Das Kabinett Frölich II bildete die Staatsregierung des Landes Thüringen vom 16. Oktober 1923 bis 7. Dezember 1923. Es war nach dem sächsischen Gesamtministerium Zeigner die zweite Landesregierung mit Beteiligung der KPD in Deutschland. Am 2. November 1923 besetzten Truppen der Reichswehr auf Befehl der Reichsregierung die Landeshauptstadt Weimar, um gegen die Proletarischen Hundertschaften vorzugehen und einen angeblich drohenden kommunistischen Putsch zu verhindern. General Walther Reinhardt unterstellte am 6. November die Thüringer Landespolizei seinem Befehl. Ihrer Auflösung durch Reichsexekution – wie in Sachsen – kam die Regierung Frölich durch Rücktritt der drei KPD-Regierungsmitglieder zuvor.Steffen Kachel: Ein rot-roter Sonderweg? Sozialdemokraten und Kommunisten in Thüringen 1919 bis 1949. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2011, S. 167. Drei Wochen später trat auch Ministerpräsident Frölich zurück. Bis zum 21. Februar 1924 blieben Frölich und die SPD-Minister geschäftsführend im Amt.Hans Herz: Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, S. 20.

Amt Name Bild Partei Leitender Staatsminister August Frölich zentriert|rahmenlos|125x125px SPD Stellvertreter des Leitenden Staatsministers Karl Hermann zentriert|rahmenlos|125x125px SPD Äußeres August Frölich zentriert|rahmenlos|125x125px SPD Inneres Karl Hermann zentriert|rahmenlos|125x125px SPD Justiz Karl Korsch bis 12. November 1923 zentriert|rahmenlos|125x125px KPD Finanzen Emil Hartmann SPD Wirtschaft Albin Tenner bis 12. November 1923 KPD Volksbildung Max Richard Greil SPD Staatsrat (für Gotha) Theodor Neubauer bis 12. November 1923 KPD Staatsrat (für Sondershausen) Bruno Bieligk SPD

Einzelnachweise

Frolich 2 Kategorie:Kabinett mit SPD-Beteiligung Kategorie:Kabinett mit KPD-Beteiligung