Rottau ist eine ehemalige Gemeinde in Oberbayern und seit 1972 Gemeindeteil des Marktes Grassau im Landkreis Traunstein. Das Kirchdorf liegt etwa drei Kilometer nordwestlich vom Grassauer Ortskern.
Geographie Rottau liegt in der Region Südostoberbayern im Chiemgau im Achental ca. drei Kilometer südlich des Chiemsees.
Zur ehemaligen Gemeinde Rottau gehörten neben dem Kirchdorf selbst folgende Ortsteile: Adersberg (Weiler) Daniel (Einöde, jetzt Wüstung; nur 1888 aufgeführt) Felden (Weiler) Grießenbach (Weiler; 1952 erstmals aufgeführt) Hachau (Weiler) Filze (Dorf; 1952 erstmals als Einöde Kendlmühlfilze aufgeführt) Moos mit Aich (Einöde) Neumühle (Einöde) Weißenbach (Einöde)
Die nächstliegende Autobahn wie auch der nächstliegende Bahnhof sind an der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg zu finden. Durch Rottau verläuft die Deutsche Alpenstraße.
Geschichte Rottau wurde schon im Jahre 1175 urkundlich erwähnt. Der seit mindestens 1259 bayerische Ort gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Marquartstein des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Rottau.
Am 1. Januar 1972 wurde Rottau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Grassau eingemeindet, die Ortsteile Felden und Neumühle kamen zu Bernau am Chiemsee. 1973 gewann Rottau beim Bundeswettbewerb Unser Dorf soll schöner werden unter 5500 konkurrierenden Orten den 1. Preis mit Goldmedaille.
Einwohnerentwicklung Kirchdorf Gemeinde Jahr Einwohner Gebäude(ab 1885 nur Wohngebäude) Einwohner Gebäude(ab 1885 nur Wohngebäude) 1825Adolph von Schaden: Topographisch-statistisches Handbuch für den Isarkreis im Königreich Baiern. 1825, S. 414 (). 194 31 1864 212 52, 1 Kirche 368 83 1871 249 132 328 175 1885 286 52 399 74 1900 286 53 409 73 1925 1051 95 1248 121 1950 676 86 946 108 1970 780 1017 1987 841 228 1031 270
Politik Folgende Personen waren bis zur Gemeindeauflösung 1972 Bürgermeister der Gemeinde Rottau: Zeitraum Bürgermeister 1841–1843 Josef Sichler 1843–1844 Johann Laubhuber 1844–1852 Joseph Lechner 1852–1862 ? Oberauer 1862–1865 ? Sichler ? ? 1869 ? Laubhuber ? ? 1881 ? König 1882–1887 ? Heitzmann 1888–1911 ? Mayer 1912–1919 Johann Laubhuber 1919–1933 Michael Weißenbacher 1933–1946 Felix Hofmann 1946 Sebastian Schmid 1946–1958 Sebastian Huber 1958–1971 Michael König
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Torfbahnhof Rottau mini|Museum Klaushäusl Michaelskirche in Rottau Sankt-Leonhards-Kapelle Museum Salz & Moor im Brunnhaus Klaushäusl der Soleleitung Bad Reichenhall–Rosenheim Bayerisches Moor- und Torfmuseum mit Torfbahnhof am Rande des Naturschutzgebietes Kendlmühlfilzn
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Traunstein Kategorie:Ort im Chiemgau Kategorie:Geographie (Grassau) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Traunstein) Kategorie:Ersterwähnung 1175 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)