Der Amazonasfischer (Chloroceryle amazona) ist ein Eisvogel der Neotropis. Die Art gilt als monotypisch.IOC World Bird List Rollers, ground rollers & kingfishers

Merkmale alternativtext=Amazonasfischer (Weibchen)|links|mini|Amazonasfischer (Weibchen) Der Amazonasfischer hat die typische Eisvogelform mit einem kurzen Schwanz und langem Schnabel. Oberseits ist er metallisch grün gefärbt, der Nacken und die Kehle sind weiß. Der weiße Bauch weist an den Flanken grüne Strichelungen auf. Die Brust des Männchens ist kastanienbraun, die des Weibchens weiß mit grünen Flecken an der Seite. Im Gegensatz zum ähnlichen Grünfischer hat der Amazonasfischer keine weiße Markierungen am Flügel. Außerdem ist er mit einer Länge von 29 bis 30 cm und einem Gewicht von 110 g erheblich größer und schwerer.

Der Ruf des Vogels ist ein scharfes KyeKyekyekyek, das in Tonhöhe und Lautstärke abnimmt.

Vorkommen mini|Verbreitungsgebiet des Amazonasfischers Das Verbreitungsgebiet des Amazonasfischer erstreckt sich von Südmexiko bis nach Nordargentinien. Meldungen über Sichtungen auf Trinidad beruhen wahrscheinlich auf Verwechslungen.

Fortpflanzung Der Vogel gräbt in Uferböschungen eine bis zu 1,6 m lange Röhre, die einen Durchmesser von 10 cm hat. Das Weibchen legt drei bis vier weiße Eier.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Amazonasfischers erfolgte 1790 durch John Latham unter dem wissenschaftlichen Namen Alcedo amazona. Als Verbreitungsgebiet gab er Cayenne an.John Latham (1790), S. 257 1848 führte Johann Jakob Kaup die für die Wissenschaft neue Gattung Chloroceryle für den Grünfischer ein.Johann Jakob Kaup (1848), S. 68 Dieser Begriff leitet sich und ab.Chloroceryle The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname amazona hat seinen Ursprung in .amazona The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Chloroceryle amazona mexicana , 1940 wird heute als Synonym zur Nominatform betrachtet. Mexicana bezieht sich auf Mexiko.Pierce Brodkorb (1940), S. 543–544. Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay zehn Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) in Puerto Casado, Santa Casilda sowie in Puerto Sastre im Gran Chaco und in Independencia, zur Verfügung. In der Literatur betrachtete er in einem von Richard Otto Rohde (1855–1912) gesammelten Exemplar aus Lambaré, welches durch Hans Hermann Carl Ludwig von BerlepschHans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1887), S. 22. beschrieben wurde, in einem von Alfredo Borelli (1858–1943) gesammelten und von Tommaso Salvadori beschriebenes ExemplarTommaso Salvadori (1895), S. 16 aus Porto Pagani, im Río PilcomayoJohn Graham Kerr (1892), S. 138 und in ConcepciónJohn Graham Kerr (1901), S. 228. durch John Graham Kerr, in Tayru durch Claude Henry Baxter GrantClaude Henry Baxter Grant (1911), S. 324., im Departamento Alto ParanáArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 45. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und in Puerto PinascoAlexander Wetmore (1926), S. 207. im Departamento Presidente Hayes durch Alexander Wetmore.Alexander Wetmore (1926), S. 141. viele weitere Nachweise für das Land. Außerdem sah er in Martin pescadore del obscro dorado (Weibchen)Félix de Azara (1805), S. 387–388. und Martin pescadore del garganta roxa (Männchen)Félix de Azara (1805), S. 388–389. von Félix de Azara weitere Nachweise für das Land.Alfred Laubmann (1939), S. 206–207.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Eisvögel