alt=Frühjahr 2021|mini|Sabine Schiffner (2021)
Sabine Schiffner (* 24. September 1965 in Bremen) ist eine deutsche Schriftstellerin.
Biografie Schiffner studierte Theaterwissenschaften, Germanistik und pädagogische Psychologie in Köln.
Von 1992 bis 1996 war sie Mitglied des Schauspielensembles am Kölner Schauspielhaus. Sie arbeitete als Regieassistentin von Werner Schroeter und Günter Krämer und inszenierte eigene Stücke. Sie arbeitete anschließend als Regisseurin für diverse Fernsehsender, erstellte Dokumentationen und Industriefilme. Von 1999 bis 2007 arbeitete sie als freie Lektorin und Übersetzerin für den Könemann Verlag. Von 1988 bis 1992 war sie Mitglied der Kölner Autorenwerkstatt. Von 1998 bis 2007 organisierte und betreute sie eine Reihe mit Lesungen junger Autoren (»Eupener Speicher«).
Schiffner ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und engagiert sich für verfolgte Autoren und Autorinnen. Sie verfasst Gedichte, die sie u. a. in Sinn und Form, die horen, Das Gedicht, Die Zeit oder der FAZ veröffentlichte. Sie ist auch als Autorin von Romanen und Hörspielen hervorgetreten, übersetzt literarische Texte aus dem Französischen, Katalanischen und Spanischen, dichtet georgische Lyrik nach und ist als Herausgeberin tätig.
Der erste Gedichtband besteck im kopf erschien 1995 im Emons Verlag in Köln. Der hochgelobte erste Roman Kindbettfieber, erschienen bei S. Fischer, wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste literarische Prosadebüt des Jahres 2005 bedacht. Schiffner nahm im selben Jahr am Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerb teil. 2006 war sie Stipendiatin der Villa Aurora. Ihre Gedichte sind in viele Sprachen übersetzt, u. a. ins Englische, Katalanische, Italienische und Litauische.
Schiffner, die von 2007 bis 2011 in Deià auf Mallorca lebte, lebt und arbeitet in Köln und Bremen. Seit dem WS 2026/27 ist sie als Lehrbeauftragte für Kreatives Schreiben an der Universität Bremen Bremen tätig.
Für Die Tageszeitung schreibt sie seit 2023 einen Blog mit dem Titel fremdeln.
Einzeltitel Besteck im Kopf. Gedichte. Emons Verlag, Köln 1997, ISBN 3-924491-47-X. Kindbettfieber. Roman. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-10-070211-5. Male. Gedichte. Zu Klampen Verlag, Springe 2006, ISBN 3-933156-87-4. Frühling, ja, du bist’s, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-596-90153-1 Dschinn. Gedichte. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-070211-1. fremd gedanken. Gedichte. Horlemann Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-89502-351-4. super ach. Gedichte. Virgenes Verlag, Düsseldorf 2018, ISBN 978-3-944011-84-4. wundern. Gedichte. Quintus Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-96982-047-6 Nachtigallentage. Roman. Quintus Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-96982-065-0. Zeynep Suchen. Blog-Roman. Dagyeli Verlag, Berlin, 2024, ISBN 978-3-910948-02-0 Bunker Briefe, Roman, Kellner Verlag, Bremen, 2025, ISBN 978-3-95651-471-5 Ay. Die Mondin., Gedichte, Klak Verlag, Berlin, 2025, ISBN 978-3-911617-18-5
Hörspiel Seenebel. Deutschlandradio, Berlin 1999. Herbert Rubinstein. Meine vier Leben, Griot Hörbuchverlag, Stuttgart, 2022 Menschenbilder, Griot Hörbuchverlag, Stuttgart, 2025, https://www.netgalley.de/catalog/book/782055
Anthologien (Auswahl) Marco Sagurna und Ralf Rainer Sagurna (Hrsg.): Der Osten leuchtet, Dielmann Verlag, Ffm, 2022, ISBN 978-3-86638-306-7 Christoph Buchwald (Hrsg.): Jahrbuch der Lyrik. Schöffling Verlag, Frankfurt am Main 2019. Michael Braun und Hans Thill (Hrsg.): Aus Mangel an Beweisen. Deutsche Lyrik 2008–2018. Wunderhorn Verlag, Heidelberg 2018. Rodica Draghincescu (Hrsg.): Grenzportraits. Gegenwartslyrik International. Deutsch / Rumänisch. Klak Verlag, Berlin 2017. Hiltrud Gnüg (Hrsg.): Interpretationen · Moderne deutsche Naturlyrik. Reclam-Verlag, Stuttgart 2015. Axel Kutsch (Hrsg.): Versnetze. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart. Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2015. Mirko Bonné und Tom Schulz (Hrsg.): Trakl und wir. Fünfzig Blicke in einen Opal. Lyrik Kabinett, München 2014. Caroline Rudolph (Hrsg.): Stillleben mit Crash · Gedichte aus Polen. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2014. Hiltrud Gnüg (Hrsg.): Gespräch über Bäume. Moderne deutsche Naturlyrik. Reclam-Verlag, Stuttgart 2013. Karl Otto Conrady (Hrsg.): Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2008. Hans Thill (Hrsg.): Das verborgene Licht der Jahreszeiten. Übersetzungen aus dem Rätoromanischen. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2007. Lockdownlyrik 2.0. als Herausgeberin für dasgedichtblog
Nachdichtung, Übersetzungen Guillermo Canals (Hrsg.): Patios in Palma. Übersetzung aus dem Spanischen. 2 Bände. Palma 2008/09. Zurab Rtveliashvili: Die Diktatur der Poesie. Nachdichtung aus dem Georgischen. Klak Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-943767-92-6. Rodica Draghincescu: Du bist ich, Töte mich. Übersetzung aus dem Französischen. Klak Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-943767-17-9. Irma Shiolashwili: Kopfüber. Nachdichtung aus dem Georgischen. Pop Verlag, Ludwigsburg 2018, ISBN 978-3-86356-222-9. Nika Jorjaneli: Roter Schein. Nachdichtung aus dem Georgischen. Pop Verlag, Ludwigsburg 2018, ISBN 978-3-86356-224-3. Rati Amaglobeli: Kains Ernte. Nachdichtung aus dem Georgischen. Dagyeli Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-935597-90-6. Zviad Ratiani: Requiem für die Lebenden. Nachdichtung aus dem Georgischen. Klak Verlag, Berlin 2018. Giorgi Lobshanidze (Hrsg.): Georgiens Herz. Nachdichtung aus dem Georgischen. Größenwahnverlag, Frankfurt a. M. 2018. Irma Shiolashvili und Manana Tandashvili (Hrsg.): Ich bin viele. Frauenstimmen aus Georgien. Nachdichtung aus dem Georgischen. Pop Verlag, Ludwigsburg 2018. Säe den Weizen, Ukraine: Nachdichtung aus dem Georgischen und Ukrainischen, Klak Verlag, 2022 Erkut Tokman, Mehr Licht, Gedichte, Übersetzung aus dem Türkischen, 2025, Klak Verlag, ISBN 978-3-948156-97-8
Auszeichnungen 2004: Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz 2005: Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2014: Eugen Viehof-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung von 1859
Stipendien 2002: Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop 2004: Aufenthaltsstipendium in Schloss Wiepersdorf 2004/2005: Aufenthaltsstipendium in der Raketenstation Hombroich auf Einladung von Thomas Kling 2006: Aufenthaltsstipendium in der Villa Aurora/Los Angeles 2007: Förderstipendium der Kunststiftung NRW 2009: Aufenthaltsstipendium im Künstlerdorf Schöppingen 2012/13: Scriptoriumsstipendium der Stadt Köln und der evangelischen Kirche 2014: Förderpreis der Kunststiftung der Stadtsparkasse Köln 2015: Förderstipendium der Kunststiftung NRW 2018: Übersetzerstipendium des Georgian Bookcenter/Tiflis 2020: Künstlerstipendium NRW 2021: Aufenthaltsstipendium der Stadt Köln im Atelier Galata/IstanbulKünstlerstipendium Istanbul 2021, auf stadt-koeln.de 2022: Aufenthaltsstipendium der Kunststiftung NRW im Atelier Galata/Istanbul 2023: Förderstipendium der Kunststiftung NRW 2026: Aufenthaltsstipendium in Tukums auf der Burg Jaunpils/Lettland im Rahmen von City of Literature
Weblinks
https://www.sabineschiffner.de/
Autorenseite von Sabine Schiffner Sabine Schiffner auf poetenladen.de Bachmannpreis über Sabine Schiffner und Kindbettfieber Sabine Schiffner, auf Sabine Schiffner, auf literaturport.de
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Lyrik Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Erzählung Kategorie:Hörspielautor Kategorie:Übersetzer aus dem Französischen Kategorie:Übersetzer aus dem Georgischen Kategorie:Übersetzer aus dem Katalanischen Kategorie:Übersetzer aus dem Spanischen Kategorie:Übersetzer ins Deutsche Kategorie:Verlagslektor Kategorie:Schriftsteller (Köln) Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Stipendiat der Villa Aurora Kategorie:Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau Kategorie:Schriftsteller (Bremen)