Bettinger ist ein Herkunftsname zu dem im deutschen Sprachraum mehrfach auftretenden Toponym Bettingen. Der Ortsname findet sich gehäuft in Lothringen (franz.: Bettange), im Saarland und in der Eifel.
Die germanische Toponymie während des Hochmittelalters weist zahlreiche Ortsnamen auf, deren Hauptbestandteil ein Männername ist. Dabei bezeichnen Namen, die mit -ing kombiniert werden, Kollektive, die mit der als Namensbestandteil genannten Person in Verbindung stehen, bei der Person leben oder deren Gefolgsleute, Sippe bzw. Stamm (lat.: gens) sie bilden. So verweist z. B. die Ortsbezeichnung Betingia aus dem Jahre 1093 auf die Gefolgsleute von Betto. Betto ist eine Koseform verschiedener Namen, die (wie auch der deutsche Vorname Bert und das englische Adjektiv bright) auf beraht (althochdeutsch), berht (altsächsisch) bzw. berhtaz (proto-germanisch) für hell zurückgehen.
Namensträger Christel Bettinger, deutsche Goalballspielerin und Paralympionidin Dieter Robert Bettinger (1938–2023), deutscher Heimatforscher Franziskus von Bettinger (1850–1917), Domdekan der Diözese Speyer, danach Erzbischof von München und Freising Friedrich Bettinger (1781–1858), badischer Amtmann Hans Bettinger (1897–1975), deutsch-australischer Gynäkopathologe
Manfred Bettinger (* 1954), deutscher Schauspieler, Autor und Dramaturg Marc Bettinger (* 1978), deutscher Springreiter Martin Bettinger (* 1957), deutscher Journalist und Schriftsteller
Siehe auch Bettingen
Einzelnachweise
Kategorie:Familienname