Stina Agnes Elisabeth Rautelin (* 25. Oktober 1963 in Helsinki; † 26. April 2023 in Stockholm) war eine finnische Schauspielerin und Regisseurin. Die finnlandschwedische Künstlerin spielte zahlreiche Rollen vor allem in finnischen und schwedischen Film- wie auch Theaterproduktionen. Im deutschsprachigen Raum wurde sie vor allem durch ihre Rolle als Lena Klingström in der schwedisch-dänisch-deutschen TV-Krimiserie Kommissar Beck – Die neuen Fälle bekannt.
Leben und Karriere Stina Rautelin entstammt einer finnlandschwedischen Familie aus Helsinki (schwedisch Helsingfors) und wuchs zweisprachig mit Schwedisch und Finnisch auf. Sie besuchte die Schule Norsen. Als Schauspielerin wurde sie in New York und an der Theaterakademie Helsinki ausgebildet. Ihre 1987 in der schwedischsprachigen Linie der Theaterakademie eingereichte Abschlussarbeit behandelt das Stück Die Zofen von Jean Genet.
Ihr Fernsehdebüt hatte Rautelin 1972 als Kinderdarstellerin in der finnlandschwedischen Fernsehserie Bergströms. Aber ihren Durchbruch als Schauspielerin feierte Rautelin am schwedischsprachigen Svenska Teatern in Finnlands Hauptstadt, wo sie zwischen den Jahren 1987 und 1995 beschäftigt war. Außerdem war sie am finnlandschwedischen Teater Mars tätig. Rautelin gilt als früh von der finnlandschwedischen Schauspieltradition mit ihren Bezügen zur nordischen und europäischen Theaterkultur geprägt. Dieser Hintergrund blieb ein Kennzeichen ihrer Karriere auch in Schweden.
1996 spielte Rautelin am Dramaten in Stockholm die Rolle der Eva Puntila in Puntila, und ab 2001 war sie am Stockholmer Stadttheater engagiert, sowohl als Schauspielerin als auch Regisseurin.
Zwischen 1986 und 2006 spielte sie in einem halben Dutzend schwedischen Kinofilmen mit, darunter in dem Filmdrama På liv och död der Regisseurin Marianne Ahrne im Ensemble um Lena Olin.
Von 1972 bis 2020 sah man Stina Rautelin darüber hinaus in zahlreichen schwedischen Fernsehfilmen und Episoden von Fernsehserien. Von 1998 bis 2000 machte sie unter die Rolle der Schiffskapitänin Andrea Melin in der Serie Rederiet in 53 Episoden einem größeren Publikum bekannt. Und sie spielte seit 1988 in den Filmen über Martin Beck, wo sie einen finnlandschwedischen Akzent in die Stockholmer Polizeihandlung bringt.
2007 spielte sie in Fernseh-Verfilmungen der Kriminalromane Die Eisprinzessin und Der Prediger von Camilla Läckberg.
Rautelin starb am 26. April 2023 im Alter von 59 Jahren in Stockholm.
Filmografie (Auswahl) Kino 1986: På liv och död 1992: Fem skott i senaten 1994: Vääpeli Körmy - Taisteluni 1995: Mannen utan ansikte 1999: Tomten är far till alla barnen 2006: Tjocktjuven
Fernsehen 1972: Bergströms (Fernsehserie, 1 Episode) 1985: En våldtäktshistoria (Fernsehfilm) 1985: Harjunpää och antastaren (Fernsehminiserie) 1986: Päätepysäkki (Fernsehfilm) 1987: Rantasen uni (Fernsehfilm) 1988: Hur skall det gå för Bergströms? (Fernsehminiserie) 1991: Caprice Classic (Fernsehfilm) 1993: 16 (Fernsehserie, 1 Episode) 1995–1997: Radioskugga (Fernsehserie, 16 Episoden) 1997–2009: Kommissar Beck – Die neuen Fälle (Fernsehserie, 16 Episoden) 1998–2000: Rederiet (Fernsehserie, 53 Episoden) 2001: Agnes (Fernsehserie, 1 Episode) 2001: Reuter & Skoog (Fernsehserie, 1 Episode) 2005: Kommissionen (Fernsehserie, 1 Episode) 2007: Isprinsessan (Fernsehfilm) 2007: Predikanten (Fernsehfilm) 2009: Livet i Fagervik (Fernsehserie, 1 Episode) 2010: Solsidan (Fernsehserie, 1 Episode) 2010: Molly und das Weihnachtsmonster (Fernsehfilm) 2013: Barna Hedenhös uppfinner julen (Fernsehserie, 2 Episoden) 2017: Kinder des Krieges (Fallet, Fernsehserie, 8 Episoden) 2017: Syrror (Fernsehserie, 5 Episoden) 2020: Ambassadören (Fernsehserie, 1 Episode)
Kurzfilme 1985: Häng dej, pojkfan 1985: The Return of Raymond Karppinen 2018: The Culture 2018: A Chamber Play
Weblinks
Stina Rautelin, ausführliche Biographie (schwedisch)
Einzelnachweise
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