Bennet „Benno“ Wiegert (* 25. Januar 1982 in Magdeburg) ist ein deutscher Handballtrainer und ehemaliger Handballspieler.

Karriere Das Handballspiel lernte er durch seinen Vater Ingolf Wiegert kennen, der unter anderem DDR-Meister und Olympiasieger (1980) war. Sowohl er als auch sein ehemaliger Trainer Alfreð Gíslason – dieser hatte ihn beim SCM trainiert – haben Benno sportlich am meisten geprägt.

1998 lief Wiegert, der auf den Positionen Linksaußen und Rückraum links eingesetzt wurde, zum ersten Mal in der Profimannschaft des SC Magdeburg (SCM) auf und etablierte sich in dem Team. Mit den Magdeburgern wurde er Deutscher Meister (2001), Champions-League-Sieger (2002) und Vereins-Europameister (2002 und 2003). Außerdem war Wiegert mehrfacher A- und B-Jugendmeister und wurde 2000 Schülerweltmeister. Für die Nationalmannschaft spielte er fünf Mal und warf 14 Tore. Von 2004 bis 2006 lief er für den Bundesligisten Wilhelmshavener HV auf. In der Saison 2006/07 spielte der Profihandballer für den zwölffachen Deutschen Meister VfL Gummersbach. Ab der Saison 2007/08 bis zu seinem Karriereende 2013 spielte Wiegert wieder beim SC Magdeburg.

Nach seinem Karriereende war er beim SC Magdeburg als Jugendkoordinator tätig.Bennet Wiegert heute mit erstem Arbeitstag als SCM-Jugendkoordinator, Handball-World, abgerufen am 1. Juli 2013 Als der SCM im Oktober 2013 mehrere verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen hatte, gab Wiegert sein Comeback."Eine Riesenchance sich zu zeigen" - Max Janke heute als Spielmacher gegen den THW, Handball-World, abgerufen am 9. Oktober 2013

Ab November 2015 war Wiegert als Co-Trainer der DHB-Auswahlmannschaft des Jahrgangs 2000/01 tätig.DHB stellt Trainerteam der männlichen Jugend neu auf, Handball-World, abgerufen am 18. November 2015

Seit Dezember 2015 trainiert Wiegert die Bundesligamannschaft des SCM.SC Magdeburg bestätigt Trainerwechsel, Handball-World, abgerufen am 15. Dezember 2015 Unter seiner Leitung gewann Magdeburg den DHB-Pokal 2016, die EHF European League 2021, den IHF Super Globe 2021 und die Deutsche Meisterschaft 2022.Triumph für den Trainer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Mai 2016Magdeburg mit Tempo Klub-Weltmeister, Sueddeutsche Zeitung, 10. Oktober 2021 2022 verteidigte er mit dem SCM den Titel beim IHF Super Globe 2022. Mit dem SCM gewann er die EHF Champions League 2022/23 im Finale gegen KS Kielce mit 30:29 nach Verlängerung. Damit wurde er der erste Deutsche, der sowohl als Spieler als auch als Trainer die Königsklasse gewann. Beim IHF Super Globe 2023 gewann er zum dritten Mal in Folge die Klub-Weltmeisterschaft. Es folgten in der Saison 2023/24 der Sieg im DHB-Pokal und in der deutschen Meisterschaft. In der EHF Champions League 2024/25 gewann er mit dem SCM das Finale gegen die Füchse Berlin.

Erfolge Spieler SC Magdeburg Deutscher Meister: 2001 DHB-Supercupsieger: 2001 Champions-League-Sieger: 2002 EHF-Pokalsieger: 1999, 2001 EHF-Champions-Trophy-Sieger: 2001, 2002

Trainer SC Magdeburg Deutscher Meister: 2022, 2024, 2026 DHB-Pokalsieger: 2016, 2024 DHB-Supercupsieger: 2026 EHF European League 2021 Champions-League-Sieger: 2023, 2025 IHF-Super-Globe-Sieger: 2021, 2022, 2023

Persönliche Auszeichnungen HBL Trainer der Saison: 2022, 2024 German-Handball-Award Trainer des Jahres: 2021, 2022, 2023, 2024, 2025 Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt 2026

Privates Wiegert ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Weblinks

Homepage von Bennet Wiegert

Einzelnachweise

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