Wir haben vergessen zurückzukehren ist ein Dokumentarfilm von Fatih Akin innerhalb einer unregelmäßig fortgesetzten Reihe von semi-dokumentarischen Spiel- und Fernsehfilmen des Bayerischen und des Westdeutschen Rundfunks unter dem Obertitel Denk ich an Deutschland…
Der sechzigminütige Film aus dem Jahr 2001 ist die erste dokumentarische Arbeit des bekannten Spielfilmregisseurs. Von Hamburg-Altona ausgehend erzählt Akin die als exemplarisch zu verstehende Geschichte der Einwanderung seiner Eltern rückwärts. Der Fernsehfilm wurde auch auf Festivals gezeigt, z. B. im Rahmen des 19. Münchner Dokumentarfilmfestivals.
Handlung 1965 war Akins Familie dem Ruf gefolgt, als „Gastarbeiter“ in die Bundesrepublik Deutschland zu kommen. Erst der Vater allein, nach drei Jahren kam dann die Mutter nach. Zunächst war der Aufenthalt in dem fremden Land nur für zwei Jahre geplant. Für den Vater fast unerklärlich wurden daraus fünfunddreißig Jahre: „Wir haben einfach vergessen, zurückzukehren“, kommentiert er, noch zur Zeit der Dreharbeiten des Filmes in derselben Fabrik arbeitend, deren Anwerbung er in den 1960er Jahren gefolgt war, das ungeplant lange Bleiben in Deutschland exemplarisch für viele türkische Familien.
Mit Hilfe von Interviews und Anekdoten malt Akin ein komplexes Bild deutsch-türkischen Lebens in Deutschland und der Türkei, das für jedes seiner Familienmitglieder anders aussieht; die Spurensuche führt den Regisseur von seinem Geburtsort Hamburg aus über Istanbul in das türkische Dorf, aus dem die Familie Akın stammt.
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Kategorie:Filmtitel 2001 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Türkische Diaspora in Deutschland im Film Kategorie:Fatih Akin