausverkaufte Auftritte.
2011–2012: Viertes Album „Wartesaal“ Das Album Wartesaal, für das Bosse zwölf neue Songs geschrieben hatte, erschien Anfang 2011 und erreichte Platz 16 der deutschen Charts.
Auf dem Album wurde das Lied Frankfurt/Oder, ein Duett mit der Schauspielerin Anna Loos von der Band Silly, neu veröffentlicht. Das Lied war zuvor auf dem Album Kamikazeherz veröffentlicht worden. Für die Neuveröffentlichung auf dem Album Wartesaal erwarb Bosse die Rechte von seinem alten Plattenlabel. Mit diesem Titel trat Bosse beim Bundesvision Song Contest 2011 für Niedersachsen an und belegte den dritten Platz. Die von der niederländischen Band Bløf zusammen mit der flämischen Sängerin Geike Arnaert aufgenommene Cover-Version Zoutelande erreichte im Januar und Februar 2018 in den niederländischen Charts Platz 1 der Mega Top 50 und Dutch Top 40 sowie Platz 3 der Dutch Charts.
2012 beteiligte sich Bosse an der Tribute-Compilation Heute hier, morgen dort – Salut an Hannes Wader mit einer Coverversion des Liedes Die Möwe, einem Lied, das ursprünglich von Hannes Wader und Detlef Petersen geschrieben worden war.
2013–2015: Fünftes Album „Kraniche“ Am 8. März 2013 erschien mit Kraniche sein fünftes Album, bei dessen Produktion Philipp Steinke beteiligt war, der auch für das Duo Boy produzierte. Einige Songs schrieb Bosse in Istanbul, wo er mehrere Monate mit seiner Frau und seiner Tochter verbrachte. In Umbrien richtete Steinke ein Musikstudio in einem Landhaus ein, wo das Album teilweise aufgenommen wurde. Einflüsse von Bosses Reise nach Istanbul und Umbrien sind erkennbar, beispielsweise kommt im Song Istanbul das Saz zum Einsatz. Im Vergleich zu seinen beiden Vorgängeralben Taxi und Wartesaal sind hier die Arrangements umfangreicher, es kommen beispielsweise Chöre und Trompeten zum Einsatz. Die Singles Schönste Zeit und So oder so erreichten die Top 30 der deutschen Charts.
Mit dem Titel So oder so trat er beim Bundesvision Song Contest 2013 erneut für Niedersachsen an. Mit 153 Punkten gelang ihm dabei der Sieg vor Johannes Oerding und MC Fitti.
Ein Jahr später veröffentlichte Bosse das Album Kraniche – Live In Hamburg, das auf Platz sieben der Media Control Album Charts einstieg.Bosse bittet in die Saarbrücker Garage zum Engtanz! In: Saarbrücker Zeitung. 30. Dezember 2015.
2016–2017: Sechstes Album „Engtanz“ Nach einer Auszeit im Jahr 2015 erschien mit Engtanz am 12. Februar 2016 das sechste Album, auf dem Bosse sich als Songschreiber mit den Verbindungen zu Anderen und sich selbst auseinandersetzt. Dabei kam es unter anderem zu einer Zusammenarbeit mit Casper für den Song Krumme Symphonie. Das Album erreichte als erstes Bosse-Album Platz 1 der Deutschen Charts.
Im Rahmen der Engtanz-Tour trat Bosse am 26. August 2017 auf der Trabrennbahn in Hamburg auf.Sina Kedenburg: Schweißtreibende Konzert-Sause. In. Hamburger Morgenpost. 12. Dezember 2016, S. 41. Ebenfalls 2017 wirkte Bosse als Gastsänger auf dem Titel Hellrot des Albums Nichts war umsonst von Prinz Pi mit.Denise Frommeyer: Musik für Krisenzeiten. In: Aar-Bote. 24.11.2017 S. 18.
Im März 2017 nahm Bosse an der Lit.Cologne teil, einem internationalen Literaturfestival in Köln. Dort präsentierte er unter dem Titel Engtanz – Bosse über seine Lyrics seine Liedtexte und sprach über deren Entstehung.
2018–2020: Siebtes Album „Alles ist jetzt“ 2018 veröffentlichte Bosse das Lied Alles ist jetzt und kündigte damit auch sein kommendes gleichbenanntes Album an, welches ebenfalls Platz 1 in den deutschen Album-Charts erreichte. Die darauf folgende „Alles ist jetzt!“-Tournee war mit über 100.000 Besuchern die bis dato erfolgreichste.Bosse. In: Tagesspiegel. 20. Juli 2023, S. 31. Laut Florian Dobenecker von der Ostthüringer Zeitung gehört Bosse zu den etabliertesten und angesehensten Künstlern im Live-Geschäft.
Im März 2019 erschien die Single Messer, eine Zusammenarbeit von Prinz Pi und Bosse mit dem Rapper Capital Bra. Der Titel thematisiert die Problematik von Mobbing und Gewalt.Saara von Alten: Rap ist progressiver als Helene Fischer. In: Tagesspiegel. 6. März 2020, S. 13.
Für Juni 2020 war Bosse als Teil des Line-ups der Festivals Rock am Ring und Rock im Park vorgesehen. Die Veranstaltungen sollten vom 5. bis 7. Juni 2020 stattfinden, wurden aber aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt.
2021–2022: Achtes Album „Sunnyside“ 2021 erschien das achte Album Sunnyside mit den Singles Der letzte Tanz, Das Paradies und weiteren. Die Akustik-Version von Der letzte Tanz hielt sich zwei Jahre nach Erstveröffentlichung drei Wochen lang auf Platz 1 der deutschen TikTok-Charts und gehörte zu den erfolgreichsten Titeln in 2023.Marc Wenzel: Bosse eröffnet Summertime 2025. In: Nordwest-Zeitung. 9. Dezember 2024, S. 18.
Im Oktober 2021 veröffentlichte Bosse gemeinsam mit der Schauspielerin Nora Tschirner das Duett Nebensaison. Das Lied wurde von Jochen Naaf und Philipp Steinke produziert.
2023–2024: Neuntes Album „Übers Träumen“ 2023 veröffentlichte Bosse sein neuntes Studioalbum Übers Träumen, das unter anderem Kollaborationen mit Alligatoah („Salzwasser“) und LEA enthielt. Zum Erscheinungsdatum seines Albums Übers Träumen gab Bosse ein Konzert in der Elbphilharmonie in Hamburg.Das könnte sehr schick werden. In: Kreiszeitung. 17. Dezember 2024, S. 9. Das Konzert umfasste eine Auswahl neuer Titel sowie etablierter Stücke aus den vorherigen Alben. Unterstützt wurde Bosse unter anderem vom Kaiser Quartett sowie vom Hansemädchen-Chor, der bei mehreren Songs mitwirkte. Zudem war eine Tanzperformance von Marie-Luise Hertog Teil des Programms.Falk Schreiber: Warum Bosse genau der Richtige für die Elbphilharmonie ist. In: Hamburger Abendblatt. 30. Oktober 2023, S. 15.
Auf dem Album arbeitete Bosse mit dem Berliner Kneipenchor zusammen. In diesem Zusammenhang entstand eine Live-Aktion, bei der sich Chöre im Jahr 2024 für einen gemeinsamen Auftritt bewerben konnten. Die ausgewählten Sängerinnen begleiteten Bosse dabei live auf der Bühne beim Song „Ein Traum“.
2024 erhielt Bosse mehrere Auszeichnungen für frühere Werke: Die Single Schönste Zeit wurde mit Platin ausgezeichnet, Der Letzte Tanz erhielt eine Goldene Schallplatte.
2025: Compilation „Bosse 2005–2025“ und Sing Meinen Song mini|Bosse beim New Pop Festival 2025 im Festspielhaus Im Jahr 2025 veröffentlichte Bosse die Compilation Bosse 2005–2025, die 21 ausgewählte Titel aus seinen bisherigen Studioalben umfasst. Parallel dazu erschien die Single Vergangenheit, mit der Bosse sein zehntes Studioalbum ankündigte.
Am 18. Januar 2025 trat Bosse in Chemnitz zur Eröffnungsshow des Kulturhauptstadtjahrs auf. Darüber nahm er an der elften Staffel der Musiksendung Sing meinen Song – Das Tauschkonzert teil.
2026: Zehntes Album „Stabile Poesie“
Im April 2026 kam ein neues Studioalbum namens Stabile Poesie mit 12 Tracks wiederum bei Vertigo Berlin und im Vertrieb von Universal heraus. Soziales Engagement Bosse setzt sich, unter anderem, seit Jahren für Viva con Agua und Hanseatic Help ein.