mini|Vetterli-Repetiergewehr Modell 1869 mit Zylinderverschluss und Röhrenmagazin Eine Repetierwaffe (auch kurz Repetierer) ist eine Schusswaffe, bei der die Munition über einen von Hand zu betätigenden Mechanismus aus einem Magazin in das Patronenlager nachgeladen wird. Das Wort „repetieren“ stammt vom repetere, was so viel wie „wiederholen“ bedeutet.
Waffenrecht Das deutsche Waffenrecht (Waffengesetz) definiert Repetierwaffen folgendermaßen:
Geschichte Frühe Repetierwaffen waren durch die Verwendung von Patronenmunition die ersten funktionsfähigen und praxistauglichen Mehrladerwaffen. Im Gegensatz zu den einschüssigen Hinterladerwaffen, den Nachfolgern der Vorderladerwaffen, musste nicht mehr jede Patrone einzeln von Hand in das Patronenlager eingelegt werden.
Der nächste entwicklungstechnische Schritt war die Automatisierung des Repetiervorgangs, durch Ausnutzung der Rückstoßenergie oder der entstehenden Gase im Schuss zur Selbstladewaffe.
Waffenzuordnung Zu den Repetierwaffen zählen Handfeuerwaffen wie Repetierbüchsen, Vorderschaftrepetierflinten, seltener Repetierpistolen sowie Druckluftwaffen wie Mehrlader-Luftgewehre und Luftpistolen.
Technik mini|400x400px Gängige Mechanismen des Repetierens sind: Zylinderverschluss-Repetierer einschließlich der Geradezugrepetierer (englisch bolt action, auch als Seitenhebel- oder Kammerstengelrepetierer bezeichnet) Unterhebelrepetierer (englisch lever action) Vorderschaftrepetierer (englisch pump oder slide action)
Verwendung Repetierwaffen finden bei der Jagd, im Sport, Selbstschutz gegen Wildtiere und bei Militär und Polizei Anwendung. Aufgrund des relativ einfachen mechanischen Aufbaus mit einem hohen Grad an Präzision zählen diese Waffen zu den funktionssichersten.
Siehe auch Repetierarmbrust
Einzelnachweise
Kategorie:Schusswaffe