Sainte-Barbe ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz und zum Kanton Le Pays messin.
Geographie Sainte-Barbe liegt in Lothringen, etwa 14 Kilometer nordöstlich von Metz auf einer Höhe zwischen 225 und 318 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 13,84 km². Zu Sainte-Barbe gehören die Ortsteile Avancy, Cheuby, Gras, Le Point du Jour und Le Soleil d'Or.
Geschichte Der Ort wurde 1300 als Sainte-Bairbe erwähnt.Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 26–29 (books.google.de). Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz.Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 308 (google.books.de).
Das Gemeindewappen zeigt den Turm von Sainte-Barbe als Überrest des ehemaligen Wallfahrtsortes. Die Steine weisen darauf hin, dass Sainte-Barbe im Besitz des Kapitels der Kathedrale von Metz war.Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch) Die heilige Barbara galt als Patronin des ganzen Metzer Landes (Pays Messin).Karl Uibeleisen: Die romanischen und fränkischen Ortsnamen in Wälsch-Lothringen. Metz 1883, S. 4.
Während des Dreißigjährigen Kriegs brannten im Oktober 1635 kroatische Truppen das Dorf nieder und töteten viele der Einwohner.
Das Dorf war während des Deutsch-Französischen Kriegs 1870 in der Schlacht von Noisseville umkämpft. Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Obst-, Wein- und Gemüseanbau.
Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.
In den Jahren 1915–1919 und 1940–1944 trug der Ort den amtlichen deutschen Namen Sankt Barbara.
+ Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019Einwohner 268 269 302 403 525 672 710 761
Siehe auch Liste der Monuments historiques in Sainte-Barbe (Moselle)
Literatur Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 102 (books.google.de).
Belege
Weblinks
Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Ehemaliger Weinbauort in Frankreich