mini|hochkant|Kirche St. Michael Verny ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz und zum Kanton Faulquemont.

Geographie Die Gemeinde Verny liegt etwa 14 Kilometer südlich der Stadt Metz.

Geschichte Der Ort wurde 914 erstmals als Verniacum erwähnt. Er war im Mittelalter Besitz der Bischöfe von Metz.Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 297 (books.google.de).

Das Gemeindewappen wird seit dem 19. Jahrhundert von der verwendet. Laut dem Heraldiker E. de Bouteiller handelt es sich um das Wappen des Hauses Verny, eines ehemaligen Rittergeschlechtes.Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Wein-, Obst- und Gemüseanbau.

Zwischen 1904 und 1910 wurde am Nordrand der Gemeinde als Teil des militärischen Festungsgürtels um Metz herum die Feste Wagner (heute Fort de Verny) errichtet. Sie enthielt vier Infanterieblöcke mit bis zu drei Reihen unterirdischer Kasematten, drei Geschützbatterien mit drehbaren hochkalibrigen Panzertürmen und rund 15 gepanzerte Beobachtungsstände.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden und wurde Teil des Département Moselle. Im Zweiten Weltkrieg war Verny von den Deutschen besetzt, die im November 1940 einen Großteil der Einwohner auswiesen; 1944 wurde der Ort von US-amerikanischen Truppen eingenommen und dabei schwer zerstört.

1915 wurde der Ort in Werningen umbenannt.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019Einwohner 238 257 1216 1467 1434 1502 1900 1953

Literatur Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 96 (books.google.de).

Belege

Weblinks

Website über das Fort Wagner

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