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Dieser Artikel gibt die Einwohnerentwicklung von Wuppertal tabellarisch wieder.

Am 30. Juni 2011 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ von Wuppertal nach Fortschreibung des Landesbetriebes Information und Technik NRW 349.596 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).IT.NRW:

Einwohnerentwicklung

Im Mittelalter und der frühen Neuzeit hatten Barmen und Elberfeld nur wenige Tausend Einwohner. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Im Jahre 1800 lebten in Barmen und Elberfeld jeweils 12.000 Menschen. Beide Städte gehörten damit zur damaligen Zeit zusammen mit Köln, Aachen, Düsseldorf, Trier, Koblenz und Krefeld bereits zu den größeren Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern der späteren preußischen Rheinprovinz. Schon 1884 erreichten die Bevölkerungszahlen beider Städte die Grenze von 100.000, wodurch sie zu Großstädten wurden.

Am 1. August 1929 schlossen sich folgende Gemeinden zur Stadt „Barmen-Elberfeld“ (ab 1930 Wuppertal) mit 415.000 Einwohnern zusammen (in Klammern die Einwohnerzahl der Volkszählung vom 16. Juni 1925): Barmen (187.239), Elberfeld (167.025), Vohwinkel (16.105), Cronenberg (14.039) und Ronsdorf (12.526). Eingegliedert wurden auch der Ortsteil Beyenburg der damaligen Stadt Lüttringhausen und Teile von Haan, Wülfrath, Hardenberg-Neviges, Schöller, Gruiten und Gennebreck. Bis 1939 sank die Einwohnerzahl auf 402.000.

Im Zweiten Weltkrieg war Wuppertal das Ziel alliierter Bombardierung. Bei den schwersten Luftangriffen auf Wuppertal im Mai und Juni 1943 starben 6.000 Menschen, etwa die Hälfte der Stadt wurde zerstört. Insgesamt verlor Wuppertal durch Evakuierung, Flucht, Deportationen und Luftangriffe rund 20 Prozent seiner Bewohner (83.463 Personen). Die Einwohnerzahl sank bis Dezember 1945 auf 318.000. Im Jahre 1955 hatte die Stadt wieder so viele Einwohner wie vor dem Krieg.

1963 erreichte die Bevölkerungszahl mit 423.453 ihren historischen Höchststand. Ende 2009 stand die Stadt mit 351.050 Einwohnern unter den deutschen Großstädten an 17., innerhalb Nordrhein-Westfalens an 7. Stelle. Das ist seit 1963 ein Rückgang von 17,1 Prozent (72.403 Personen). Bis 2025 ist laut Bevölkerungsprognose des Landesamtes mit einem weiteren Rückgang auf dann 324.500 Einwohner zu rechnen.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1810 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der Stadtverwaltung (bis 1970) und des Statistischen Landesamtes (ab 1971). Die Angaben beziehen sich ab 1834 auf die „Zollabrechnungsbevölkerung“, ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1834 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Barmen von 1591 bis 1928 (jeweiliger Gebietsstand)

Jahr Einwohner 1591 1.000 1640 1.900 1800 12.000 1810 16.289 1816 19.031 1819 19.472 1821 19.751(Gemarke: 8400,Wupperfeld: 1600,Wichlinghausen: 1200,Rittershausen: 1300,Heckinghausen: 700) Jahr Einwohner 1822 20.268 1825 22.680 1828 25.090 1831 24.288 1834 26.158 1837 27.611 1840 30.847 1843 32.984 1846 34.924 1849 35.989 Jahr Einwohner 1852 39.233 1855 41.463 1858 44.698 1861 49.976 1864 59.526 1867 64.945 1871 74.384 1875 86.504 1880 95.941 1885 103.068 Jahr Einwohner 1890 116.144 1895 126.992 1900 141.944 1905 156.080 1910 169.214 1916 144.051 1917 140.566 1919 156.326 1925 187.239 1928 190.929 Die Zahlen von 1816 und 1819 sowie die Zahlen ab 1822 sind Ergebnisse von Volkszählungen.

Elberfeld von 1610 bis 1928 (jeweiliger Gebietsstand)

Jahr Einwohner 1610 2.500 1687 3.000 1773 7.500 1780 8.695 1800 12.000 1807 16.900 1810 18.783 1816 21.710 1819 22.188 Jahr Einwohner 1822 23.758 1834 25.418 1837 26.514 1840 31.514 1843 34.956 1846 38.249 1849 38.663 1852 39.944 1855 41.096 Jahr Einwohner 1858 53.474 1861 56.307 1864 61.995 1867 65.321 1871 71.384 1875 80.589 1880 93.538 1885 106.499 1890 125.899 Jahr Einwohner 1895 139.337 1900 156.966 1905 162.853 1910 170.195 1916 144.335 1917 139.033 1919 157.218 1925 167.025 1928 173.235 Die Zahlen ab 1816 sind Ergebnisse von Volkszählungen.

Wuppertal von 1929 bis 1944 (jeweiliger Gebietsstand) Jahr Einwohner 1929 414.951 1929 416.400 1930 414.700 1931 412.700 1932 411.400 1933¹ 408.602 1933 409.270 1934 413.050 Jahr Einwohner 1935 410.404 1936 408.023 1937 406.303 1938 406.300 1939¹ 401.672 1939 405.000 1940 393.486 ¹ Volkszählungsergebnis

Quelle: Stadt Wuppertal

Wuppertal von 1945 bis 1989 (jeweiliger Gebietsstand) Jahr Einwohner 1945 318.209 1946¹ 325.846 1947 338.942 1948 350.600 1949 354.046 1950¹ 363.224 1951 375.493 1952 382.983 1953 393.684 1954 400.635 1955 405.428 1956¹ 406.225 1956 406.653 1957 411.938 1958 416.573 1959 419.638 1960 421.489 Jahr Einwohner 1961¹ 420.711 1961 422.035 1962 423.103 1963 423.453 1964 421.167 1965 422.461 1966 421.218 1967 413.252 1968 413.122 1969 415.345 1970¹ 418.454 1970 417.566 1971 416.699 1972 413.819 1973 409.715 1974 405.144 1975 405.369 Jahr Einwohner 1976 401.609 1977 398.729 1978 396.125 1979 394.605 1980 393.381 1981 391.758 1982 387.951 1983 383.775 1984 379.393 1985 376.579 1986 374.217 1987¹ 365.662 1987 366.546 1988 371.283 1989 378.312 ¹ Volkszählungsergebnis

Quellen: Stadt Wuppertal (bis 1970), Landesbetrieb Information und Technik NRW (ab 1971)

Wuppertal ab 1990 (jeweiliger Gebietsstand) Jahr Einwohner 1990 383.660 1991 385.463 1992 388.102 1993 386.625 1994 383.776 1995 381.884 1996 379.820 1997 376.693 1998 372.218 1999 368.993 Jahr Einwohner 2000 366.434 2001 364.784 2002 363.522 2003 362.137 2004 361.077 2005 359.237 2006 358.330 2007 356.420 2008 353.308 2009 351.050 Jahr Einwohner 2010 349.721 2011 342.570 2012 342.885 2013 343.488 2014 345.425 2015 350.046 2016 352.390 2017 353.590 2018 354.382 2019 355.100 Jahr Einwohner 2020 355.004 2021 354.572 2022 358.568 2023 358.592 2024 358.193

Quelle: Landesbetrieb Information und Technik NRW. Datenerhebung zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres.

Bevölkerungsprognose In ihrem 2006 publizierten „Wegweiser Demographischer Wandel 2020“, in dem die Bertelsmann-Stiftung Daten zur Entwicklung der Einwohnerzahl von 2.959 Kommunen in Deutschland liefert, wird für Wuppertal ein Rückgang der Bevölkerung zwischen 2003 und 2020 um 8,1 Prozent (29.322 Personen) vorausgesagt.

Absolute Bevölkerungsentwicklung 2012–2030 – Prognose für Wuppertal (Hauptwohnsitze):Bertelsmann-Stiftung:

mini|400px|Vergleich der realen Entwicklung von 1990 bis 2018 mit der nebenstehenden Prognose Datum Einwohner 2012 342.860 2020 337.610 2025 332.940 2030 327.660 Quelle: Bertelsmann-Stiftung

Im März 2016 veröffentlichte die Deutsche Postbank AG eine unter Leitung von Michael Bräuninger, Professor an der Helmut-Schmidt-Universität, durchgeführte Studie unter dem Titel Wohnatlas 2016 – Leben in der Stadt, in der für 36 deutsche Großstädte auch eine Bevölkerungsprognose für das Jahr 2030 durchgeführt wird. Sie berücksichtigt auch explizit den Zuzug im Rahmen der Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015. Für Wuppertal wird darin von 2015 bis 2030 trotz Flüchtlingszuzug ein Bevölkerungsrückgang von 4,85 % vorhergesagt.Presseinformation Deutsche Post AG: Postbank Studie „Wohnatlas 2016 – Leben in der Stadt“: Wo Bevölkerungswachstum die Preise steigen lässt, veröffentlicht am 3. März 2016, abgerufen am 3. März 2016

Bevölkerungsstruktur Die größten Gruppen der melderechtlich in Wuppertal registrierten Ausländer kamen am 31. Dezember 2016 aus der Türkei (11.495), Italien (6.550), Syrien / Arabische Republik (6.265), Griechenland (5.765), Polen (5.475), Rumänien (2.750), Marokko (1.955), Serbien ohne Kosovo (1.935), Nordmazedonien (1.565), Irak (1.560). Von der amtlichen Statistik richtigerweise nicht als Ausländer berücksichtigt werden eingebürgerte Personen, als Deutsche in Deutschland geborene Kinder ausländischer Abstammung sowie alle anderen Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft.

Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 Einwohner mit Hauptwohnsitz 361.714 davon männlich 179.350 weiblich 182.391 Deutsche 283.499 davon männlich 138.178 weiblich 145.321 Ausländer 78.242 davon männlich 41.172 weiblich 37.070 Ausländeranteil in Prozent 21,6 Quelle: „Die Wuppertaler Statistik-Datenbank“

Altersstruktur mini|400px|rechts|Bevölkerungspyramide für Wuppertal (Datenquelle: Zensus 2011Datenbank Zensus 2011, Wuppertal, Alter + Geschlecht.)

Die folgende Übersicht zeigt die Altersstruktur vom 31. Dezember 2021 (Hauptwohnsitze).

Alter von – bis Einwohnerzahl Anteil in Prozent 0 – 5 21.586 6,0 6 – 14 30.460 8,4 15 – 17 10.495 2,9 18 – 24 29.265 8,1 25 – 44 94.797 26,2 45 – 59 76.031 21,0 60 – 64 24.619 6,8 65 – 74 35.817 9,9 75 und älter 38.671 10,7 Gesamt 361.714 100,0 Quelle: „Die Wuppertaler Statistik-Datenbank“

Siehe auch Liste der Stadtbezirke und Stadtteile von Wuppertal Cronenberg (Wuppertal)#Einwohnerentwicklung Ronsdorf#Einwohnerentwicklung Vohwinkel#Einwohnerentwicklung

Literatur Karl Friedrich Wilhelm Dieterici (Hrsg.): Mitteilungen des Statistischen Bureau's in Berlin, 1848–1861 Kaiserliches Statistisches Amt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, 1880–1918 Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, 1919–1941/42 Deutscher Städtetag (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch Deutscher Gemeinden, 1890 ff. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland, 1952 ff. Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Wegweiser Demographischer Wandel 2020. Analysen und Handlungskonzepte für Städte und Gemeinden. Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2006, ISBN 3-89204-875-4

Weblinks

Landesbetrieb Information und Technik NRW: Amtliche Bevölkerungszahlen Stadt Wuppertal: Daten und Fakten Bertelsmann-Stiftung: Wegweiser Kommune

Einzelnachweise

Kategorie:Geschichte (Wuppertal) Wuppertal Wuppertal Kategorie:Gesellschaft (Nordrhein-Westfalen)