alt=|mini|Sabine Boss, Filmfestival Locarno 2019 Sabine Boss (* 1966 in Aarau) ist eine Schweizer Regisseurin, Drehbuchautorin und Studienleiterin der Fachrichtung Film an der Zürcher Hochschule der Künste.

Leben Sabine Boss absolvierte von 1992 bis 1996 das Fachstudium Film/Video an der Zürcher Hochschule der Künste. Während dieser Zeit realisierte sie mehrere Kurzfilme. Nach Abschluss ihrer Ausbildung arbeitete sie als Regieassistentin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und entwickelte eigene Drehbücher.

Seit 2000 arbeitet Sabine Boss als freie Autorin und Regisseurin für Film, Fernsehen und Theater, seit 2011 ist sie auch Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste. 2017 hat sie die Studienleitung der Fachrichtung Film an der Zürcher Hochschule der Künste übernommen.

Ihr erster Kinofilm Ernstfall in Havanna war 2002 ein Publikumshit und rangiert mit über 300'000 Kinozuschauern in der Schweiz noch immer unter den zwanzig publikumsstärksten Filmen der Schweiz (Stand März 2022). 2014 erschien ihr bei Publikum und Feuilleton gleichermassen erfolgreicher Film Der Goalie bin ig, nach dem gleichnamigen Roman von Pedro Lenz. Der Film erhielt vier Schweizer Filmpreise, u. a. Bester Spielfilm und Bestes Drehbuch,"Der Goalie" räumt beim Filmpreis ab srf.ch vom 21. März 2014, abgerufen am 16. Februar 2017 und wurde auch beim Zürcher Filmpreis, sowie beim Berner Filmpreis ausgezeichnet.Gewinner zum Gernhaben Tages-Anzeiger vom 26. November 2014, abgerufen am 16. Februar 2017."Der Goalie bin ig" gewinnt Berner Filmpreis Berner Zeitung vom 2. November 2014, abgerufen am 16. Februar 2017.

Gemeinsam mit Pierre Monnard führte sie Regie bei der Serie Neumatt für das Schweizer Fernsehen. Neumatt wurde 2022 von Netflix aufgekauft und ist als erste Schweizer Serie in 190 Ländern zu sehen.

Für ihr künstlerisches Schaffen erhielt Sabine Boss den SwissAward 2014 in der Kategorie Kultur Schweizer Illustrierte vom 10. Januar 2015, abgerufen am 16. Februar 2017 und den Aargauer Kulturpreis 2015.Sabine Boss: "Erfolg ist ein flüchtiges Geschenk" Aargauer Zeitung vom 18. Mai 2015, abgerufen am 16. Februar 2017 Sabine Boss ist Mitglied der Schweizer Filmakademie und der Europäischen Filmakademie.

Sie lebt und arbeitet in Zürich.

Werk Filmografie

Theaterregie 2017: Der Verdingbub, Konzerttheater Bern 2009: Z’Abig hät Züri en Zauber, Theater Rigiblick 2008: Faust, Theater Rigiblick 2007: In einer Sternennacht am Hafen, ein Liederabend, Theater Rigiblick 2006: Einsame Menschen von Gerhart Hauptmann, Luzerner Theater 2005: Stand up, Oper von Richard Thomas, Schauspiel Hannover 2004: E la nave va, Oper und Schauspiel nach Federico Fellini, Luzerner Theater 2003: Take Off, Theaterhaus Gessnerallee 2003: Der Tod auf dem Nil von Agatha Christie, Luzerner Theater 2003: Das Frühstück von David Gieselmann, Uraufführung, Schauspiel Hannover 2002: Funbad von Sabine Boss und Dorothee Curio, Schweizer Expo 2002 2001: Am offenen Herzen, Ko-Regie mit Franz Wittenbrink, Schauspiel Hannover 2001: Nike von Thea Dorn, Uraufführung, Schauspiel Hannover 2000: creeps, Schauspielhaus Hamburg und Zürcher Theater Spektakel

Auszeichnungen 2015: Prix Walo für Der Goalie bin ig 2015: Fliegender Ochse am Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern für Der Goalie bin ig 2015: Aargauer Kulturpreis 2015: Nominierung für den Prix Europa für Verdacht 2015: Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis Baden-Baden für Verdacht 2014: Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bester Spielfilm für Der Goalie bin ig 2014: Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bestes Drehbuch für Der Goalie bin ig 2014: Zürcher Filmpreis für Der Goalie bin ig 2014: Berner Filmpreis für der Goalie bin ig 2014: Preis der Schweizer Filmkritik für Der Goalie bin ig 2014: SwissAward in der Kategorie Kultur 2008: Publikumspreis Solothurner Filmtage für Das Geheimnis von Murk 2008: Zürcher Filmpreis für Das Geheimnis von Murk 2003: Nominierung für den Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bester Spielfilm für Ernstfall in Havanna 2003: Publikumspreis Filmtage Schwerin für Ernstfall in Havanna

Kritiken Verdingbub – Konzerttheater Bern:

Der Goalie bin ig – Kinofilm:

Seitensprung – Fernsehfilm:

Das Geheimnis von Murk – Fernsehfilm:

Einsame Menschen von Gerhart Hauptmann – Theater Luzern:

Nike von Thea Dorn – Uraufführung im Schauspiel Hannover:

creeps – Schauspielhaus Hamburg:

Literatur

Sibylle Ehrismann: Aus dem Pfarrhaus in die weite Welt des Films: die grandiose Karriere der Filmregisseurin Sabine Boss. In: Aarauer Neujahrsblätter, Band 90. 2016. S. 128–136 (Digitalisat).

Weblinks

Agentur von Sabine Boss

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Träger des Schweizer Filmpreises Kategorie:Person (Kanton Aargau) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Frau