Der IIHF Continental Cup 2006/07 war die zehnte Austragung des von der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF ausgetragenen Wettbewerbs. Am vom 22. September 2006 bis 7. Januar 2007 ausgetragenen Turnier nahmen 19 Mannschaften aus 19 Ländern teil. Die Finalrunde wurde vom 5. bis 7. Januar 2007 im ungarischen Székesfehérvár ausgetragen.

Drei Finalrundenteilnehmer waren gesetzt, der Gastgeber Alba Volán Székesfehérvár sowie Ilves Tampere aus Finnland und der HK Awangard Omsk aus Russland, als Vertreter der am höchsten platzierten Länder nach der IIHF-Weltrangliste 2006, die für das Turnier gemeldet hatte. Der weitere Finalteilnehmer wurden in drei Qualifikationsrunden ermittelt.

Qualifikation Erste Runde Die Spiele der ersten Runde fanden vom 22. bis zum 24. September 2006 statt. Als Austragungsort für die Gruppe A fungierte die rumänische Hauptstadt Bukarest und in Belgrad wurden die Spiele der Gruppe B ausgetragen. Von den acht gemeldeten Mannschaften konnte jedoch zwei nicht antreten, die daraufhin durch außer Konkurrenz spielende Mannschaften ersetzt wurden. Zudem reiste eine Mannschaft nicht mit dem Minimum von 15 Feldspielern und zwei Torhütern an, wodurch ihre Spiele ebenfalls nicht gewertet wurden.

Gruppe A In der Gruppe A konnte der armenische Vertreter Uratu HC mit seiner Mannschaft aufgrund einer erlittenen Lebensmittelvergiftung nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Um den Ausfall zu kompensieren, engagierten die Verantwortlichen die rumänische Mannschaft von CS Progym Gheorgheni für das Turnier. Die Spiele Gheorghenis gingen jedoch nicht in die Turnierwertung ein.

Letztlich setzte sich der Turniergastgeber Steaua Bukarest gegen die beiden verbliebenen Mitstreiter durch und qualifizierte sich für die zweite Runde. Im entscheidenden und letzten Gruppenspiel hatten sie sich gegen den HK Slavija Ljubljana knapp mit 5:4 durchgesetzt. Ljubljana war ebenfalls nachgerückt, nachdem der HK Acroni Jesenice bereits im Vorfeld auf eine Teilnahme verzichtet hatte.

22. September 2006 Akademik Sofia 0:9(0:4, 0:2, 0:3) HK Slavija Ljubljana Mihai-Flamaropol-Arena, BukarestZuschauer: 22. September 2006 Steaua Bukarest 11:1*(3:0, 4:1, 4:0) CS Progym Gheorgheni Mihai-Flamaropol-Arena, BukarestZuschauer: 23. September 2006 Steaua Bukarest 12:0(4:0, 4:0, 4:0) Akademik Sofia Mihai-Flamaropol-Arena, BukarestZuschauer: 23. September 2006 HK Slavija Ljubljana 2:1*(1:0, 1:0, 0:1) CS Progym Gheorgheni Mihai-Flamaropol-Arena, BukarestZuschauer: 24. September 2006 Akademik Sofia 1:5*(-:-, -:-, -:-) CS Progym Gheorgheni Mihai-Flamaropol-Arena, BukarestZuschauer: 24. September 2006 Steaua Bukarest 5:4(2:1, 1:1, 2:2) HK Slavija Ljubljana Mihai-Flamaropol-Arena, BukarestZuschauer:

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. Steaua Bukarest 2 2 0 0 0 17:4 6 2. HK Slavija Ljubljana 2 1 0 0 1 13:5 3 3. Akademik Sofia 2 0 0 0 2 0:21 0 4. CS Progym Gheorgheni – – – – – –:– –

Gruppe B Die in Belgrad ausgetragene Gruppe B sah lediglich den Gastgeber HK Partizan Belgrad und Polis Akademisi Ankara um den Einzug in die nächste Runde kämpfen. Der kroatische Klub KHL Medveščak Zagreb reiste nicht mit der IIHF geforderten Mindestanzahl von 15 Spielern und zwei Torhütern an, woraufhin die Spiele nicht in die Wertung einbezogen wurden. Zudem sagte der belgische Vertreter White Caps Turnhout seine Teilnahme ab. Als Ersatz sprang Partizans Lokalrivale HK Roter Stern Belgrad ein, dessen Spiele ebenfalls nicht gewertet wurden.

Somit entwickelte sich das Weiterkommen in der Gruppe B zu einer Farce, da sich im einzig relevanten Spiel des Wochenendes Partizan Belgrad und Ankara gegenüberstanden. Diese völlig ungleiche Partie gewann Partizan mit 20:0.

22. September 2006 HK Roter Stern Belgrad 5:3*(0:2, 3:1, 2:0) KHL Medveščak Zagreb Ledena dvorana, BelgradZuschauer: 22. September 2006 HK Partizan Belgrad 20:0(5:0, 9:0, 6:0) Polis Akademisi Ankara Ledena dvorana, BelgradZuschauer: 23. September 2006 KHL Medveščak Zagreb 15:3*(4:1, 8:0, 3:2) Polis Akademisi Ankara Ledena dvorana, BelgradZuschauer: 23. September 2006 HK Partizan Belgrad 7:1*(1:1, 2:0, 4:0) HK Roter Stern Belgrad Ledena dvorana, BelgradZuschauer: 24. September 2006 Polis Akademisi Ankara 2:10*(0:4, 1:2, 1:4) HK Roter Stern Belgrad Ledena dvorana, BelgradZuschauer: 24. September 2006 HK Partizan Belgrad 9:2*(3:1, 5:0, 1:1) KHL Medveščak Zagreb Ledena dvorana, BelgradZuschauer:

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. HK Partizan Belgrad 1 1 0 0 0 20:0 3 2. Polis Akademisi Ankara 1 0 0 0 1 0:20 0 3. KHL Medveščak Zagreb – – – – – –:– – 4. HK Roter Stern Belgrad – – – – – –:– –

Zweite Runde Die zweite Runde des Continental Cups wurde vom 13. bis 15. Oktober 2006 in drei Gruppen ausgespielt. Die Spiele der Gruppe C fanden im französischen Rouen statt, die Spiele der Gruppe D in den polnischen Städten Oświęcim und Krakau sowie die Spiele der Gruppe E im litauischen Elektrėnai.

Der Sieger der Gruppe A, Steaua Bukarest, qualifizierte sich zur Teilnahme in der Gruppe D, während der HK Partizan Belgrad an der Austragung der Gruppe E teilnahm.

Gruppe C Die in Rouen ausgespielte Gruppe C sah den EC Red Bull Salzburg die dritte Runde erreichen. Bereits im ersten Turnierspiel, das sich später als das für den Turniersieg entscheidende herausstellen sollte, besiegten die Österreicher SønderjyskE Ishockey aus Dänemark im Penaltyschießen mit 5:4. Dadurch, dass sie auch ihre folgenden beiden Spiele gewannen, war keine andere Mannschaft in der Lage, sie von der Spitzenposition zu verdrängen. Die gastgebenden Dragons de Rouen schnitten als Drittplatzierte enttäuschend ab. Sie konnten lediglich gegen die Nottingham Panthers gewinnen.

13. Oktober 200616:30 Uhr SønderjyskE Vojens 4:5 n. P.(0:1, 1:1, 3:2, 0:0, 0:1) EC Red Bull Salzburg Patinoire L'île Lacroix, RouenZuschauer: 500 13. Oktober 200620:00 Uhr Nottingham Panthers 2:6(0:3, 0:1, 2:2) Dragons de Rouen Patinoire L'île Lacroix, RouenZuschauer: 14. Oktober 200616:30 Uhr EC Red Bull Salzburg 5:2(3:0, 0:2, 2:0) Nottingham Panthers Patinoire L'île Lacroix, RouenZuschauer: 932 14. Oktober 200620:00 Uhr Dragons de Rouen 2:5(1:2, 1:2, 0:1) SønderjyskE Vojens Patinoire L'île Lacroix, RouenZuschauer: 2.414 15. Oktober 200616:00 Uhr Nottingham Panthers 2:4(0:1, 0:2, 2:1) SønderjyskE Vojens Patinoire L'île Lacroix, RouenZuschauer: 724 15. Oktober 200620:00 Uhr Dragons de Rouen 0:6(0:0, 0:4, 0:2) EC Red Bull Salzburg Patinoire L'île Lacroix, RouenZuschauer: 1.974

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. EC Red Bull Salzburg 3 2 1 0 0 16:6 8 2. SønderjyskE Ishockey 3 2 0 1 0 13:9 7 3. Dragons de Rouen 3 1 0 0 2 8:13 3 4. Nottingham Panthers 3 0 0 0 3 6:15 0

Gruppe D Das Turnier der Gruppe D, das an zwei Spielorten ausgetragen wurde, gewann der kasachische Klub HK Kasachmys Satpajew, der ebenso wie Salzburg in der Gruppe C, bereits im ersten Gruppenspiel gegen die Gastgeber aus Krakau den Grundstein für den Turniersieg legte. An den beiden folgenden Turniertagen gewann jeweils beide ihre Spiele und belegten somit die ersten beiden Positionen. Der Qualifikant aus Bukarest belegte den dritten Rang, während CG Puigcerdà aus Spanien ohne Punktgewinn und mit einem Torverhältnis von 3:28 auf dem letzten Platz landete.

13. Oktober 2006 KS Cracovia Krakau 2:4(0:0, 2:2, 0:2) HK Kasachmys Satpajew Zuschauer: 13. Oktober 2006 CG Puigcerdà 1:10(-:-, -:-, -:-) Steaua Bukarest Zuschauer: 14. Oktober 2006 HK Kasachmys Satpajew 4:1(1:0, 2:1, 1:0) Steaua Bukarest Zuschauer: 14. Oktober 2006 KS Cracovia Krakau 6:2(1:0, 1:0, 4:2) CG Puigcerdà Zuschauer: 15. Oktober 2006 HK Kasachmys Satpajew 12:0(4:0, 8:0, 0:0) CG Puigcerdà Zuschauer: 15. Oktober 2006 Steaua Bukarest 2:6(1:0, 1:2, 0:4) KS Cracovia Krakau Zuschauer:

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. HK Kasachmys Satpajew 3 3 0 0 0 20:3 9 2. KS Cracovia Krakau 3 2 0 0 1 14:8 6 3. Steaua Bukarest 3 1 0 0 2 13:11 3 4. CG Puigcerdà 3 0 0 0 3 3:28 0

Gruppe E Den dritten freien Platz in der dritten Qualifikationsrunde konnte sich der ukrainische Vertreter HK Sokol Kiew sichern. Sie besiegten zunächst den Qualifikanten HK Partizan Belgrad sowie den Turniergastgeber SC Energija Elektrėnai. Dies tat ihnen an den ersten beiden Spieltagen der HK Riga 2000 nach, wodurch es am letzten Turniertag zum Duell der beiden Teams kam, das gleichzeitig über den Turniersieg entschied. Kiew setzte sich dabei durch ein knappes 3:2 durch.

13. Oktober 200613:30 Uhr HK Partizan Belgrad 0:11(0:4, 0:5, 0:2) HK Sokol Kiew Ledo Rumai, ElektrėnaiZuschauer: 830 13. Oktober 200617:00 Uhr SC Energija Elektrėnai 3:8(1:3, 1:2, 1:3) HK Riga 2000 Ledo Rumai, ElektrėnaiZuschauer: 14. Oktober 200613:30 Uhr HK Riga 2000 8:0(3:0, 2:0, 3:0) HK Partizan Belgrad Ledo Rumai, ElektrėnaiZuschauer: 830 14. Oktober 200617:00 Uhr SC Energija Elektrėnai 1:10(0:5, 0:3, 1:2) HK Sokol Kiew Ledo Rumai, ElektrėnaiZuschauer: 1.700 15. Oktober 200613:00 Uhr HK Sokol Kiew 3:2(0:1, 1:1, 2:0) HK Riga 2000 Ledo Rumai, ElektrėnaiZuschauer: 1.234 15. Oktober 200616:30 Uhr SC Energija Elektrėnai 6:4(1:2, 3:2, 2:0) HK Partizan Belgrad Ledo Rumai, ElektrėnaiZuschauer: 2.015

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. HK Sokol Kiew 3 3 0 0 0 24:3 9 2. HK Riga 2000 3 2 0 0 1 18:6 6 3. SC Energija Elektrėnai 3 1 0 0 2 10:22 3 4. HK Partizan Belgrad 3 0 0 0 3 4:25 0

Dritte Runde Die dritte Runde des Continental Cups fand vom 17. bis 19. November 2006 im belarussischen Minsk statt. Neben dem Gastgeber nahmen die drei Sieger der zweiten Runde am Turnier teil.

Gruppe F In der Vorschlussrunde trafen die drei Qualifikanten der vorangegangenen Runde auf den Gastgeber HK Junost Minsk. An den ersten beiden Spieltagen blieben HK Kasachmys Satpajew und die Gastgeber verlustpunktfrei, wodurch sich erst im abschließenden Gruppenspiel – dem Aufeinandertreffen der beiden unbesiegten Mannschaften – entschied, wer das Super Final erreichen sollte. Mit einem knappen 2:1-Sieg in der Verlängerung setzte sich schließlich Minsk durch und ließ sowohl Satpajew als auch den EC Red Bull Salzburg und HK Sokol Kiew hinter sich.

Insgesamt besuchten 14.200 Zuschauer die sechs Turnierspiele.

17. November 200615:00 Uhr HK Kasachmys Satpajew 6:2(3:1, 2:1, 1:0) HK Sokol Kiew Sportpalast, MinskZuschauer: 1.800 17. November 200618:30 Uhr HK Junost Minsk 1:0(1:0, 0:0, 0:0) EC Red Bull Salzburg Sportpalast, MinskZuschauer: 3.300 18. November 200615:00 Uhr EC Red Bull Salzburg 2:7(1:1, 0:2, 1:4) HK Kasachmys Satpajew Sportpalast, MinskZuschauer: 1.200 18. November 200618:30 Uhr HK Sokol Kiew 2:7(0:0, 1:3, 1:4) HK Junost Minsk Sportpalast, MinskZuschauer: 3.200 19. November 200615:00 Uhr EC Red Bull Salzburg 6:3(1:1, 2:1, 3:1) HK Sokol Kiew Sportpalast, MinskZuschauer: 1.300 19. November 200618:30 Uhr HK Junost Minsk 2:1 n. V.(0:0, 0:0, 1:1, 1:0) HK Kasachmys Satpajew Sportpalast, MinskZuschauer: 3.400

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. HK Junost Minsk 3 2 1 0 0 10:3 8 2. HK Kasachmys Satpajew 3 2 0 1 0 14:6 7 3. EC Red Bull Salzburg 3 1 0 0 2 8:11 3 4. HK Sokol Kiew 3 0 0 0 3 7:19 0

Super Final Das Super Final fand vom 5. bis 7. Januar 2007 im ungarischen Székesfehérvár statt. Gesetzt waren Alba Volán Székesfehérvár als Gastgeber sowie der finnische Teilnehmer Ilves Tampere und HK Awangard Omsk aus Russland. Omsk hatte mit dem IIHF European Champions Cup erst zwei Jahre zuvor einen Europapokal gewonnen. Zusätzlich war der Sieger der dritten Runde, in Form des belarussischen Meisters HK Junost Minsk, qualifiziert.