Das NSW (; Abkürzung für ) ist ein überschweres Maschinengewehr, das in der Sowjetunion gebaut wurde. Die Abkürzung steht für die Nachnamen der drei beteiligten Konstrukteure: Grigori Iwanowitsch Nikitin, Juri Michailowitsch Sokolow sowie Wladimir Iwanowitsch Wolkow. Der Projektname der Waffe lautet Utjos (russ.: Утёс, auf Deutsch: Klippe, Fels). Bei den russischen Streitkräften wurde es nach 1991 durch das Kord abgelöst.
Entwicklung Die Führung der Streitkräfte der UdSSR suchte gegen Ende der 1960er Jahre einen Ersatz für das großkalibrige Maschinengewehr DSchK, das zu jener Zeit bereits drei Jahrzehnte alt war und als veraltet erachtet wurde. Der Auftrag zur Entwicklung eines neuen Modells erging im Jahr 1969 an die Konstrukteure. Die Maßgabe war, eine leichtere und führigere Waffe zu entwerfen. Ebenso sollte der Produktionsaufwand möglichst gering sein.
Technik links|mini|Ausführung NSWT zur Panzer-Bewaffnung Das NSW arbeitet als Gasdrucklader. Die Luftkühlung des MGs erzwingt, dass nach 100 Schuss Dauerfeuer der Lauf auskühlen oder getauscht werden muss. Die Waffe ist zuschießend, um eine unkontrollierte Zündung von Munition in der Patronenkammer (Cook off) zu verhindern. Sie verwendet die gleiche Munition wie das Vorgängermodell, die mit einem Metalldauergurt zugeführt wird. Um Reibung zu verringern wurden alle beweglichen Teile mit Rollen ausgestattet; eine Kadmiumbeschichtung reduziert die Reibung zusätzlich. Das NSW verfügt über ein Dreibein und ein Zielfernrohr und kann als Schützenwaffe verwendet werden. Das NSWT (T für tankowoi, Panzer) wurde eigens für den Einsatz als Bordwaffe an Panzerfahrzeugen konzipiert und kann elektrisch ausgelöst werden. Es diente als Turmwaffe an Panzern wie dem T-64, dem T-72 und dem T-80, um nur einige zu nennen.
Nachbauten ITKK 96: Finnland Zastava M87: ehem. Jugoslawien, Serbien KT-12,7: Ukraine
Galerie
Literatur
Weblinks
Internet-Präsenz des Herstellers: ZKMK / NSV 12.7 UTYOS (engl.)
Einzelnachweise
Nsw