mini|250px|Bau des Eisenbahntunnels im Jahre 1867 mini|250px|Die Timeball Station im Jahre 2008 mini|250px|Blick von der Oxford Street auf das Hafengebiet

() ist eine kleine Hafenstadt im Stadtgebiet von auf der Südinsel von Neuseeland.

Namensherkunft In der Gründungszeit zumeist oder genannt, wurde die Stadt offiziell in 1858 zu Ehren von , der seinerzeit eine bedeutende Persönlichkeit der war, in umbenannt.

Geographie befindet sich rund 10 km südöstlich des Stadtzentrums von , an der Nordküste des in der Caldera eines ehemaligen Vulkans, der die und die zwischen und liegenden formte. Die Stadt liegt von West nach Ost eingekesselt von den steilen Hängen der ehemaligen Caldera, die nordwestlich von mit den höchsten Punkt der Port Hills markiert. Nach Süden hin offen, befindet sich der Hafen, der u. a. als Seehafen für die Stadt dient. Bis zum Zugang zum Pazifischen Ozean östlich der Stadt sind es vom Hafen aus rund 8 km.

Südwestlich von gibt es im eine unbewohnte Insel, genannt, und neben der Stadt noch ein paar weitere kleinere Ansiedlungen, von denen und die bekanntesten sind.

Geologie Vor etwa 500.000 Jahren befand sich im Gebiet des heutigen ein aktiver Vulkan, der die Caldera des heutigen ausbildete. Vor rund 15.000 Jahren konnte aufgrund des ansteigenden Meeresspiegels in die tiefer gelegenen Kraterteile Meerwasser eindringen, aufgrund dessen der heutige entstand, der sich ab der im Norden 18 km in südwestliche Richtung ausdehnt.

Geschichte Bereits vor 1000 Jahren soll die Gegend um das heutige von bewohnt gewesen sein. Sie nannten den Ort , was so viel bedeutet wie „Hafen der Binsen/Schilfrohre“. Das Gebiet wurde von Europäern erstmals am 16. Februar 1770 gesichtet, als die Endeavour unter dem Seefahrer und Entdecker die Küste befuhr. Den selbst befuhr vermutlich der der Kapitän auf seiner im Jahr 1809. 1830 folgte der Walfänger und wenig später die Errichtung von Walfangstationen in der Bucht.

1849 wurde das zuvor gegründete zur Hafenstadt erklärt. In den folgenden Jahren erlebte der Ort eine Blütezeit, als die 1848 gegründete , die mit Unterstützung der auf der Südinsel eine Kolonie errichten wollte, die gerade sich entwickelnde Hafenstadt zu ihrem Landungspunkt erklärte. Diese Entscheidung für wurde wegen seiner günstigen Lage getroffen, da der Ort einerseits geschützt lag, aber im Hinterland reichlich Platz für Landwirtschaft vorhanden war.

1850 wurde in die gegründet, zog 1863 nach und wurde am 1. August 1929 in umbenannt und 1935 für immer eingestellt.

Am 12. September 1867 wurde der erste Eisenbahntunnel Neuseelands eröffnet, der mit dem damals aufstrebenden verband. Lyttleton wurde damit zum Ausgangspunkt der Bahnstrecke Lyttelton–Invercargill, auf der heute planmäßig aber nur Güterzüge verkehren.

Ereignisse 1901 – Lyttelton war Ausgangspunkt der Discovery-Expedition (1901–1904) unter und der Nimrod-Expedition (1907–1909) unter der Leitung von , zweier britischer Forschungs- und Entdeckungsreisen in die Antarktis. 1996 – Die meisten Außenaufnahmen für den Horrorfilm von aus dem Jahr 1996 wurden in gedreht. 2010 – Am 4. September 2010 führte das -Erdbeben bereits zu kleineren Schäden in . 2011 – Am 22. Februar 2011 führte das als -Erdbeben bekannte gewordene Erdbeben zu erheblichen Zerstörungen, Erdrutschen und blockierten Straßen auch in .

Bevölkerung Zum Zensus des Jahres 2013 zählte der Ort 2859 Einwohner, 6,9 % weniger als zur Volkszählung im Jahr 2006.

Timeball Station 1876 wurde oberhalb des Hafens eine -Station errichtet. Die Apparatur an dem schlossartigen Gebäude wurde von der deutschen Firma Siemens geliefert. Früher zur Zeiteinstellung für die Seeleute unerlässlich, erfüllte sie ihren ursprünglichen Zweck bis 1934, bis 1941 wurde sie noch für Flaggensignale genutzt. In den 1970er Jahren wurde eine umfangreiche Restaurierung vorgenommen, in deren Folge die Station 1978 für Besucher geöffnet und 1983 vom in die Kategorie 1 (Stätten von besonderer oder herausragender geschichtlicher oder kultureller Bedeutsamkeit) der historischen Plätze eingestuft wurde. Im Jahre 2010 war die Station eine von noch etwa 60 existierenden weltweit, nur eine von fünf in betriebsfähigem Zustand und die einzig verbliebene in Neuseeland.

Nachdem das -Erdbeben am 4. September 2010 bereits kleinere Schäden an der Station verursacht hatte, wurde sie bei einem Nachbeben des -Erdbebens am 13. Juni 2011 zerstört. Das Hauptgebäude gilt seither als „“ (verlorenes Kulturgut). Nach einem Spendenaufruf, der 3 Millionen Dollar einbrachte, wurde im Jahr 2018 mit dem Wiederaufbau des Gebäudes und dem begonnen. Am 2. November 2018 wurde die Anlage feierlich wiedereröffnet.

Sehenswürdigkeiten In befindet sich nicht nur der älteste Eisenbahntunnel des Landes, sondern auch der längste Straßentunnel Neuseelands, der seit 1964 die extrem steile Passage über die nach als wichtigste Straßenverbindung ablöste.

Bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Hafenanlagen und ehemals die . Das älteste Kirchengebäude der Region, für dessen Errichtung Steinblöcke von der nahe gelegenen Insel verbaut wurden, wurde nach dem Erdbeben von 2011 abgerissen.http://www.stuff.co.nz/the-press/news/hills-and-harbour/8733640/Little-wooden-church-going-home Little wooden church going home

Namensgeberin Die Stadt ist Namensgeberin für das antarktische Kap .

Persönlichkeiten Elizabeth Best Taylor (1868–1941), Vertreterin der Abstinenzbewegung in Neuseeland, Community Leader und Sozialreformerin Edward Michael Joyce (1904–1964), römisch-katholischer Geistlicher, Bischof von Christchurch 1950–1964

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Lyttelton

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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