Das Weichhaarige Schwefelkörbchen (Urospermum dalechampii) ist eine der beiden Pflanzenarten der Gattung Schwefelkörbchen (Urospermum) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Beschreibung mini|links|Illustration aus Flore coloriée de poche du littoral méditerranéen de Gênes à Barcelone y compris la Corse mini|links|Blütenkorb von unten mit den Hüllblätter und den randlichen Zungenblüten mini|links|Blätter mini|Blütenkorb von oben, gut zu erkennen sind die fünf Kronzipfel der Zunge der Zungenblüten mini|Fruchtstand
Vegetative Merkmale Urospermum dalechampii wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 40 Zentimetern.
Die Laubblätter sind in einer grundständigen Blattrosette und wechselständig, die obersten gegenständig, am Stängel angeordnet. Bei den Grundblättern ist die Blattspreite schrotsägeförmig. Die Stängelblätter sind ganzrandig oder gezähnt.
Generative Merkmale Das Blütezeit reicht von April bis August. Auf einem langen, kräftigen und oben verdickten Blütenstandsschaft befindet sich einzeln ein körbchenförmiger Blütenstand hat einen Durchmesser von bis zu 5 Zentimetern. Die in einer Reihe angeordneten sieben bis acht lanzettlichen Hüllblätter sind an ihrer Basis verwachsen und weichhaarig.
Der Blütenkorb enthält schwefelgelben Zungenblüten zusammen. Die randlichen Zungenblüten sind auch häufig außen rotbraun gefärbt.
Die lange, geschnäbelte Achäne besitzt einen fedrigen, schwach rotbraunen Pappus.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.
Vorkommen Das Verbreitungsgebiet von Urospermum dalechampii umfasst den nordwestlichen Mittelmeerraum bis zur Balkanhalbinsel. Urospermum dalechampii kommt in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Spanien, auf den Balearen, in Monaco, Frankreich, auf Korsika, in Italien, auf Sardinien, Sizilien, Malta, in Kroatien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro vor.
Sie gedeiht meist an Wegrändern sowie auf Kultur- und Brachland.
Taxonomie Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Tragopogon dalechampii durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 2, Seite 790. Das Epitheton ehrt den französischen Arzt und Botaniker Jacques Daléchamps (1513–1588). Die Neukombination zu Urospermum dalechampii wurde 1795 durch Franz Willibald Schmidt in Sammlung physikalisch-oekonomischer Aufsätze ... Band 1, Seite 276 veröffentlicht. Schmidt hatte den Namen von Giovanni Antonio Scopoli übernommen. Synonyme für Urospermum dalechampii sind: Arnopogon dalechampii , Tragopogon bicolor , Tragopogon laetus , Tragopogon verticillatus , Tragopogonodes dalechampii , Urospermum grandiflorum .
Literatur
P. D. Sell: 157. Urospermum Scop., S. 308. In: G. Tutin & al. (Hrsg.): Flora Europaea, Volume 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). Cambridge, 1976, ISBN 0-521-08717-1. ()
Einzelnachweise Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Urospermum dalechampii In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. P. D. Sell: 157. Urospermum Scop., S. 308. In: G. Tutin & al. (Hrsg.): Flora Europaea, Volume 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). Cambridge, 1976, ISBN 0-521-08717-1. ()
Weblinks
Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeer- und Alpenflora: Datenblatt mit Fotos. Datenblatt bei Flora of Australia online. Datenblatt bei Cichorieae Portal. Datenblatt bei Flora Catalana mit vielen Fotos.
Kategorie:Cichorioideen