Rohrbach an der Lafnitz mit Einwohnern (Stand ) ist eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark in Österreich. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde sie per 1. Jänner 2015 mit der Gemeinde Eichberg zusammengeschlossen,Steiermärkische Gemeindestrukturreform. die neue Gemeinde führt den Namen Rohrbach an der Lafnitz weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.§ 3 Abs. 4 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. . S. 3. Weiters wurde Rohrbach an der Lafnitz zum selben Termin um einen Teil der bis dahin bestehenden Nachbargemeinde Schlag bei Thalberg (ehemalige Katastralgemeinde Schlag und eine neue Katastralgemeinde in Rohrbach) erweitert.§ 5 Abs. 2 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. . S. 5.

Geografie Geografische Lage Rohrbach an der Lafnitz liegt im östlichen Joglland circa 13 km nördlich der Bezirkshauptstadt Hartberg. Die Gemeinde liegt an der Mündung des Limbachs in die Lafnitz.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (Bevölkerung Stand ): Eichberg () Kleinschlag () Lebing () Limbach () Rohrbach an der Lafnitz () Rohrbachschlag () Schnellerviertel ()

Die Gemeinde besteht aus sechs Katastralgemeinden (Fläche Stand ): Eichberg () Kleinschlag () Lebing () Rohrbach an der Lafnitz () Rohrbach-Schlag () Schnöllerviertl ()

Nachbargemeinden

mini|Panoramablick auf den Ortsteil Lebing mini|Schloss Aichberg

Klima

Geschichte Rohrbach wird erstmals 1272 in der Chronik des Augustiner Chorherrenstiftes Vorau urkundlich erwähnt. Von Eichberg gibt es bereits aus dem Jahr 1250 einen Beleg, in dem Konrad von Eichberg als Zeuge genannt wird. Eine Befestigungsanlage entstand vermutlich um 1200 zum Schutz des Heiligen Römischen Reiches vor Einfällen aus dem Osten. Im Jahr 1378 ließ Wulfing von Aichberg die Schlosskapelle errichten. Da nach seinem Sohn die männliche Familie ausstarb, kamen Schloss und Güter durch Heirat an die Familie Welzer. 1412 kaufte der ehemalige Stubenbergische Dienstmann Seifried Steinpeiß das Anwesen und vergrößerte es. Nach finanziellen Schwierigkeiten durch Ertragsausfälle von den Türkeneinfällen erholte sich das Anwesen wieder und hatte 1566 nach einem Steuerbescheid 144 Untertanen und neun Diener und Dienerinnen. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die Burg zum Schloss umgebaut. Bis 1768 blieb dieses in Familienbesitz, dann wechselten die Eigentümer mehrfach, bis es 1842 an die Familie des Grafen Wimpffen kam. Diese renovierten das Schloss. Als sie später ihren Wohnsitz verlegten, begann es zu verfallen. Im Ersten Weltkrieg diente es als Flüchtlingsquartier, im Zweiten Weltkrieg war es erst Kriegsgefangenenlager und dann Kommandozentrale. In den letzten Kriegstagen wurde das Vorschloss durch Brandstiftung schwer beschädigt und nicht wieder aufgebaut. 1953 erwarb die Gemeinde Kleinschlag von Georg Graf Wimpffen das Schloss, nachdem die Grundstücke schon in den Jahren davor verkauft worden waren. Nachdem der Wiener Kunsthändler Cajetan Gril 1986 das Hauptschloss übernahm, renovierte er es und nutzt es für Ausstellungen und Konzerte.

Bevölkerungsentwicklung

mini|Pfarrkirche hl. Joseph der Arbeiter in Rohrbach an der Lafnitz mini|Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer in Eichberg mini|Bahnhof Rohrbach-Vorau

Kultur und Sehenswürdigkeiten

in Eichberg Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer Schloss Aichberg in Rohrbach an der Lafnitz Pfarrkirche hl. Josef der Arbeiter

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Rohrbach an der Lafnitz ist verkehrsgünstig gelegen. Das Gemeindegebiet wird von der hier gut ausgebauten Wechsel Straße B 54 von Wiener Neustadt nach Hartberg tangiert. Die Süd Autobahn A 2 von Wien nach Graz ist etwa zehn Kilometer entfernt und über die Anschlussstelle Friedberg/Pinggau (exit 95) zu erreichen.

Rohrbach ist durch den Haltepunkt „Rohrbach-Vorau“ an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Hier besteht Zugang zur Thermenbahn mit zweistündlichen Regionalzug-Verbindungen nach Wien und Hartberg.

Der Flughafen Graz und der Flughafen Wien-Schwechat sind jeweils etwa 100 km entfernt.

Bildung In Rohrbach an der Lafnitz befinden sich zwei Kindergärten, zwei Volksschulen und eine Neue Mittelschule.

Ansässige Unternehmen In Rohrbach an der Lafnitz befinden sich mehrere ansässige Unternehmen verschiedener Branchen (produzierendes/verarbeitendes Gewerbe, Handel sowie Dienstleistungen).

Behörden, Institutionen In Rohrbach an der Lafnitz befindet sich eine Polizeiinspektion.

Politik

Bürgermeister In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats im April 2015 wurde der Gemeindesekretär und Standesbeamte Günter Putz (SPÖ), der bereits bis 31. Dezember 2014 der Gemeinde Rohrbach an der Lafnitz als Bürgermeister vorstand, erneut zum Bürgermeister gewählt.Gemeinde Rohrbach an der Lafnitz: Bürgermeister, abgerufen am 25. Mai 2015.

Günther Simon (SPÖ), der die Geschäfte der fusionierten Gemeinde seit 1. Jänner als Regierungskommissär führte, wurde zum Vizebürgermeister gewählt.Gemeinde Rohrbach an der Lafnitz: Vizebürgermeister, abgerufen am 25. Mai 2015.

Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015: SPÖ 9, ÖVP 4, FPÖ 2. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020: SPÖ 9, ÖVP 5, FPÖ 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2025: SPÖ 7, ÖVP 5, FPÖ 3.

Wappen

links|100px Beide Vorgängergemeinden hatten ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Neuverleihung des Gemeindewappens für die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 20. April 2017.34. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 6. April 2017 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Gemeinde Rohrbach an der Lafnitz (politischer Bezirk Hartberg-Fürstenfeld), abgerufen am 14. April 2017 Blasonierung (Wappenbeschreibung): „In blauem Schild über grünem Schildfuß aus einem erniedrigten silbernen Wellenbalken wachsend drei goldene, je zweifach beblätterte Rohrkolben.“

mini|Rohrbach (rechts unten) um 1878 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Ehrenbürger 1984 Hans Gross (1930–1992), Landeshauptmann-Stellvertreter

Weblinks

www.rohrbach-lafnitz.at Homepage der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Joglland